Masterstudenten der TU Kaiserslautern erarbeiten Vorschläge für die weitere Profilierung als „Stadt der Kunst“
Neue Impulse für die Kunst und Kreativwirtschaft in Remagen
Remagen. Im Rahmen eines von der Stadt Remagen initiierten und finanziell unterstützten Studienprojekts hat die Technische Universität Kaiserslautern untersucht, mit welchen Maßnahmen und Projekten sich Remagen weiter als Standort der Kunst- und Kreativwirtschaft profilieren kann. Dabei wurde - so Prof. Dr. Holger Schmidt vom Fachgebiet Stadtumbau + Ortserneuerung der TU - besonderer Wert darauf gelegt, die in Remagen vorhandenen Einrichtungen und Akteure der Kunst und Kreativwirtschaft von Beginn an als sogenannte „Kreativexperten“ in die Konzeptbearbeitung einzubinden. Inmitten der besonderen Atmosphäre der Galerie Rosemarie Bassi stellten die sechs am Projekt beteiligten Masterstudenten die Ergebnisse ihrer dreimonatigen Untersuchungen und Überlegungen vor. Die hohe Zahl an Galerien in Remagen war, so die Studierenden, in den letzten Jahren ein wichtiges Rückgrat der positiven Entwicklung. Auch hat Remagen als „Stadt der Kunst“ im regionalen und auch überregionalen Vergleich ein sehr eindeutiges Alleinstellungsmerkmal aufzuweisen. Mit zwölf Galerien und rund 80 hier lebenden oder arbeitenden Künstlern habe die Stadt eine der „höchsten Galerien- und Künstlerdichte Deutschlands“. Dieses Image müsse aber noch weiter gestärkt und auf ein breiteres Fundament gestellt werden. So sollte nach Meinung der angehenden Stadtplaner der Schwerpunkt nicht nur auf der bildenden Kunst liegen. Auch anderen kreativen Branchen wie beispielsweise Architektur, Musik, Mediendesign oder Softwareentwicklung müsse die Stadt Räume bieten, um ihr Profil als kreative Stadt zu stärken. Das ehemalige Areal des Verkehrsverlags würde nach Ansicht der Studierenden aus planerischer Sicht den idealen Standort für ein neues Kreativzentrum für Existenzgründer oder andere kleine Unternehmen darstellen. Auch die Identifikation der Remagener Bevölkerung mit dem Thema „Kunst“ sollte weiter ausgebaut werden, indem zum Beispiel mehr Kunst im öffentlichen Raum installiert wird. Eine „Skulpturenschleife“ von der Rheinpromenade bis ins Historische Dreieck könnte die Innenstadt besser mit dem Rhein und dem „Skulpturenufer“ verbinden. Durch die stärkere Nutzung des Internets oder von sozialen Netzwerken wie Facebook könnten zusätzliche Zielgruppen erreicht werden, in Remagen selbst und auch im überregionalen Umfeld. Nach der Präsentation nutzten die fast 50 anwesenden Vertreter aus Kunst, Kreativwirtschaft und Politik noch lange die Chance zur Diskussion mit den Studierenden und ihren Betreuern der TU Kaiserslautern und der Stadt Remagen. Wirtschaftsförderer Marc Bors freute sich über das große Interesse und die hohe Bereitschaft aller Projektbeteiligten an einer weiteren Entwicklung Remagens als Stadt der Kunst und Kreativwirtschaft. Die Ergebnisse des Masterstudienprojektes werden nun dokumentiert und dann in die weiteren politischen Diskussionen von Stadt- und Ortsbeiräten einfließen.
Intensiv beschäftigten sich die Studenten mit dem, was Remagen zu bieten hat.
