Eifelverein Remagen
Schmetterlinge, die Form und Farbe ändern
Remagen. Der Traumpfad Bergheidenweg liegt etwa zwischen Kempenich und Hoher Acht. Mit etwas mehr als zehn Kilometer gilt er als leicht, trotz einigem Auf und Ab. Mehrfach werden Wacholdergebiete durchquert, deren einzigartiger Duft sich mit demjenigen knorriger Kiefern mischt, insbesondere an heißen Sommertagen. 32°C sollten es in Remagen laut Wetterbericht werden und wegen hoher Luftfeuchtigkeit sich anfühlen wie 39°C. Wer sich davon abschrecken ließ, hat was versäumt. Denn auf diesen Eifelhöhen oberhalb von 500 Meter war es mit 23°C zwar warm, aber es wehte ein angenehmer Wind.
Südliches Flair
In der Wegbeschreibung wird ganz zu Recht das südliche Flair dieses Bergheidenweges gerühmt und die herrlichen Wege entlang Nette und Selbach. Aber unten im Talbereich kam eine nirgends angekündigte Überraschung hinzu.
Kaisermantel und Landkärtchen
Plötzlich flatterten viele bunte, seltene Schmetterlinge um die Wanderer, darunter der knallorangefarbene Kaisermantel und das Landkärtchen. Nach gutem Zureden ließen sich manche von ihnen auch geduldig fotografieren. Beide Arten gehören zur Familie der Edelfalter.
Das Landkärtchen war 2007 schon einmal Schmetterling des Jahres und hat seinen Namen von den Linien, die sich wie Längen- und Breitengrade über seine Flügel ziehen. Es weist eine kuriose Besonderheit auf, die lange Zeit unentdeckt blieb. Scheint im Frühjahr die Sonne noch kurz, entwickelt sich aus den Larven die gelb/braun/rote Frühjahrsform des Schmetterlings. Scheint sie im Sommer länger, werden aus den Larven die größeren schwarz/weißen Exemplare. Da auch die Zeichnung ganz unterschiedlich ist, kam selbst der berühmte Naturforscher Linné nicht dahinter, dass es sich hier um ein und dieselbe Art handelt.
Einkehr
Zum Wandern durch die Wacholdergebiete gehört natürlich eine Einkehr in der Wabelsberger Wacholderhütte. Dieser Pflicht kamen auch die Wanderer des Eifelvereins Remagen gerne nach. Denn durstig vom Wandern in praller Sonne waren sie doch.
