Pfarreiengemeinschaft Remagen
Ständchen der Adventsbläser
Remagen. Traditionell wurden die Gottesdienstbesucher nach der Heiligen Messe an „Gaudete“ von den Remagener Adventsbläsern empfangen. Im alten Pfarrhof von St. Peter und Paul erklangen alte und neue Adventslieder, die bereits von der Vorfreude auf das Weihnachtsfest kündeten. Im Pfarrsaal gab es nach dem Ständchen Glühwein und Kakao. Die Messdiener verkauften an einem Stand selbst gebackene Plätzchen. In der Predigt hatte Pfarrer Klupsch die lateinische Bezeichnung für den dritten Advent gedeutet. „Gaudete“ heisse übersetzt: „Freuet euch.“ Das werde in unserer Zeit allerorts mit Gaudi gleichgesetzt: Weihnachtsmärkte, X-Mas-Partys, Weihnachtsfeiern und Weihnachtslieder mitten im Advent. Sie verdrängten die eigentlich stille Vorbereitungszeit auf das Fest der Geburt Jesu. Was man tun solle im Advent und darüber hinaus, beantworte das Tagesevangelium: Wer zwei Gewänder habe, verschenke eines, und wer genug zu essen habe, verfahre ebenso. Nehmen solle man nur so viel, wie einem zustehe. Das seien keine Worte für eine Spaßgesellschaft, die fürchte, dass sie sich angesichts der vielen Flüchtlinge einschränken müsse. Wer den Advent als eine Zeit des Wartens auf die Menschwerdung Gottes begehen möchte, findet in den Gemeinden zahlreiche Angebote der Stille und Besinnung.
