Ehrennadel für Rolf Plewa
Rolf Plewa wurde mit der Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet
Rolf Plewa besticht mit außergewöhnlichem Engagement in sozialen, kulturellen und politischen Bereichen
Remagen. „Die Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz ist Zeichen der Anerkennung und Würdigung. Sie kann nach den Statuten nur verliehen werden, wenn langjährige und besondere Verdienste um die Gesellschaft und die Mitmenschen vorliegen. Dies kann bei Ihnen, sehr geehrter Rolf Plewa, ohne Einschränkung bejaht werden“, betonte Staatssekretärin Beate Reich bei der Ordensfeier für Rolf Plewa im Ratssaal der Stadtverwaltung Remagen.
Die Begrüßung im Sitzungssaal oblag Bürgermeister Herbert Georgi. Sein Gruß galt neben Staatssekretärin Beate Reich, Landtagsabgeordnetem Guido Ernst und dem Kreisbeigeordneten Friedhelm Münch vor allem Rolf Plewa, seiner Familie und seinen engsten langjährigen Weggefährten. Herbert Georgi betonte, dass „wir in bewegten Zeiten leben, in Zeiten, in denen sich die Menschen mehr oder weniger bewegen.“ Es gebe Vereine, die sich ehrenamtlich am Allgemeinwohl beteiligen, nicht organisierte Gruppen und Einzelne, die sich ehrenamtlich beteiligen. Es gebe aber auch manche Perlen, die sich in Vereinen und nicht organisierten Gruppen engagieren. „Zu solchen Perlen gehört vor allem Rolf Plewa.“ Neben seinem großen Engagement sei das Schönste vor allem sein Humor. So manche dröge städtische Ausschusssitzung sei dadurch erheblich erträglicher geworden. „Ich bin heute sehr gerne dabei und gratuliere dir mit ganzem Herzen“, so Herbert Georgi.
Beate Reich zeigte sich bei Herbert Georgi für die Begrüßung und für den Vorschlag an die Staatskanzlei, Rolf Plewa mit der Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz auszuzeichnen erkenntlich.
Ein Leben im Dienste des Allgemeinwohls
Beate Reich lobte Rolf Plewa zudem für sein außerordentliches Engagement in der Kommunalpolitik, beim Partnerschaftsausschuss der Stadt Remagen, bei der Renovierung des Alten Jugendheims und dem Schaffen der Kulturwerkstatt und der Gestaltung des Historischen Dreiecks. „Wir alle wissen, dass ein Engagement nicht nur Ehre, Ansehen und Freude mit sich bringt. Hin und wieder erlebt man auch Enttäuschung und Undank oder man sieht sich übergroßen Erwartungen ausgesetzt. Hinzu kommt der hohe zeitliche Einsatz, den derjenige erbringen muss, der sich ehrenamtlich engagiert. Sie haben sich allen Widrigkeiten gestellt und dafür gebührt ihnen unser aller Respekt“, so Beate Reich.
Sie betonte, dass sich auch im gerichtlichen Bereich rund 6000 Bürgerinnen und Bürger als ehrenamtliche Richterinnen und Richter beziehungsweise als Schöffinnen oder Schöffen betätigen. Rund 350 Personen aus Rheinland-Pfalz engagieren sich als Schiedspersonen, 60 als Anstaltsbeiräte, sowie rund 300 Personen als Vollzugshelfer. „Und auch das passt zu Rolf Plewa. 14 Jahre lang war er in Bonn als ehrenamtlicher Richter am Arbeitsgericht tätig und seit 2009 ist er Schöffe am Landgericht in Koblenz. Wer auf ihr ganzes kulturelles, soziales und politisches Engagement schaut, kann nur über diese Energie staunen. Wir danken ihnen sehr“, betonte Beate Reich, die im Anschluss die Ehrennadel des Landes überreichte. Im Namen des Kreises überreichte Kreisbeigeordneter Friedhelm Münch die Ehrenurkunde des Kreises Ahrweiler nebst Präsent. Auch Landtagsabgeordneter Guido Ernst gratulierte. Rolf Plewa freute sich von Herzen, besonders darüber, dass Bürgermeister Herbert Georgi ihn für diese besondere Ehrung vorgeschlagen habe.
Rolf Plewa wurde 1946 in Bonn geboren und hat den Beruf des Fotografen erlernt. Er studierte an der Sozialakademie Dortmund und war über zig Jahre Redakteur beim Bonner Generalanzeiger. Er war Mitbegründer von ver.di Bonn, lange Zeit Vorsitzender der IG Medien. Seit über 35 Jahren lebt er in Remagen. 1979 wurde er das erste Mal in den Remagener Stadtrat gewählt. Seit 1999 gehört er ohne Unterbrechung dem Stadtrat an. In seiner Funktion als Stadtratsmitglied hat er im Laufe der Jahre vielen Ausschüssen angehört und sich in verschiedenen Bereichen eingebracht.
Neben seinem kommunalpolitischen Engagement hat er sich auch im kulturellen Bereich für die Stadt Remagen eingesetzt. Über viele Jahrzehnte hat er als Mitglied des Partnerschaftsausschusses die Freundschaft mit Maisons-Laffitte begleitet und gefördert. Ganz außerordentlich ist auch sein Einsatz für das Alte Jugendheim in Remagen. Seit der Gründung des Fördervereins im Jahre 2004 ist er dessen Vorsitzender. Das alte Jugendheim mit neuem Namen Kulturwerkstatt ist wieder zum kulturellen Mittelpunkt der Stadt geworden. Rolf Plewa ist auch Mitinitiator des Historischen Dreiecks in Remagen sowie Vorstandsmitglied des Caracciola-Clubs in Remagen.
