Allgemeine Berichte | 05.01.2016

Eifelverein Remagen

Steinrausch und Basaltriesen

Unterwegs im oberen Brohltal

Zwischen Basaltriesen in Engeln.privat

Remagen. Das Brohltal wird an seinem oberen Ende durch die markante Burgruine Olbrück abgeschlossen. Weiter westlich ist das Land dann nur ganz dünn besiedelt. Dort, um den kleinen Ort Spessart, kommen weit weniger Einwohner auf den Quadratkilometer als am Rhein, wenn auch immer noch mehr als in Sibirien oder in den Weiten Kanadas. Ganz zu Recht wirbt der Ort mit frischer Luft und herrlicher Landschaft. Der Spessarter Hausberg Bockshahn erreicht eine Höhe von stolzen 644 Metern und zählt damit zu den höchsten Erhebungen der Osteifel. Ringsum wimmelt es förmlich von kleinen und kleinsten Vulkankuppen. Die Remagener Eifelfreunde wählten ihren Rundwanderweg im Gegenuhrzeigersinn. So stieg der Weg zunächst etwas an und gab den Blick frei auf die Spitze des Olbrücker Bergfrieds, der neugierig über dem Horizont erschien. Nach einer halben Stunde befand man sich plötzlich im „Erlebniswald Steinrausch“. Steinrausch ist der Name eines kleinen Schlackenvulkans, aus dem vor vielleicht hunderttausend Jahren auch etwas Lava ausfloss. Dort hat die Verbandsgemeinde Brohltal wirklich hübsche und lehrreiche Spiel- und Aufgabenstationen für Kinder errichten lassen. Aus den Informationstafeln können aber auch Erwachsene manches Lehrreiche erfahren. Wer weiß denn schon, wie man das Alter von Bäumen schätzen kann, ohne sie zu fällen, zu zersägen und dann Jahresringe zu zählen? Hier wird es erklärt: Stammumfang von Buche, Eiche, Fichte oder Kiefer in Brusthöhe in Zentimetern messen und durch 2,5 teilen. Eine Buche mit einem Umfang von 100 cm ist also rund 40 Jahre alt. Pappeln allerdings wachsen dreimal schneller. Kempenich, der nächste Ort auf dieser Wanderung, blickt auf mehr als 900 Jahre Ortsgeschichte zurück und gehörte früher zum Kreis Adenau, dann zum Kreis Mayen und erst seit 1974 zum Kreis Ahrweiler. Lange Zeit war dort die Endstation der Brohltal-Eisenbahn. Doch sehr zum Leidwesen der heutigen Kempenicher wurden die letzten 6 Kilometer dieser Schmalspurbahn 1974 abgerissen. Jetzt endet die Bahn mit dem Vulkanexpress in Engeln. Das dortige Empfangsgebäude ist zwar im Winter nicht bewirtschaftet, bot den Wanderern aber trotzdem überdachte Tische und Bänke für die verdiente Vesperpause. Beiderseits der Gleise weckt ein Geo-Spielpark die Neugierde aller Besucher. Pflanzen und Tiere aus längst vergangenen Zeiten der Erdgeschichte werden dargestellt. Der Besucher lernt unterschiedliches Vulkangestein kennen und staunt über gewaltige Basaltsäulen, die zur Anschauung dorthin verbracht und senkrecht aufgestellt wurden. Und ein kleines, kreisrundes Labyrinth aus Hecken ist sicher im Sommer das Entzücken aller Kinder. Von einem künstlich errichteten Aussichtshügel aus Vulkanschlacken konnten die Wanderer weit ins Land schauen und wieder - diesmal von Süden - den Bergfried der Olbrück am Horizont ausmachen. Im großen Bogen ging es dann zurück nach Spessart, zur Linken mit einem Ausblick auf das in den letzten Jahren dank der Nähe zur Autobahn entstandene Gewerbegebiet. Dafür musste ein Teil der grünen Landschaft im flachen Tal des Spessarter Baches geopfert werden, aber es entstanden doch 80 neue, wertvolle Arbeitsplätze, worüber die Ortsansässigen recht froh sind.

Zwischen Basaltriesen in Engeln.Foto: privat

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