Lokalsport | 20.05.2026, 13:08 Uhr

Schutz vor Gewalt

TuS Oberwinter: Schutz- und Präventionskonzept gegen sexualisierte Gewalt im Verein

rechts: 1. Vorsitzender Claus Wiest, links: Thomas Fischer, Verantwortlicher für das Schutz- und Präventionskonzept sowie Ansprechpartner im Verein
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Oberwinter. Der TuS 1920 Oberwinter e.V. stellt sein Schutz- und Präventionskonzept gegen sexualisierte Gewalt vor und setzt damit ein wichtiges Zeichen für Verantwortung, Aufmerksamkeit und den Schutz unserer Kinder und Jugendlichen im Vereinsleben. Das Thema hat in den vergangenen Jahren gesellschaftlich stark an Bedeutung gewonnen. Der Landtag von Rheinland-Pfalz hat deshalb im Dezember 2025 als erstes Bundesland eine unabhängige Landesbeauftragtenstelle gegen sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen gesetzlich verankert. Ziel ist es, Prävention und Aufarbeitung weiter zu stärken und Betroffenen eine stärkere Stimme zu geben.

Gerade in einem Turn- und Sportverein wie unserem spielen Vertrauen, Gemeinschaft, Fairness und gegenseitiger Respekt eine zentrale Rolle. Kinder und Jugendliche sollen sich bei uns wohlfühlen und sicher aufwachsen können. Deshalb ist es wichtig, Verantwortung zu übernehmen, aufmerksam zu sein und klare Regeln zu schaffen.

Für die Qualifizierung setzte sich der neue Verantwortliche des Vereins im Rahmen umfangreicher zertifizierter Fortbildungen der Uniklinik Ulm intensiv und fachlich fundiert mit Themen wie Leitungswissen Kinderschutz in Institutionen, Schutzkonzepte in Institutionen, Sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche, Gute Kinderschutzverfahren sowie Schutzkonzepte zur Gewaltprävention im ehrenamtlichen Kontext auseinander. Der Vorstand wurde sensibilisiert und hat erste Maßnahmen auf den Weg gebracht. Nun geht die Kommunikation und Sensibilisierung über die Ebene der Jugendleiterinnen und Jugendleiter weiter in den gesamten Verein hinein. Ziel ist es, das Thema offen anzusprechen und eine Kultur des wachsamen Hinschauens zu schaffen.

Ein wichtiger Bestandteil des Konzeptes ist zudem ein verbindlicher Verhaltenskodex für alle ehrenamtlich Verantwortlichen im Verein. Ergänzend dazu befinden sich weitere Präventionsmaßnahmen, darunter auch die Vorlage erweiterter Führungszeugnisse für alle ehrenamtlichen Aufgabenträger, bereits in der Umsetzung. Diese Maßnahmen geben erste Orientierung und schaffen klare Regeln im Umgang mit Kindern und Jugendlichen. Damit möchte der TuS Oberwinter dazu beitragen, Grenzüberschreitungen frühzeitig zu erkennen und konsequent zu verhindern.

Mit dem Schutz- und Präventionskonzept möchte der TuS Oberwinter ein klares Signal setzen: Kinder und Jugendliche sollen sich bei uns sicher fühlen und ihren Sport in einem geschützten Raum und Umfeld erleben können – frei von sexualisierter Gewalt und Angst.

rechts: 1. Vorsitzender Claus Wiest, links: Thomas Fischer, Verantwortlicher für das Schutz- und Präventionskonzept sowie Ansprechpartner im Verein Foto: TuS Oberwinter

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