Allgemeine Berichte | 30.03.2015, 14:56 Uhr

Sechste Auflage von Moshpit on Fire im Sinziger Jugendzentrum HoT

Schroffe Sounds schüttelten den Winter aus den Knochen

Eternal Story und Co. sorgten mit eingängigen Songs und Nähe zum Publikum für Frühlingsgefühle

Voller Fokus auf die Musik. Hier vorgelebt von „Drop to another World“.NHE
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Sinzig. Dass es nicht immer ganz leicht ist, ein neues musikalisches Event zu etablieren, beweisen dieser Tage die schleppend anlaufenden Verkaufszahlen des „Grüne Hölle Rock“-Festivals am Ring. Nun sind die Verantwortlichen weit davon entfernt, den Vergleich mit Veranstaltungen dieser Größenordnung zu suchen, dennoch bleibt festzuhalten: "Moshpit on Fire" hat sich festgesetzt im Veranstaltungskalender von Liebhabern der Hardcore-Musik, und das aus gutem Grund. Auch bei der sechsten Runde blieben die Ausrichter von „Daily Regression“ ihrem Credo treu: Aufstrebende Bands aus der Region gepaart mit einem Headliner, der sich sehen lassen kann. Nicht nur beim Showkonzept, auch bei den Sponsorpartnern wurde auf Altbewährtes gesetzt. So waren es auch diesmal wieder Tommusic, die KSK Jugendstiftung, das Druckhaus Münster und das Autohaus Langen, die den Rahmen für einen gelungenen Abend stellten.

„Aus den Tiefen der Eifel“

Den Anfang machte dann auch gleich einer dieser regionalen Newcomer. „Aus den Tiefen der Eifel“, wie die Musiker aus Daun selbst sagen, schickten sie sich an, dem Publikum gleich eine gelungene Kostprobe zu geben von dem, was da in Zukunft noch auf sie zukommen wird. Dabei zeigten die Jungs von „Drop to another World“ nicht nur ansprechende Riffs, Shouts und Breakdowns, sondern auch sehr viel nackte Haut. Ein paar anerkennende Worte wurde die Eifelband dann auch noch los. Diese nahm David Lam stellvertretend für das Organisationsteam von „Daily Regression“ auf der Bühne bereitwillig entgegen.

Fünf Jungs - ein Ziel

An zweiter Stelle hieß es dann Augen und Ohren auf für „The Eternal Story“ aus dem Raum Koblenz. Fünf Jungs, die ein Ziel verbindet: mit ihrer Musik so viele Menschen wie möglich zu erreichen und mit ihnen die beste Zeit ihres Lebens zu verbringen. In Sinzig ist ihnen das definitiv gelungen. Hier mischte sich auch schon mal der Frontmann unters moshende Volk, denn Publikumsnähe wurde, wie bei allen anderen Bands auch, groß geschrieben.

Vom Erwachsenwerden

Wie schnell sich ein Publikum vereinnahmen lässt, demonstrierte das Quintett aus dem niedersächsischen Alfeld mit dem schmucken Namen „5FT. High & Rising“ eindrucksvoll. Mit ihrem charismatischen Leadsänger hatten sie schnell die Menge auf ihrer Seite, wussten aber auch musikalisch zu überzeugen. Texte, die die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens facettenreich beleuchten, boten gerade für die jüngeren Gäste Möglichkeit zur Identifikation. Doch auch der eine oder andere etwas betagtere Herr im Publikum demonstrierte, dass Moshpit on Fire keine Exklusivveranstaltung für Jungspunde ist.

„Me in a Million“

Das i-Tüpfelchen war dann der Headliner „Me in a Million“. Aus dem Südwesten Deutschlands brachten sie auch gleich eine Portion internationales Flair in die Räumlichkeiten des Sinziger Jugendzentrums. Denn für die Songs ihres Debütalbums „Still in the Balance“ waren die Musiker um die beiden Sänger Julian Coles und Lukas Conrad über den großen Teich geflogen, um dort gemeinsam mit Star-Produzent Cameron Mizell in Florida das Album einzuspielen. In Sinzig stellte „Me in a Million“ jedenfalls eindrucksvoll unter Beweis, wieso sie als eines der heißesten Versprechen der Szene gelten.

Internationales Format

Alles in allem reiht sich Moshpit on Fire Vol. 6 nahtlos in die Erfolgsgeschichte der Veranstaltungsreihe ein. Acts wie „Me in a Million“ zeigen zudem, dass das Event an Stellenwert gewonnen hat und auch für Bands von mittlerweile internationalem Format eine ansprechende Anlaufstelle ist.

Gaben auf der Bühne ihr letztes Hemd: „Drop to another World“.

Diesen Musikern von „The Eternal Story“ war bestens anzusehen, dass sie Spaß an ihrem Auftritt hatten.

Zu sehen ist der Beitrag am Freitag, 3. April. Reinschauen lohnt sich.

Schroffe Sounds schüttelten den Winter aus den Knochen

Schroffe Sounds schüttelten den Winter aus den Knochen

Schroffe Sounds schüttelten den Winter aus den Knochen

Voller Fokus auf die Musik. Hier vorgelebt von „Drop to another World“. Fotos: NHE

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