Mit Schunkeln und Tanzen trotzen sie jedem Sturm
Der Himmel riss auf über Oedingen
Oedingen. Da machte der Höhenort seinem Namen aber alle Ehre: Ein kleiner Schneesturm brauste über Oedingen, bereits als zum Sammeln geblasen wurde, am Umzugsfreitag kurz vor 15.11 Uhr. Die Narren rund um die Rheinhöhenfunken mit Chef Rudi Dick kann das nicht schocken, mit schunkeln und tanzen trotzen die Oedinger jedem Sturm. Allen voran Dirk Holstein, der es nicht einfach hatte, die irre große Anzahl an Teilnehmern für einen solch kleinen Ort, an der richtigen Stelle zu positionieren. Und so machte das Funkenkorps aus Heimersheim den Anfang, stimmte die zahlreichen Narren am Straßenrand darauf ein: de Zoch kütt. Eine Vielfalt von Kostümen bewunderte nicht nur der Landtagsabgeordnete Guido Ernst und der langjährige Ortsvorsteher Hans Kossin. Mit „Biss“ kamen die Vampire in ihrem Dracula-Berg, Juppi Dreiling hatte die Oberwinterer FOK-Burg dagegen gesetzt. Natürlich waren die Oedinger Schneefrauen (Familie Väckenstedt/Baumgart) da ganz in ihrem Element, die einen Schneemann suchten. Und da riss der Himmel auf, Sonne sahen die Optimisten am fernen Firmament. Die rund um Oedingen gelegenen Ortschaften Villip, Wachtberg und Birresdorf beteiligen sich mit Mann und Maus und viel Getöse an dem närrischen Spektakel, das gleich zweimal an der Gertrudiskirche vorbeiläuft. Ein prächtiges Bild boten die Oedinger kleinen und großen Schlümpfe sowie die rot behüteten Giftpilze der Elferratsfrauen. Da freuen sich immer die Pressefotografen - in Oedingen ist es immer leicht, fantastische Fußgruppen abzulichten. Riesiger Applaus brandet in Oedingen auf, wenn Standarte, Garden und der Elferrat die Menge passieren. Dank an die „Rheinhöhenfunken“, die das Herz des Oedinger Karnevals sind. Ein Dank galt auch dem Prinzen des Jahres 2007, Marco Leuthe, der kurzfristig aus Krankheitsgründen als Zugkommentator eingesprungen war. AB
