Allgemeine Berichte | 07.11.2015, 12:57 Uhr

Eifelverein Remagen

Neun Dörfer - "spurlos verschwunden"

Von der hölzernen Aussichtsplattform waren im Novembernebel nur drei der versprochenen zwölf zu sehen. privat
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Remagen. Ausgangspunkt des Rundwanderweges Dörferblick ist die Pfarrkirche St. Wendelin in Kirmutscheid, wahrhaft ein kostbares Kleinod unter allen Dorfkirchen der Eifel. Sie stammt aus dem 13. Jahrhundert. Allein schon das Kreuzrippengewölbe der Decke ist ein Meisterwerk mittelalterlicher Steinmetzkunst. Derzeit nicht auffindbar war für die Remagener Eifelfreunde das kulturhistorisch wertvolle Kümmerniskreuz mit der sagenumwobenen, barttragenden Wilgefortis. 1583 wurde sie sogar in das Verzeichnis der Heiligen aufgenommen, inzwischen aber längst wieder daraus entfernt. Zwölf Eifeldörfer soll man von einer hölzernen Aussichtsplattform vor Pomster überblicken können. Aber jetzt im Herbst, bei typischem Eifelwetter, waren es an diesem Tag gerade drei, die restlichen neun blieben im nebligen Dunst ebenso verborgen wie in der Ferne Aremberg, Nürburg und Hohe Acht.

Einmaliges Naturschauspiel

Doch auch in der Nähe gab es genug zu bestaunen, zum Beispiel ein gewaltiger, schräg stehender Birnbaum mit unglaublich dickem Stamm fast in Tuchfühlung mit einem verträumten Fachwerkhäuschen in Pomster. Und in der Talaue des Wenigbaches standen die Wanderer staunend vor einem geradezu einmaligen Naturschauspiel: 25 große Ameisenhaufen am Waldrand, wie Perlen auf einer riesigen Schnur aneinandergereiht, jeder nur wenige Schritte vom nächsten entfernt. Keiner der Teilnehmer hatte Ähnliches je gesehen oder auch nur für möglich gehalten. Grunzend kam hinter Barweiler ein Wildschwein auf die Wanderer zugeschossen. Aber ein Elektrozaun in seinem Gehege hinderte es vor allzu viel Kontaktaufnahme. Welches Schicksal ihm wohl bevorsteht? Schon bald tauchte jenseits des Tales schon wieder die markante Silhouette der Kirche von Kirmutscheid mit ihrem spitzen Turm auf und überraschend schnell waren die 14 Kilometer dieses abwechslungsreichen Rundwanderweges zurückgelegt.

Von der hölzernen Aussichtsplattform waren im Novembernebel nur drei der versprochenen zwölf zu sehen. Foto: privat

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