Weihnachtsstimmung zum Abrocken in der „Kulturwerkstatt“
Polka-PoyZ „goes“ erneut „Christmas“
Remagen. „Bevor Sie beim Hören das Polka-Fieber packt, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker“, mit diesem Spruch warben die „Polka-PoyZ“ in der Vergangenheit für sich. In diesem Jahr traf der Spruch nicht nur gleich zweimal zu, der eine oder andere Arzt und Apotheker hatte sich auch unter die Besucherschar gemischt.
Die Post ging da zum vierten Mal so richtig ab bei „Polka-PoyZ goes Christmas“ in der „Kulturwerkstatt“. Gut, die naturgegebene Nervosität von Frontman Ralf Alex legte sich schnell, als das Publikum schon bei den ersten Musikteilen der Band an zu toben fing. Sowohl Band wie Publikum machten bei beiden Teilen der Show von ihrem Heimrecht Gebrauch und fühlten sich pudelwohl. In mehreren Teilen zerlegt, fetzten die „Polka-PoyZ“ nur so durch die Musikgeschichte, vergaßen dabei aber nicht den stimmungsvollen Teil. Allerdings bekommen die guten alten Volkslieder wie „Stille Nacht, heilige Nacht“ oder „Ihr Kinderlein kommet“, bei Ihnen eine völlig andere Bedeutung. Da kann schon mal das fast das Saaldach „flöten“ gehen.
Gut, „Lasst uns froh und munter sein“, versteht das Publikum sehr gerne als Aufforderung und „Halleluja“ in mehreren Varianten, vortrefflich von Ralf Alex vorgetragen, das hätte einem Pfarrer alle Ehre gemacht, da sang der Saal. Das Publikum schien schier aus dem „Knusperhäuschen“ zu sein und durfte immer wieder mitsingen. Und dann wieder abrocken. Da wechselt der Rhythmus so schnell wie die Bässe an Ralfs Akkordeon, da arbeitet Dirk Meyer an den Drums, dass das Publikum nicht anders kann, als die „Hände zum Himmel“ schmeißen.
Da wird es aber wieder besinnlich, wenn die „Hörner“ erklingen. Denn schließlich hat sich die Band mit Bassist Archie Grams und Gitarrist Martin Beck extra für „goes Christmas“ noch mit Andreas Wetzlar und Wolfgang Schäfer um Posaune und Sax verstärkt.
Und was das Sax an Soli leistete, da nahm der Applaus aber kein Ende.
Da kam die Band aber so schnell nicht von der Bühne - nichts mit verbeugen und gehen, Zugabe um Zugabe heißt es da für die „Polka-PoyZ“. Und „Oh du Fröhliche“ bekam an den zwei Abenden auch eine wunderbare Bedeutung, denn wenn alle Menschen so nett und herzlich durch die Weihnachtszeit kommen, wie bei dem Besuch der Konzerte der „Polkas“, dann war es eine gute Zeit und man kann sich auf das nächste Jahr mit den „Polka-PoyZ“ freuen.
Die Nervosität des Frontman Ralf Alex legte sich bei dem begeisterten Publikum schnell.
