Allgemeine Berichte | 03.11.2014

Sozialraumorientiertes Netzwerk für das Alter (SoNA) brachte erstmalig Multiplikatoren zusammen

„Leben und Älterwerden in Remagen“

Das „Zukunftscafé“ findet am Montag, 17. November, um 17 Uhr statt

Mechthild Haase bei der Präsentation im Rathaus Remagen.  E.T. Müller

Remagen. Zum ersten gemeinsamen Treffen des Sozialraumorientierten Netzwerks für das Alter (SoNA) hatte Mechthild Haase vom Caritasverband ins Rathaus von Remagen geladen: „Es freut mich, dass die Stadt uns diesen Saal zur Verfügung gestellt hat und uns besonders unterstützt.“ Im Vorfeld hatte die Koordinatorin des Netzwerks mit vielen Menschen in Remagen und auch mit den 14 Teilnehmerinnen und Teilnehmerin unterschiedlichster Institutionen und Einrichtungen gesprochen: Curanum, Diakonisches Werk, Evangelische Kirchengemeinde Remagen-Sinzig, Katholische Kirchengemeinde Remagen, Kolping, Krankenhaus Maria Stern, Seniorenbeirat, Sozialstation des Deutschen Roten Kreuzes in Sinzig, Pflegestützpunkt Remagen-Sinzig, Postsportverein Remagen, SKFM - Katholischer Verein für Soziale Dienste und Caritas-Fachzentrum Demenz. Beim Vortrag „Leben und Älterwerden in Remagen“ stellte Haase die Sozialraumanalyse der Kernstadt von Remagen vor und nahm die Nahversorgung durch Geschäfte, medizinische- sowie soziale und ambulante Dienste in den Blick. Präsentiert wurden Daten und Fakten zur demographische Entwicklung, Infrastruktur und Angeboten für Ältere. Lebenswert machen Remagen die gute ärztliche Nahversorgung, das schön gestaltete Stadtbild wie etwa die Rheinanlage, die gute Verkehrsanbindung mit dem barrierefreien Bahnhof und die Vielzahl an kulturellen und sportlichen Angeboten.

Wünsche und Bedürfnisse

Allerdings, so Mechthild Hasse, äußerten die befragten Remagener auch Wünsche und Bedürfnisse. So fehlt in der Innenstadt ein Lebensmittelgeschäft, es gibt kein Schuhgeschäft und auch keinen Laden für Unterwäsche. Auch wünschten sich die Befragten ein schönes Café, ein Kino sowie einen Fahrdienst und einen Besuchsdienst für Ältere. Nach ihrer Meinung bestehe ein Mangel an barrierefreiem Wohnraum und bei fehlenden Nachbarschaftskontakten entstehe Einsamkeit.

Es braucht die Vielfalt

In der anschließenden Diskussion bestätigten die Anwesenden eine Zunahme an komplexen Problemlagen bei älteren Bürgern. Marion Eisler vom Diakonischen Werk: „Die Fallzahlen steigen. Es gibt immer mehr Menschen, die eine Begleitung brauchen.“ Um all diese Probleme lösen zu können, wird die Vernetzung für Menschen im Alter immer wichtiger. Dabei ist es für Katharina Steinich vom Fachzentrum Demenz notwendig, „dass sich die Bürgerinnen und Bürger vor Ort einbringen und gemeinsam nach Lösungen suchen.“ Das Netzwerk muss also von der Expertengruppe in die Bevölkerung hinein ausgespannt werden. Es braucht die Vielfalt unterschiedlichster Gruppen, Personen und Talente, denn nur gemeinsam kann man das Leben und das Älterwerden meistern.

Einladung zum Zukunftscafé

Der Anfang zu einem tragenden Netzwerk ist gemacht. Mechthild Haase bedankte sich bei den Teilnehmenden: „Sie haben Impulse gegeben. Das Gespräch mit Ihnen ist sehr hilfreich. Entscheidend ist es nun im nächsten Schritt, wen wir weiter für das Thema gewinnen können. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich zum Zukunftscafé eingeladen. Dort können sie ihre Ideen einbringen und gemeinsam mithelfen, Remagen zu einer noch lebenswerteren Stadt zu machen, in der man gut älter werden kann.“ Das „Zukunftscafé“ findet am Montag, 17. November, um 17 Uhr im Katholischen Pfarrheim St. Peter und Paul, Kirchstraße 30a, in Remagen statt.

Weitere Infos gibt es bei Mechthild Haase, SoNA – Sozialraumorientierte Netzwerke für das Alter, Tel. (0 26 41) 75 96 60, Email: haase-m@caritas-ahrweiler.de

Mechthild Haase bei der Präsentation im Rathaus Remagen. Foto: E.T. Müller

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