Monatlicher Pressebericht der Feuerwehr Einheit Remagen
Verfolgungsfahrt, Havarie und Jachtbrand im Juni
Remagen. Zwölf Mal mussten die Einsatzkräfte der Feuerwehreinheit Remagen im Juni nach erfolgter Alarmierung zu Einsätzen ausrücken. Insgesamt wurde die Einheit sechs Mal zu einer technischen Hilfeleistung und drei Mal zur Brandbekämpfung alarmiert, ergänzend standen noch drei Brandsicherheitswachdienste an. Bereits am ersten Tag des Monats erforderte ein brennendes Motorrad das Eingreifen der Wehrleute, dieses konnte dann aber schnell abgelöscht werden. In der ersten Juniwoche gefährdete eine Pkw-Fahrerin in Sinzig und Bad Breisig massiv die Sicherheit der übrigen Verkehrsteilnehmer. Bei der sich ergebenden Verfolgungsfahrt, durch Beamte der Polizei Remagen, verursachte sie einen Unfall auf der B9, bei dem sie selbst, aber auch zwei Polizeibeamte verletzt wurden.
Für die anschließende Unfallaufnahme wurde bei einsetzender Dunkelheit die Drehleiter aus Remagen angefordert, um die weitläufige Unfallstelle auszuleuchten und Übersichtsfotos fertigen zu können. Im weiteren Verlauf des Monats wurde die Feuerwehr zu mehreren kleinen Einsätzen, wie etwa einer dringenden Türöffnung oder wegen geringen Mengen auslaufenden Gefahrstoffes alarmiert. Wie auch zuvor im Mai konzentrierte sich der Schwerpunkt des Einsatzgeschehens auf die letzte Woche des Monats.
Viele Einsätze in der letzten Monatswoche
So havarierte zu Wochenbeginn auf dem Rhein, unweit der Landesgrenze, eine rund acht Meter lange Motorjacht. Nachdem der Bootsführer mit dem beschädigten Boot noch in die Nähe der Werft in Oberwinter fahren konnte, gelang es nicht mehr, das nunmehr weiter sinkende Boot mit einem Kran an Land zu heben, die bootseigene Lenzpumpe kam gegen das eindringende Wasser nicht mehr an. Die am Abend hinzugezogene Wasserschutzpolizei forderte sofort die Feuerwehr an. Mit mehreren leistungsstarken Pumpen gelang es jetzt, den Havaristen zu lenzen und anschließend per Kran an Land zu heben. Die Einsatzkräfte waren mit vier Booten und mehreren Fahrzeugen an Land im Einsatz.
Die gleiche Jacht wurde am Ende der Woche noch einmal Gegenstand eines tragischen Einsatzes. Bei Reinigungs- und Reparaturarbeiten, die in Folge der Havarie erforderlich waren, ereignete sich an Bord eine Verpuffung, bei der sich neben dem Bootsbesitzer auch zwei Mitarbeiter einer Fachfirma schwere Verbrennungen und Knochenbrüche zuzogen. Die Jacht wurde durch den Brand vollständig zerstört. Einer der Schwerverletzten musste mit dem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik nach Köln geflogen werden, die beiden anderen Verletzten wurden mit Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser gebracht. Das Feuer konnte durch den gemeinsamen Einsatz der Feuerwehreinheiten Remagen, Oberwinter und Rolandswerth sehr schnell unter Kontrolle gebracht werden.
Sonstige Informationen
In der letzten Juniwoche übten die Einheiten Remagen und Kripp gemeinsam die Brandbekämpfung in großen Lagerhallen, hierfür stellte die Firma Vito Irmen in Kripp ihr Gelände zur Verfügung.
Im Rahmen des Lebenskunstmarktes errichteten Feuerwehr und DRK gemeinsam eine Festwache in der Innenstadt und stellten so den Brandschutz und die Notfallversorgung für Anwohner und Besucher sicher. Die Kreisjugendfeuerwehr Ahrweiler feierte ihr 40-jähriges Bestehen, hier waren zahlreiche Angehörige aller Hilfsorganisationen aus dem Ahrkreis zu Gast.
