Bürgermeister Herbert Georgi ergab sich kampflos und servierte den Mädels und den närrischen Regenten ein Kölsch-Gedeck
Möhneschar stürmte das Rathaus mit Schirm, Charme und Spitzebötzje
Remagen. Mit Schirm, Charme und Spitzebötzje eroberte am Weiberdonnerstag die holde Möhnenschar um Obermöhn Ingrid Efferz das Rathaus. Mit jeder Menge Stimmung stürmten der Möhnen-Elferrat, die Nachtjacken, die Stippeföttche, die Top 7, die Gruppe Marlene und die Höppe-Mötzjer das Rathaus. Der herzliche Gruß von Obermöhn Ingrid Efferz galt auch den „Montagsmöhnen“, die aus dem Fenster von Gertrud Wagner das närrische Treiben beobachteten. Begleitet wurde die holde Weiblichkeit von einer ganzen Reihe von Formationen. Ob die KG Narrenzunft mit Elferrat, die Stadtsoldaten oder die Prinzengarde, die aktiven Karnevalisten, und selbstverständlich auch das Remagener Prinzenpaar, sowie der Kinderprinz und die Jungfrau aus dem Kinderdreigestirn, ließen sich das Spektakel nicht entgehen und wurden allesamt von Obermöhn Ingrid Efferz herzlich begrüßt. Bürgermeister Herbert Georgi ließ sich, ebenso wie bei der Schlüsselübergabe in der Rheinhalle, nicht lange bitten und überreichte der Obermöhn seinen Obolus. Die letzten Kröten habe er zusammengekratzt, um sie den Möhnen zu schenken. Dabei hatte er allerdings noch etwas: das Kölsch-Gedeck für den närrischen Regenten und den Hofstaat sowie für die Möhnen. Dahinter verbargen sich Rhagava, Kölsch und Mett- sowie Käsebrötchen zur Stärkung. „Eigentlich wollte ich ja nach der Schlüsselübergabe in der Rheinhalle in Kur fahren, aber der Prinz hat sich noch nicht im Rathaus sehen lassen“, unterstrich Georgi seinen Urlaubs- oder Kurbedarf. Ingrid Efferz überreichte dem Stadtchef im Gegenzug eine Packung Mars. Die bringe verbrauchte Energie sofort zurück. Ihre Rede ans närrische Volk richtete auch Prinzessin Gabriele II., ebenso wie die Jungfrau Jan(a) aus dem Kinderdreigestirn. Beide machten sie ihre Sache prima und die Männer hatten am Weiberdonnerstag wirklich gar nichts zu sagen. Als Fähndelschwenkerin legte sich zum ersten Mal Linda Jäger voll ins Zeug. Sie überstand ihre Premiere bestens. Die Stippeföttche begeisterten im Anschluss mit ihrem Stippeföttche-Tanz. Für den zweiten Durchlauf fischten sie sich die übrig gebliebenen Männer von der Rathaustreppe. Eine ganze Reihe derer aus dem vermeintlich starken Geschlecht hatte zuvor, wohl wissend, was auf sie zukommt, die Flucht ins Rathaus ergriffen. Auch Dechant Dr. Johannes Meyer wünschte der Narrenschar noch einen wunderschönen Prunkzug am Sonntag und den Mädels einen herrlichen Möhnennachmittag. Angesichts der kühlen Temperaturen machten sich die Mädels dann rasch mit Pauke und Quetschkommod auf zum Umzug in die Kreissparkasse, wo auch ein Umtrunk und ein kleiner Imbiss zur Stärkung bereitstanden.
AB
