Städt. Bewegungskindertagesstätte St. Anna
Probe-Gips in der Notaufnahme
Remagen. „Rot oder blau?“ Aliena überlegte nicht lange: „Rot natürlich!“ Obwohl ein Probe-Gips in Rosa noch viel schöner wäre. Aliena gehört zu einer Gruppe von 18 Kindern der städt. Bewegungskindertagesstätte St. Anna in Remagen, die vor Kurzem das Krankenhaus Maria Stern im Rahmen eines Projektes besucht haben. Das Ziel des Besuchs war, den Kindern die Angst vorm Krankenhaus zu nehmen und einen Einblick in den Tagesablauf der verschiedenen Stationen zu verschaffen.
Aus diesem Grund durften die Kinder überall dorthin, wo sie selber als Patienten hinkommen könnten. Im Vorfeld wurde der Krankenhausbesuch im Kindergarten vorbereitet. Die Themen wie „Mein Körper“, „Was hält mich fit? Was macht mich schlapp?“, „Unfall“, „Arztbesuch“ und „Krankenhaus“ wurden spielerisch erarbeitet. Das Programm der Führung im Krankenhaus war sehr umfangreich. Los ging es in der Chirurgischen Ambulanz.
Das Angebot der Krankenschwestern, sich ein Finger oder Arm eingipsen zu lassen, wurde von den Kindern mit Begeisterung angenommen. Simultan mit verschiedenen Verbänden versorgt nahmen die Kinder ein EKG-Gerät genau unter die Lupe und ließen es sich nicht entgehen, von den Saugnäpfen des EKG-Geräts „geküsst zu werden“. Gleichzeitig konnten die Kinder beobachten, wie das eigene Herz schlägt. Auch das Aufwachzimmer in der Chirurgie konnte an diesem Tag besichtigt werden. Gespannt und höchst interessiert hörten die Kinder den Erklärungen der beiden OP-Schwestern zu.
Bereitwillig legten die Kinder sich die Mundschutzmasken und OP-Hauben an. So merkten sie, dass unter den Masken ganz normale und nette Menschen stecken.
Auf einem Krankenbett entdeckten die Kinder ein Kuscheltier, einen kleinen Elefanten, der am Rüssel „operiert“ wurde. Neugierig untersuchten die Kinder den kleinen Elefanten, stellten viele Fragen zum „Krankheitsbild“ und erzählten lebhaft über eigene Verletzungen und Krankenhausaufenthalte. Im Gymnastikraum konnten die Kinder hautnah erleben, wie der eigene Körper funktioniert und was getan wird, wenn etwas mal nicht in Ordnung ist, z.B. nach einem Arm- oder Beinbruch. Mit viel Krafteinsatz trainierten sie auf einem Ergometer oder liefen einige Meter auf einem Laufband. Die Kinder erlebten das Krankenhaus als Ort zum Mitmachen und hatten ausreichend Raum für Spaß. Manchen Kindern wurde dadurch die Angst vorm Krankenhaus und den Ärzten genommen.
Mit einem großen Lob für die freundliche Betreuung und die aufregenden Stunden auf verschiedenen Stationen verabschiedeten sich die Kinder von Frau Adorf, die sich während des Besuches um die Kinder gekümmert hat. Sicherlich bleibt dieser Besuch bei den Kindern noch lange in Erinnerung.
