Stipppeföttchen erhielten zum 75-jährigen die Ehrennadel
Remagener Möhne um Obermöhn Ingrid Efferz boten fantastisches Sitzungsprogramm im ausverkauften Foyer
Remagen. Absolute Stimmung pur, tolle Darbietungen und ein Publikum, das über Stunden einfach nur begeistert war, zeichnete die Möhnesitzung der Remagener Möhne im toll geschmückten und ausverkauften Foyer der Rheinhalle aus. So wurde die Sitzung, die von Obermöhn Ingrid Efferz glänzend moderiert wurde, zu einem Feuerwerk der guten Laune. Dicht an dicht saßen die knatschjecken Mädels in farbenprächtigen Kostümen und genossen ein fantastisches Sitzungsprogramm, eine gelungene Mischung aus musikalischen und tänzerischen Darbietungen, Sketchen und Büttvorträgen. Einen erheblichen Teil am begeisternden Sitzungsprogramm lieferten die Möhne mit sieben tollen Beiträgen selbst.
Jubelnd wurde der Möhneelferrat zu Beginn der Sitzung von den närrischen Damen in Empfang genommen, bevor sich die Stadtsoldaten-Minimajoretten mit viel Charme unter der Leitung von Marion und Anna Schäfer in die Herzen der Mädels tanzten. Und so wie die kleinen Tänzerinnen die Herzen eroberten, so tat es das Remagener Kinderdreigestirn ihnen gleich. Und eigens zu ihren Ehren war der Möhnevorstand in FC-Köln-outfit gekleidet. Wollte die Damen doch dem Dreigestirn ihren Paragraphen „Neun“ erfüllen. Da es aber auch zwei Bayernfans im Dreigestirn gibt, kamen zwei Möhne in Bayern-Trikots. Mitgebracht hatte das Kinderdreigestirn die Gardepflänzje der Prinzengarde sowie Solomariechen Annalena Dinkelbach, die jeweils einen tollen Tanz präsentierten. Einen gelungenen futuristischen Tanz zeigten die Magics als frisch gebackene Jugend-Ahrtal- und Kreismeister. In die Bütt stiegen als Eisbrecher Uschi Schunk und Simone Grabsch. Während die eine im Jahr 2030 auf den „Herrn zum Kinderkriegen“ wartete, kam die andere und wollte als Fotografin das Baby ablichten. Die Mädels bogen sich vor Lachen, bevor mit Sarah Krumscheid und Anna Schäfer zwei tolle Solomariechen über die Bühne wirbelten. Absolut köstlich der Bauersketch der Höppe Mötzjer der Möhne. Ein Bauern-Ehepaar fährt in ein vornehmes Modegeschäft, um für die Bäurin was Neues zu kaufen. Doch nichts gefällt ihnen. Das Abendkleid für den Stall ist unpraktisch, findet er, und was man mit dem Spitzennachthemd soll, wissen beide nicht. Die Rettung naht mit der Putzfrau kurz vor Ladenschluss, den Kittel wollen beide.
Einen Vortrag über „wann ist Karneval“ lieferte die Obermöhn Ingrid Efferz selbst, bevor sie die Stippeföttche, eine Gruppe der Möhnen, zum 75-jährigen Bestehen mit der Ehrennadel auszeichnete. Den Supergau allerdings legte das Remagener Prinzenpaar Wilfried und Gabriele auf die Bühne. Sie hatten kurzerhand einen Rollentausch vorgenommen. So kam Prinz Wilfried als Prinzessin Wilhelmine im Prinzessinnenkleid und Prinzessin Gabriele als Prinz Gabriel in Strumpf- und Pluderhose. Als Hofmarschallin machte Hofdame Tina Reisdorff ihre Sache bestens, versank allerdings regelrecht im Hofmarschall-Jacket von Kenny Heydecke. In das Kleid von Tina hatte Kenny dann aber doch nicht gepasst. Die Obermöhn riet zur Diät, wonach Kenny sich prompt auf „Di Äät“ setzte. Nicht nur das Publikum, sondern auch Prinzenpaar und Hofstaat bogen sich vor Lachen. Als „Oma Finchen“ begeisterte Claudia Hertler in der Bütt, die von der Tour der Feuerwehr Remagen in die Etablissements der Hansestadt Hamburg verzällte. Mit wunderschönen Kostümen als Hexen begeisterten die Nachtjacken bei einem Tanz. Gratulationen gab es für Nachtjacke Marie-Theres Krebs, die just am Möhnetag ihr 75. Lebensjahr vollendete. Einen begeisternden Sketch lieferten Elke Köbbing und erstmalig in der Bütt Sylvia Scheil mit dem „Strohwitwer“. Als die Ehefrau plötzlich von der Kur heimkehrte, hatte es ein ganz sicheres Ende mit dem „Verwöhnen“ des Strohwitwers durch die Nachbarinnen. Die Mädels quietschten vor Vergnügen, ebenso wie bei dem Tanz der besonderen Art einer weiteren Möhnegruppe, der Top „Sieben“. Die Mädels tanzten in lila Kostümen mit Strumpfhosen, allerdings steckte jeweils ein Bein von zwei Möhnen in einer Strumpfhose. Der schwierige Tanz gelang ohne Zwischenfall, der Applaus des jecken Publikums war der Top-Sieben sicher. Ein Männerballett der Feuerwehr Sinzig, trainiert von Jenny Schüller tanzte sich ebenso in die Herzen der stimmungsgeladenen Mädels wie die Clowns der Prinzengarde, bevor im Saal mit der Musik des Panikorchesters unter dem jecken Stabschwinger Tommy Pieper ebenso die Post abging wie beim Musikkorps der Stadtsoldaten Remagen unter Regimentskapellmeister Frank Weiss. Die Mädels standen auf den Stühlen und verabschiedeten auch so mit dem Ausmarsch der Stadtsoldaten das Prinzenpaar mit Gefolge. Vizemöhn Tina Möcking gab das Schlusswort und hielt wie gewohnt ein Präsent für die wortgewandte Obermöhn Ingrid Efferz bereit. Der Dank der Möhne galt aber nicht zuletzt den vielen mithelfenden Männern, die die Möhne in Küche, Keller, an Kasse, an der Theke und als Zeremoniemeister unterstützen. AB
Nachtjacken verzauberten als traumhafte Hexen
