Allgemeine Berichte | 19.08.2014

Dreifaches Jubiläum im alten Jugendheim Remagen

Jubiläum einer Erfolgsgeschichte

Zehn Jahre lang arbeitete der Förderverein, um dem alte Jugendheim wieder zu neuem Glanz zu verhelfen: Heute ist das "Bürgerhaus" aus dem kulturellen Leben der Stadt nicht mehr wegzudenken

die Kreissparkasse Ahrweiler sponserte die Jubiläumsveranstaltung mit der Polizeipuppenbühne im neuen polizeipuppenbühnenbus. -ab-

Remagen. 100 Jahre ist es her, als der Architekt Alois Böll, der Onkel des Schriftstellers und Nobelpreisträgers Heinrich Böll, im Auftrag der katholischen Kirchengemeinde Remagen das so genannte alte Jugendheim entwarf. Jahrzehnte wurde dort gefeiert, unvergessen ist sicher der traditionelle Pfarrball. Vor zehn Jahren hat sich der Förderverein altes Jugendheim um Vorsitzenden Rolf Plewa gegründet und machte aus diesem Kleinod, dem früheren Mittelpunkt des gesellschaftlichen Schaffens der katholischen Kirche, wieder eine zentrale Anlaufstelle für Kunst, Kultur, Vereine und vieles mehr. Zehn Jahre wurde ununterbrochen geschaffen, um aus diesem Gebäude mit seiner mittlerweile denkmalgeschützten Fassade, das für den Abriss freigegeben war, wieder eine Anlaufstelle für Jung und Alt, eine Art Bürgerhaus zu schaffen. Und das Werk kann sich heute wirklich sehen lassen. Fünf Jahre jung ist die Theatergruppe Remagen um Sebastian Schmickler, die im alten Jugendheim probt und jährlich die ersten Aufführungen vor großem Publikum gibt. Diese drei Jubiläen galt es am Samstag ausgiebig zu feiern, im Jugendheim, der heute genannten Kulturwerkstatt, und auf dem herrlichen Platz an der alten Römermauer, am Hintereingang des alten Jugendheimes.

Und so wie der Förderverein altes Jugendheim besonderen Wert auf die Gemeinsamkeit legt, so war es denn kein Wunder, dass eine ganze Reihe von Vereinen, die in der Kulturwerkstatt proben, Veranstaltungen feiern oder eng mit dem Förderverein oder der Theatergruppe verbunden sind, mit von der Partie waren beim Jubiläum und sich am Samstag der Öffentlichkeit präsentierten. Da präsentierten sich die Prinzengarde um Kommandanten Dr. Paul Alfter mit einem Tanz, die Stadtsoldaten um Kommandanten Marcel Möcking beteiligten sich mit einem Imbissstand, die Twirling Sticks um Ramona Ruhmann informierte an einem Stand, die Rheinklängemusiker um Vorsitzenden Adi Görres erfreuten mit einem Platzkonzert, die Theatergruppe um Sebastian Schmickler begeisterte mit Sketchen und Andreas Hauffe mit Sia Korthaus und Mike Esser entführten in die Welt des Kabarett. Ebenfalls beste Stimmung am Nachmittag im Freien bot die Musikgruppe Latenight um Hubertus Schumacher, die in der Kulturwerkstatt ihren festen Probenraum hat.

In einem kurzen offiziellen Part am späten Vormittag hieß Rolf Plewa in Doppelfunktion, als erster Vorsitzender des Fördervereins und als Erster Beigeordneter die Gäste willkommen. Sein besonderer Gruß galt Landrat Dr. Jürgen Pföhler, Beigeordnetem Rainer Doemen, Ortsvorsteher Walter Köbbing, den Gründungsmitgliedern des Fördervereins Rainer Vendel und Franz Pira, seinem langjährigen Stellvertreter Werner Meyer, dem Oberwinterer Ortsvorsteher Norbert Matthias und dem Vorsitzenden des Vereins Lebendiger Marktplatz Remagen, Rudi Kluth, mit dem der Förderverein altes Jugendheim eng zusammen arbeite. Ein herzliches Dankeschön vom ersten Vorsitzenden galt seinem neuen zweiten Vorsitzenden Sebastian Schmickler, der die Jubiläumsfeier organisiert hatte. Der Dank von Plewa galt ebenso dem Landrat, der bei dem Aufbau des Hauses behilflich gewesen sei, Walter Köbbing als Mitstreiter beim Aufbau des Hauses, und vor allem Bürgermeister Herbert Georgi, der mit der Stadtverwaltung eine große Hilfe für den Förderverein sei.

Landrat Dr. Jürgen Pföhler freute sich angesichts der drohenden Wolken das Jubiläumsfest bei strahlendem Sonnenschein mit eröffnen zu dürfen. „Was sich hier in Remagen abspielt ist im Kreis einmalig“, so der Landrat. Das alte Jugendheim, dem der Abriss gedroht habe, stehe inzwischen unter Denkmalschutz. Doch dies nütze alles nichts, wenn es nicht mit Leben erfüllt werde. Gerne sei er gekommen, um das 100jährige des alten Jugendheims, das zehnjährige des Fördervereins altes Jugendheim und das fünfjährige Jubiläum der Theatergruppe zu feiern. Seit zehn Jahren engagiere sich der Förderverein altes Jugendheim. „Wir haben es dem Förderverein zu verdanken, dass dieses Schmuckstück erhalten geblieben ist. Eine Besonderheit sei die römische Hypocaust-Heizung, die nach der Einrichtung der Galerie auf der ehemaligen Kegelbahn nun auch barrierefrei zu erreichen und zu bewundern sei.

Die Kulturwerkstatt Remagen bestehe nun seit zehn Jahren. Die Ansiedelung dieser Kulturwerkstatt mit buntem Programm aus Ausstellungen, Kleinkunst und Vereinsbelegungen habe ein völlig neues Publikum in den Stadtkern gebracht. Rundum die Kulturwerkstatt hätten sich in städtischen und privaten Gebäuden Künstlerateliers und kommerzielle Galerien angesiedelt. Die Kunstszene in Remagen habe dadurch einen Aufschwung erfahren und sorge weit über den Kreis Ahrweiler hinaus für Aufmerksamkeit. Mittlerweile gehörte der Begriff „Kunst, Kultur und Lebensfreude“ zum Marketingzeichen der alten Römerstadt. Das Jugendheim habe sich sozusagen zum Motor des Investitionsschubes in Remagen entwickelt. Mit seinem großen Engagement habe der Förderverein maßgeblich zur Belebung der Innenstadt und zur Förderung des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens in Remagen beigetragen. Man dürfe aber nicht vergessen, dass dieses Engagement ehrenamtlich erfolge. „Das ist eine großartige Gemeinschaftsleistung, denn hinter den ehrenamtlichen Helfern stehen auch noch deren Familien“, so das Lob des Landrates abschließend.

Ortsvorsteher Walter Köbbing freute sich, auch im Namen vieler Bürger und nach anfänglicher Skepsis der Kommunalpolitiker über den Erhalt des alten Jugendheimes. Er dankte dem Förderverein und betonte, dass das alte Jugendheim an die einstige Bedeutung wieder angeknüpft habe und aus dem kulturellen Leben der Kernstadt nicht mehr wegzudenken sei. 2009 sei es gelungen den Arbeitskreis „Historisches Dreieck“ über alle Parteigrenzen hinweg zu etablieren. Es sei stolz, dass der Platz an der alten Römermauer mit vereinten Kräften und geringem Finanzmittelaufwand geschaffen worden sei und dem Gebäude altes Jugendheim den gebührenden Rahmen verleihe. „Neben Ausstellungen, Kleinkunstveranstaltungen und gelegentlicher Nutzung als Tagungsort politischer Gremien, haben auch zahlreiche Remagener Vereine wieder einen Ort gefunden für Veranstaltungen, Versammlungen oder auch nur zum Proben“, so Köbbing.

Auch die Theatergruppe mit Vorsitzendem Sebastian Schmickler, dem frisch gebackenen stellvertretenden Vorsitzenden des Fördervereins altes Jugendheim, blicke auf fünf erfolgreiche Jahre zurück. „Ihr tragt mit euren Auftritten im näheren und auch weiteren Umfeld ebenfalls dazu bei, dass Remagen sich mehr und mehr als Geheimtipp in Sachen Kunst, Kultur und Lebensfreude entwickelt“, lobte Köbbing. Er gratulierte allen Jubilaren und dankte für das Wirken zum Wohl der Gemeinschaft.

Auch für die Unterhaltung des Nachwuchses war über Tag gesorgt. So konnte Christoph Schmitz die Kinder mit Spielen in seinen Bann ziehen.

Die Kreissparkasse Ahrweiler hatte dieses Jubiläum ebenfalls unterstützt und den Polizeipuppenbühnenbus gesponsert. Der stand auf dem Parkplatz alte Post und die Beamten um Guido Asmuth boten im Bus den Kindern das lehrreiche Puppenspiel „Ein Besuch im Zoo“. Der herzliche Dank von Rolf Plewa galt der Kreissparkasse Remagen, die durch Gabi Mendel vertreten war.

Der weitere Verlauf des Jubiläums fand dann am Abend in der Kulturwerkstatt statt, wo sich dann weit über 100 Gäste nur so knubbelten. Die Gruppe A-Capella OW“ um Jürgen Heno begeisterte da ebenso das große Publikum wie die Hausband Metropolitans um Kiki Schumacher und die Band „Kozmik Blue“. Bis weit nach Mitternacht wurde musiziert, gesungen und gefeiert vom Feinsten.

die Kreissparkasse Ahrweiler sponserte die Jubiläumsveranstaltung mit der Polizeipuppenbühne im neuen polizeipuppenbühnenbus. -ab-
Landrat Dr. Jürgen Pföhler mit fördervereins-vorsitzendem Rolf Plewa und Ortsvorsteher Walter Köbbing vor der historischen Stadtmauer.

Landrat Dr. Jürgen Pföhler mit fördervereins-vorsitzendem Rolf Plewa und Ortsvorsteher Walter Köbbing vor der historischen Stadtmauer.

Die Theatergruppe, hier Kevin Kurth und Vanessa passe, begeisterten mit Sketchen.
Jubiläum einer Erfolgsgeschichte

die Kreissparkasse Ahrweiler sponserte die Jubiläumsveranstaltung mit der Polizeipuppenbühne im neuen polizeipuppenbühnenbus. Fotos: -ab-

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