Festlicher Gottesdienst in der Remagener Pfarrkirche
Straßenbauarbeiter Gottes
Remagen. Die Freude über das nahe Weihnachtsfest war letzten Sonntag in der Remagener Pfarrkirche in den liturgischen Texten und der festlichen Musik deutlich spürbar. Der Posaunenchor Remagen unter der Leitung von Wolff-Thomas Kress begleitete den Gemeindegesang und spielte Choräle.
Mit dabei waren auch die Jungbläser und die „Blechpänz“ des im Oktober 2013 gegründeten Chores. Im Mittelpunkt der Predigt stand die Gestalt des Täufers Johannes. Pfarrer Frank Klupsch wies darauf hin, dass es Johannes nie um irgendwelche Titel und Ehrenbezeichnung ging, denn viele fragten ihn damals, ob er ein Prophet sei oder gar der Messias. Johannes verwies immer auf den Größeren, auf Jesus und sah seine Aufgabe darin, Gott den Weg zu bereiten: „Ebnet ihm die Straßen!“. Uralte biblische Worte des Propheten Jesaja zitierte er und rief damit die Menschen in ihre Verantwortung vor Gott und seiner Schöpfung. Das sei auch ein Auftrag an uns, sagte der Pastor. Wer voll Mut und voll Fantasie der Stimme in der Wüste folge und Schritte zum Besseren gehe, könne ein Straßenbauarbeiter Gottes werden. Nach der Messe standen die Leute noch bei einem Glühwein oder Kakao im Pfarrhof zusammen, hielten ein Schwätzchen und freuten sich an dem Ständchen des Remagener Stadtsoldatenkorps 1937 e.V.. „Das ist aber nette Idee“, sagten einige Gemeindemitglieder. Kirche hat viele Dimension: Gemeinschaftserlebnisse gehören genauso dazu, wie Liturgie und Caritas.
