Grundschule St. Martin Remagen
Kochen verbindet - Generationen und Nationen
Grundschüler von Sankt Martin werkeln für Senioren der Curanum-Residenz
Remagen. Sie fühlen sich wohl, die kleinen Köchinnen und Köche, die durch die Küchenzeile der Sankt-Martin-Grundschule wuseln. Mit ihren weißen Kochmützen sind sie eindeutig für den Beruf zu erkennen, an den blau-weißen Schürzen ebenfalls. Am Herd wird gerührt, in der Backform gepinselt und an den Tischen werden die Tomaten und der Mozarellakäse geschnitten. Alles unter den wachsamen Augen von Ernährungswissenschaftlerin Sandra Stoß, mit der die Kinder natürlich gemeinsam die Speisenfolge ausgesucht haben. Mit wahrem Eifer sind die knapp ein Dutzend Kinder aus mehreren Nationen dabei, um internationale Köstlichkeiten für die Senioren her zu richten. Die freuen sich auf die Begegnung, ist es doch sicherlich eine wunderschöne Abwechslung im schon erlebnisreichen Tag in der Seniorenresidenz „Curanum“. Einige Senioren sind auch bei den Zubereitungsarbeiten immer dabei. Gisela Dröge, die Leiterin des Heimes hatte gemeinsam mit Anni Turiaux, der Vorsitzenden des Seniorenbeirates den Plan „ausgeheckt“, Kinder und Senioren durch die Kunst des Kochens zusammen zu führen. Bei Grundschulleiterin Anjo Närdemann liefen sie offene Türen ein, beim „Begleitausschuss“ der Stadt Remagen ebenfalls. Denn durch den „Lokalen Aktionsplan“ (LAP) zur Förderung von Toleranz und Integration wird die Aktion gefördert. Senioren und Kindern ein gemeinsames Erlebnis zu gönnen, war dort auf breite Zustimmung gestoßen. So viel Interesse stößt die Organisatoren jetzt auf Probleme. Die Gruppen können natürlich nur in einer gewissen Größe arbeiten, jetzt aber gibt es weitere Kinder und weitere Senioren, die gerne an dem Projekt teilhaben wollen. Doch, der LAP, die Förderung des Bundesfamilienministeriums läuft dieses Jahr aus, und ob die Aktion verlängert wird, ist bislang noch nicht entschieden. Berlin will das Projekt unter anderen Bedingungen fortführen, da sind aber die Kommunen mehr gefordert. Und an dieser Stelle muss noch eine Entscheidung fallen. Die grundsätzliche Bereitschaft hat der Remagener Stadtrat erklärt, doch eine detaillierte Zusage muss noch getroffen werden.
