Köstliche Sitzung im „Wohnzimmer“ des Kinderprinzen Tobias I. Amendt
Heimische Kräfte und spitzenmäßige Stimmung machten die urige Sitzung im proppenvoll besetzten Dorfgemeinschaftshaus aus
Bandorf. Zu einer herrlichen Sitzung hatten am Samstag die Bandorfer Vereine im knubbelig voll besetzten Dorfgemeinschaftshaus eingeladen. Und was die urige Sitzung und die spitzenmäßige Stimmung einfach ausmacht, das sind die heimischen Kräfte, die in die Bütt und auf die Bühne steigen. Da ist jeder gefragt mitzumachen, und Moderator Jürgen Heno mit seiner ausgleichenden, humorvollen und motivierenden Art findet Jahr für Jahr die Akteure für die Sitzung. Und natürlich ist den Auftretenden, der Orden gewiss. In diesem Jahr zeigt der Orden einen Frosch vor einem Brunnen mit dem Spruch, der die Hoffnung der nächsten Jahre beinhaltet „Jedes Johr ne neue Prinz“.
Der Oberwinterer Kinderprinz
Und endlich hat Bandorf mit dem Oberwinterer Kinderprinzen Tobias I. Amendt einen Prinzen, für den das Dorfgemeinschaftshaus „sein Wohnzimmer“ ist. Und so boten die Bürger und Gäste von Bandorf zum Auftakt der Sitzung dem Bandorfer „Prinzen-Jung“ mit seiner Hofstaat-Familie und Freund und Adjudant Miguel Jahn einen stimmungsvollen Einzug in „sein Wohnzimmer“. Natürlich hatte Tobias I., begleitet von den KG Grün-Weiß mit Uli Kostrewa, dem FOK mit Paul Juchem, den Wölle-Möhne um Nicole Kostrewa, den Fährnarren um Harald Pöhler und den Piccolos der Rot-Weißen Funken hier ein absolutes Heimspiel. Und da rockte der junge Regent sein Bandorf, sang „en oosem Veedel“ und „der Stammbaum“ und der gesamte Saal fiel mit ein. Als kleine Piraten tanzten sich die Piccolos in die Herzen der Narren, da blieb beim goldigen Hüftschwung der Jüngsten in der Truppe kein Auge mehr trocken. Und kaum hatte die Prinzenfamilie im Saal Platz genommen, kam mit dem Kinderprinzenpaar aus Lannesdorf der nächste närrische Nachwuchsregent: der Kinderprinz Niklas I. Engel und seine Prinzessin Jannina I. Schmidt, begleitet von Prinzenführerin Petra Oster und der Tanzgarde „Fidelias“ Lannesdorf um Trainerin Andrea Schmidt. Die Garde erfreute mit einem wunderschönen Tanz mit akrobatischen Einlagen, wobei das Mariechen vom Tanzoffizier stets exakt am Deckenbalken vorbeigehoben wurde. Mit Witzen am laufenden Band erfreuten Moritz Heno und Christa Reddin, in diesem Jahr nicht als Enkelchen mit Oma, sondern als Enkel mit Omachen. Superniedlich im Anschluss das Tanzpaar der Wölle-Möhne mit Lea und Pia Pöpping.
"Engelkarriere"
Unter der „Engelkarriere“ verbargen sich Matthias Bullmann und Sven Mertens, der seine „Gesellenprüfung“ als Engel ablegte. Nicht nur mit den Piccolos, sondern auch mit den Unkelbacher „Ladies“ und der Showtanzgruppe kamen die Rot-Weißen Funken Unkelbach mit ihren Trainerinnen Mareike Spahn, Manuela Böhm und Jennifer Bahr. Sie begeisterten nicht nur mit einem wunderschönen Indianer-Tanz, sondern auch mit einem akrobatischen Tanz ums „schnelle Geld“. Der Saal tobte vor Begeisterung. Herzlich empfangen wurde natürlich auch das Wölle-Prinzenpaar, Prinz Benjamin I. Kauert und Prinzessin Michele I. Lébon, mit Hofstaat, bevor sich Frank Gilles, Jürgen Heno, Moritz Heno und Thilo Schreiber, als „A-Capella Oberwinter“ mit umgetexteten bekannten Songs wie Lollypop, Only you oder Manamana die erste Rakete des Abends holten. Die Premiere der vier A-Capella-Sänger war mehr als gelungen. Nicht mehr wegzudenken aus dem Bandelovend sind die Kakofoniker. Was die Kakofoniker mit zwölf Erwachsenen und acht Kindern unter Heike Hermann dann durch das und vor dem Betttuch dem Publikum boten, war einfach klasse. Und hatte man geglaubt, dass das was sie im vergangenen Jahr geboten haben, sei nicht mehr zu toppen, so toppten sie es mit dem „Babysitter-Boogie“ dennoch. Einfach unglaublich. Die Rakete war den Kakofonikern sicher. Eine Stecknadel hätte jeder im Anschluss fallen hören können, so gespannt folgte das Publikum der Büttenrede von Georg Pohlmann als „Ne Wanderer“: eine perfekte Darbietung, die auch zu später Stunde die große Begeisterung des Publikums fand. Einen Supertanz servierte das Tanzpaar der Rot-Weißen Funken, Nina Wiest und Patricia Bock den Narren. Was die beiden jungen Mädels bieten, ist einfach Spitzenklasse, tänzerisch und akrobatisch absolut synchron und mit einem umwerfenden Charme präsentiert.
Der krönende Abschluss
Den wirklich krönenden Abschluss servierten die „Bandominas“, ein Männerballett auf „Thriller“ von Michael Jackson. Ein Männerballett, das nach und nach die Hüllen fallen ließ und zum Schluss unter Schwarzlicht im neonfarbenen Borat-Kostüm an der Stange tanzte. Der Saal tobte. Zum Schluss zogen alle Auftretenden um Moderator Jürgen Heno, der seinen Part wieder mit viel Umsicht und einer angenehmen Zurückhaltung übernommen hatte, die vor allem den Künstlern viel Raum und den Applaus der Jecken zukommen ließ, auf die Bühne, um sich von ihrem Publikum zu verabschieden und sich in selbiges einzureihen. Denn dass dieser tolle Bandelovend noch bis in die Morgenstunden ausgiebig gefeiert wurde, verstand sich von selbst. AB
Die jungen Damen der Rot-Weißen Funken, die Piccolos, begleiten den Kinderprinz bei seinen Auftritten.
