„Lebendiger Marktplatz“ in Remagen
Swinging Jazz kam super an
Mehrere Hundert Besucher genossen das Open-Air-Konzert und wurden von den marktumliegenden Gastronomien verwöhnt
Remagen. Schon der Auftakt mit der Irish-Folk-Band war der Hammer. Doch auch die zweite Veranstaltung des Vereins „Lebendiger Marktplatz Remagen“ um Rosemarie Bassi, Rudolf Kluth und Hans Paul wurde am vergangenen Samstag zum Renner. Hunderte Gäste drängten sich auf dem Remagener Marktplatz, um den swingenden Jazz der „Swinging Fundus Jazz Band“ live und open air zu erleben. Die Sitzmöbel waren wieder rasch besetzt, aus den Gastronomien und der Kulturwerkstatt wurde noch nach draußen geschleppt, was ging, aber dennoch mussten wieder etliche Fans den lebendigen Remagener Marktplatz im Stehen genießen.
Swing als Spielart des Jazz, entstanden in den 30er- und 40er-Jahren, servierten die Musiker mit Volker Albrecht, Posaune und Gesang, Stefan Kurze, Saxofon, Oliver Richters, Piano und Akkordeon, Armin Runge, Kontrabass, sowie Christoph Weber, Schlagzeug, und sie servierten mit viel Liebe zum Detail. Die alten Klassiker wurden nicht nur intoniert, sondern auch nach eigenen Arrangements interpretiert. Schon die ersten Töne ließen die Herzen der Swing- und Jazzfans höher schlagen.
Ob der „Royal Garden Blues“ von Louis Armstrong, ob dynamisch oder bluesig, ob melancholisch oder Swing-Standard mit „Bei mir bist du schön“, die Musiker hatten es einfach drauf. Ob „My Blue Heaven“ oder „Honeysuckle Rose“ - die Songs kamen durchweg gut an. Das Publikum war begeistert und ließ seinen Begeisterungsstürmen mit spontanem Applaus auch immer wieder freie Bahn. Die Musiker ihrerseits zeigten sich sehr angetan von Remagen und vom Publikum und drückten dies auch aus. Köstlich auch der kleine musikalische Spaziergang in die Zeit von Gospel und Dixie. Das Publikum stimmte gleich mit ein, als die Band „When the Saints go marchin‘ in“ anstimmte.
Zu dem herrlichen Genuss der „Swinging Fundus Jazz Band“ kam noch der Genuss, den die marktumliegenden Gastronomien offerierten. Ob Pizza oder Nasi Goreng, ob „kühle Blonde“ oder Wein, ob Spießbraten oder Salattteller, da war wirklich für jeden etwas dabei. Nachdem für den Hör- und kulinarischen Genuss wirklich alles getan war, gab es dann bei einbrechender Dunkelheit mit der Illumination von Rathaus und Marktplatz zusätzlich eine Augenweide fürs Publikum. Erst nach einer Zugabe entließen die Marktplatzgäste die Musiker und freuten sich sicher schon auf nächsten Samstag, wenn es ab 18.45 Uhr auf dem Remagener Marktplatz die „European Dance Night“ angesagt ist.
Bis auf den letzten Platz besetzt waren die Sitzgelegenheiten der Außengastronomien.
