Benefizkonzertes für die Johannes Wasmuth Gesellschaft in Rolandseck
Lieder zum und am Rhein
Rolandseck. „Lieder zum und am Rhein“ war der Titel des Benefizkonzertes für die Johannes Wasmuth Gesellschaft im alten Hotel Rheingold Bellevue in Rolandseck
Die 19 jährige Sopranistin Katharina Liebhardt wurde begleitet von Sybille Wagner am Klavier.
Es erklangen Lieder von Fanny und Felix Mendelssohn, Klara und Robert Schumann, Franz Schubert, Richard Wagner, Johannes Brahms und Antonin Dvorák; aber auch von Johanna Kinkel, einer Komponistin und Frauenrechtlerin des 19. Jahrhunderts aus Bonn.
Die Zuhörer waren fasziniert von der Sangeskunst und darstellerischen Ausdruckskraft dieser blutjungen Sopranistin, die höchst sensibel von Sybille Wagner am Klavier begleitet wurde. Geboren am 2. September 1995 nahm Katharina Liebhardt 2012 ihren ersten Gesangsunterricht bei Bernd Kämpf und sang im Alter von 16 Jahren ihre ersten Soli - Alma Dei Creatoris (Mozart), das ,Gloria‘ aus Mozarts Missa Brevis in f-Dur in der Basilika Prüm und das Pie Jesu aus Faurés Requiem in Neuwied. Nach dem Beitritt zum Bonner Jugendopernchor wirkte sie bei den Produktionen ,Peer Gynt‘ und ,Die arabische Prinzessin‘ als Prinzessin Amirah mit und begann ihren Gesangsunterricht bei Professor Robert Schunk. Zum Anlass des Kulturpolitischen Aschermittwochs 2013 in Bonn trat sie -begleitet von Susanne Kessel- im Kunstmuseum auf. Ende 2013 debütierte sie als Hirtenknabe in Puccinis Oper ,Tosca‘ und sang im Frühjahr 2014 den ersten Knaben in W. A. Mozarts ,Zauberflöte‘ in Bonn. In Pergolesis ,Stabat Mater‘ sang sie solistisch und im Duett mit der Altistin Guardelupe Lazarbal am 06.04.2014 in der Namen-Jesu-Kirche Bonns. Ihre Aufnahmeprüfung der Hochschule für Musik und Tanz Köln absolvierte sie Sommer 2014 erfolgreich und beginnt ab dem 6. Oktober diesen Jahres ihr Gesangsstudium.
Die Dirigentin und Pianistin Sibylle Wagner studierte an der Hochschule für Musik München, ihrer Heimatstadt, Kirchenmusik, Orgel, Cembalo und Dirigieren. Sie vervollkommnete ihre Ausbildung am Mozarteum Salzburg bei Nikolaus Harnoncourt in historischer Aufführungspraxis und Orchesterleitung bei Michael Gielen. Ihre Engagements führten sie an das Landestheater Salzburg, die Städtischen Bühnen Augsburg, das Theater Bonn und die Hamburgische Staatsoper. Ihr Repertoire reicht von den Meisterwerken des Barock über die der Wiener Klassik, die Opern von Verdi und Wagner bis hin zu Uraufführungen zeitgenössischer Bühnenwerke.
Sie leitete das Beethovenorchester Bonn, die Frankfurter Sinfoniker, das Smetana Orchester Prag, das Philharmonische Orchester des Nationaltheaters Constanza. Mit Richard Wagners Fliegendem Holländer debütierte sie an den Städtischen Bühnen Krefeld/ Mönchengladbach. Dem Namensgeber der Gesellschaft, Johannes Wasmuth, dessen Andenken mit Rolandseck untrennbar verbunden ist, ist diese Summer School gewidmet. Die Völkerverständigung lag ihm am Herzen. Als Erster brachte er das Israel Philharmonic Orchestra mit Zubin Mehta und Chaim Taub nach Bonn. Seine Rolandsecker Sommerkurse sind die Grundsteine des Rolandseck-Festivals und der Villa Musica. Er förderte junge Musiktalente aus aller Welt, war ein Freund der Künstler und schuf einen Ort für Künstler. Diesem Geist ist die Wasmuth-Gesellschaft verpflichtet.
