Atemschutzgeräteträger führten ihre Belastungsübung durch
Kompetenzen erfolgreich unter Beweis gestellt
Remagen. Die Einsatzkräfte der Feuerwehreinheit Remagen führten die jährliche Belastungsübung für den Einsatz unter Atemschutz durch.
Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr begeben sich im Einsatz nicht nur häufig in besonders gefährdete Umgebungen – sie sind auch sehr hohen physischen und psychischen Belastungen ausgesetzt. Enorme Hitze, Dunkelheit, ein fremde Umgebung und zusätzlich das Wissen um vermisste Personen, die schnell gefunden und gerettet werden müssen - das sind nur einige Aspekte, mit denen die Feuerwehrleute häufig umgehen müssen. Nur speziell geschulte Einsatzkräfte dürfen nach Bestehen eines umfangreichen Lehrgangs Atemschutzgeräte tragen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass man nach Abschluss des Lehrgangs berechtigt ist, für eine unbegrenzte Zeit als Atemschutzgeräteträger eingesetzt werden zu können.
Um ihre Befähigung für diese Anforderungen nachzuweisen, müssen Feuerwehrangehörige regelmäßig eine arbeitsmedizinische Untersuchung bestehen, an theoretischen und praktischen Unterweisungen teilnehmen und Einsätze und Übungen absolvieren. Einmal pro Jahr muss jeder Atemschutzgeräteträger darüber hinaus auf einer Übungsstrecke körperliche Fitness, Orientierungssinn und Belastungsfähigkeit unter Beweis stellen.
Daher trafen sich die Angehörigen der Einheit Remagen auf der städtischen Übungsstrecke. Dort musste zunächst jede Einsatzkraft in voller Schutzbekleidung Übungen auf drei Sportgeräten bewältigen. Anschließend musste ein teils sehr enger, mehr als 50 Meter langer „Hindernisparcours“ in absoluter Dunkelheit durchquert werden. Neben der Orientierung durch Ertasten des Weges galt es hier auch, auf Hindernisse zu reagieren. Diese konnten mitunter nur überklettert oder auf dem Bauch robbend unterquert werden. Die Zusammenarbeit im Team ist daneben ein weiterer wichtiger Punkt, der trainiert wird. Momentan verfügt die Einheit Remagen über 34 Atemschutzgeräteträger.
