Wirtschaft | 23.09.2014

25-jähriges Restaurant-Jubiläum

Über 200 Gäste gratulierten

Aus „Bosporus“ wird „Die türkischen Rheinländer"

Bürgermeister Herbert Georgi (M.) kam persönlich zum Gratulieren. privat

Remagen. Dichtes Gedränge, großes Hallo und fröhliche Stimmung herrschte am vergangenen Donnerstag im Restaurant von Davut und Necmettin Deniz in der Remagener Marktstraße. Über 200 Gäste waren gekommen, um den beiden Gastwirten zum 25-jährigen Restaurant-Jubiläum zu gratulieren. Unter Ihnen Vertreterinnen des türkischen Konsulats, zudem Justiz-Staatssekretärin Beate Reich, Bürgermeister Herbert Georgi und Ortsvorsteher Walter Köbbing. Das „Panik Orchester“ und die „Rheinklänge“ ließen es sich nicht nehmen, den Jubilaren ein Ständchen zu bringen. Denn, längst sind die beiden zu einer Institution in der Römerstadt geworden. Necmettin Deniz, genannt Necmi (gesprochen: Netschmi) tritt bisweilen sogar Karneval als singender Wirt auf und singt rheinische Lieder.

Das war nicht immer so. Als Davut und Necmettin Deniz vor 25 Jahren in der Remagener Marktstraße das erste türkische Restaurant im Kreis Ahrweiler eröffneten, da soll manch einer darauf gewettet haben, dass sie nicht länger als ein halbes Jahr durchhalten werden. „Schade, dass damals keiner mit uns gewettet hat. Wir hätten reich werden können“, sagt Necmettin, genannt Necmi schmunzelnd. „Sie sehen: Es gibt uns heute noch“, fügt er unter dem Gelächter und Applaus der Anwesenden hinzu.

Vorbildliche Integration

Als die Brüder Necmi und Davut vor über 30 Jahren nach Deutschland kamen, gab es für sie nichts zu verlieren und alles zu gewinnen. „Es war nicht nur leicht, damals“, erzählen die beiden. „Vieles war fremd. Fremde Sprache, fremde Menschen und auch wir waren für die anderen Fremde. Für uns hieß es „Ärmel hochkrempeln, lernen und arbeiten“, erinnern sie sich. Als sie dann vor 25 Jahren allen Mut und alles Ersparte zusammennahmen, um ihr Restaurant zu eröffnen, war das etwas Ungewöhnliches: Zwei Türken eröffnen ein Restaurant - keine Döner-Bude. Und in dem Restaurant gab es nicht Schnitzel oder Pizza sondern Gerichte mit komplizierten Namen, die keiner kannte. „Da kann ich schon verstehen, dass manche Leute etwas fremdelten“, erklärt Necmi Deniz. Aber die beiden wollten es so. Es gab damals schon viele türkische Einwohner in Remagen und die Gebrüder Deniz wollten den Remagenern ihre Kultur näher bringen. Deshalb benannten sie auch ihr Restaurant nach der Meerenge, für die die Türkei bekannt ist: Bosporus. In den vergangenen 25 Jahren hat sich viel geändert. „Unsere Kinder sind hier aufgewachsen und unsere Enkel wurden hier geboren. Viele von denen, die als Fremde in unser Lokal gekommen sind, sind heute unsere Freunde“, resümieren die Brüder. Sie finden, dass türkische Gastfreundschaft und rheinische Frohnatur gut zusammen passen. „Längst ist das Rheinland unser Zuhause geworden. An der Theke schwätzen wir mehr rheinisch als deutsch. Wir lieben diese Region und sind stolz und dankbar dazu zu gehören.“ „Aus Fremden sind Freunde geworden. Da soll einer mal sagen, dass Integration nicht möglich ist. Wenn wir uns alle nur ein bisschen Mühe geben würden, dann könnte die Welt viel friedlicher sein“, sagte Necmi.

Die türkische Rheinländer

Zum 25. Jahrestag wollten die Wirte ihre Gäste überraschen. Ein neues Raumkonzept wurde umgesetzt und die Besucher staunten nicht schlecht. Und auch einen neuen Namen bekam das Restaurant. "Die türkischen Rheinländer" soll es von nun an heißen. Es sei ein Bekenntnis zu ihren Wurzeln in der Türke, so die Inhaber. Die über 200 Gäste am Jubeltag schienen das ebenso zu empfinden. Man darf gespannt sein auf das was noch kommt.

Auch Justiz-Staatssekretärin Beate Reich (r.) stattete den Jubilaren einen Besuch ab.

Auch Justiz-Staatssekretärin Beate Reich (r.) stattete den Jubilaren einen Besuch ab.

Bürgermeister Herbert Georgi (M.) kam persönlich zum Gratulieren. Fotos: privat

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