51. Bandorfer Wiesenfest mit 110-jährigem Bestehen des Sankt Josefs-Vereins war ein voller Erfolg
Reiner Odenthal wurde Wiesenfestmeister
Bei der Jugend konnte Tobias Amendt als Wiesenfestmeister gefeiert werden
Bandorf. Zu einem Fest für Jung und Alt, mit jeder Menge Spaß, mit Unterhaltung und kulinarischen Genüssen in Hülle und Fülle wurde wieder einmal das Bandorfer Wiesenfest, inzwischen die 51. Auflage, veranstaltet von dem Bandorfer Sankt-Josefs-Verein um Geschäftsführer Reiner Odenthal. In diesem Jahr galt es für den Sankt Josefs-Verein, das Wiesenfest als Glanzpunkt im Jahr des 110-jährigen Bestehens zu feiern. Sport, Spiel, Spaß, die Geselligkeit untereinander und das tolle Zusammenspiel zwischen Jung und Alt zeichnen das Fest in und um das Bandorfer Dorfgemeinschaftshaus schon traditionell aus. Und das gelang auch wieder in diesem Jahr.
Wiesenfestmeisterschaft
Eröffnet wurde das Wiesenfest am Samstagabend. Highlight war natürlich die Wiesenfestmeisterschaft mit ihren traditionellen Spielen. Zwölf Teilnehmer kämpften um den Sieg. Drei Spiele wurden ausgetragen. Beim Huckepacklaufen mussten jeweils zwei Personen gemeinsam einen Parcours Rücken an Rücken durchlaufen, der eine vorwärts, der andere rückwärts. Das zweite Spiel war ein Kistenlauf. Dabei stand der Spieler auf einer Kiste und musste auf die nächste Kiste gehen, ohne den Boden zu berühren. Nun musste er die frei gewordene Kiste greifen, diese vor sich stellen und so weiter. Das dritte Spiel war das Schwammwerfen. Ein mit Wasser gefüllter Schwamm wurde immer wieder zwischen zwei Spielern hin und her geworfen und in einen Maßbecher ausgedrückt. Die Spieler, die als erste den Maßbecher gefüllt hatten, gewonnen. Nicht nur die Akteure, auch das Publikum hatte bei den Wiesenfestmeisterschaften eine Menge Spaß.
Als Wiesenfestmeister ausgiebig gefeiert wurde zum guten Schluss Reiner Odenthal. Den zweiten Platz hatte sich Karl-Heinz Gieraths geholt und den dritten Ulrich Meyer-Dörpinghaus. Bei der Jugend, die am Sonntagnachmittag ihre Wiesenfestmeisterschaft austrugen, siegte Tobias Amendt. Dort hatte es ebenfalls den Kistenlauf und dann das Transportieren eines Softballs mittels zwei Stangen gegeben.
Weiteres Programm am Samstagabend war die Disco im Dorfgemeinschaftshaus mit DJ Stefan, der Partymusik auflegte und gekonnt auch auf die Publikumswünsche ausging. Wunderbare Ergänzung zum Wiesenfestprogramm war die siebte Auflage der Bandorfer Bierbörse, die dank Thomas Nuhn goldgelben Gerstensaft aus der ganzen Welt offerierte.
Festzug am Sonntag
Auftakt zum Festsonntag war am Morgen ein Festzug des Sankt Josefs-Vereins gemeinsam mit der Bürgerschaft und dem Musikverein Rheinhöhe Karbach. Am Ehrenmal wurde im Gedenken an die Verstorbenen ein Kranz niedergelegt, bevor es zum Dorfgemeinschaftshaus zurückging, wo eine Heilige Messe anstand. Voll besetzt präsentierte sich das DGH zur Messe, die vom Bandorfer Jung, Pfarrer Ralf Schmitz, Ehrenmitglied des Sankt Josefs-Vereins, und dem Oberwinterer Pfarrer Frank Klupsch gemeinsam zelebriert wurde. Klupsch freute sich, dass auch zahlreiche Gläubige aus Unkelbach und Oedingen zur Heiligen Messe nach Bandorf gekommen waren. Ralf Schmitz, Pfarrer in Trier, in der Heimat von Frank Klupsch, freute sich, zahlreiche Freunde wiederzusehen. Besonders ansprechend war die Heilige Messe durch die musikalische Begleitung des rund 40-köpfigen Orchesters aus Rheinhöhe Karbach unter der Leitung von Hans-Joachim Schäfer und die gesangliche Begleitung des Kirchenchores unter der Leitung von Hajo Braun.
110 Mitglieder sind das Ziel
Der besondere Gruß des Vorstands des Sankt Josefs-Vereins mit Sandra Brieske, Matthias Bullmann, Reiner Odenthal, Axel Schmitz, Reiner Herrmann, Heinz Klein, Erich Odenthal, Sven Mertens, Peter Bühler und Andreas Klein galt den vielen Gästen, unter ihnen auch Ortsvorsteher Norbert Matthias, einige Ehrenmitglieder und Ehrenvorsitzender Rudolf Ölschläger. Zu den Ehrenmitgliedern gehören neben Ralf Schmitz Georg Auel, Anton Beer und Hans Kessel. Wie der Vorstand am Rande erzählte, hat der Verein derzeit 95 Mitglieder. Ziel sei es, im Jahr des 110-jährigen Bestehens 110 Mitglieder zählen zu können.
Im Anschluss an die Heilige Messe war der Frühschoppen eröffnet und die Musiker aus dem Hunsrück sorgten mit zünftiger Blasmusik für eine ausgezeichnete Untermalung des lebendigen Treibens in und um das Dorfgemeinschaftshaus. Natürlich hatte die Küche wieder ihre Pforten geöffnet, sodass der Herd zu Hause getrost kalt bleiben konnte. Das Küchenteam mit Gabi Klein, Andrea Schäfer, Christa Miksche, Monika Bühler, Regina Dreistadt, Erna Kniel, Anja Meier, Sandra Brieske, Heike Herrmann, Ute Nuhn, Kathrin Nuhn, Magret Loeffen und Tanja Gemein servierte wieder herrliche Leckereien. Da mundete das Schnibbelchen im Brötchen und der Spießbraten mit Krautsalat ebenso wie die erstmals wieder angebotenen Reibekuchen mit Apfelkompott aus eigener Herstellung. Und natürlich fehlten auch nicht die heiß geliebte Currywurst mit goldgelben Kartoffelstäbchen. Und kaum war der Ansturm in der Küche etwas ruhiger, da eröffneten die Damen am Nachmittag „Jupp´s Café“ im DGH und auch die Eistheke war wieder gut befüllt. So war wirklich für jeden etwas an kulinarischen Köstlichkeiten dabei. Für die Kinder gab es dann noch zur besten Unterhaltung einige Spiele. Ob Darten, der heiße Draht, das Kinderschminken, die Wiesenfestmeisterschaften oder einfach das Herumtollen und Ballspielen auf der Wiese, während der Nachwuchs sich bestens amüsierte, genossen die Erwachsenen die geselligen Runden untereinander. Bleibt dem Sankt Josefs-Verein nur noch zu wünschen, dass er das Ziel von 110 Mitgliedern in seinem 110jährigen Bestehensjahr auch erreicht.
Musikalische Untermalung durch den Kirchenchor.
