Oberwinterer Junggesellen hatten zur Sankt-Laurentius-Pfarrkirmes eingeladen
Vier Tage herrschte Superstimmung
Hafengarde holte sich den Sieg bei den Vereinsmeisterschaften - Auszeichnungen des Kreismusikverbands
Oberwinter. Rundum zufrieden sein kann der Oberwinterer Junggesellenverein um den Ersten und Zweiten Vorsitzenden, Heinz Holthoff und Manfred Drodten, mit der traditionellen Kirmes. Von Freitag bis Montag hatten die Junggesellen in und um das Festzelt auf dem Oberwinterer Kirmesplatz zur traditionellen Oberwinterer Sankt-Laurentius-Pfarrkirmes eingeladen. Vier Tage lang wurde im Festzelt auf dem Schulhof und in der Pfarrer-Sachsse-Straße Kirmesunterhaltung vom Feinsten geboten, auch wenn der Schausteller des Karussells kurzfristig sein Kommen abgesagt hatte.
Disco-Abend traf den Geschmack des Publikums
Eröffnet wurde die Kirmes am Freitagabend im Festzelt mit „Après Ski trifft Ballermann“ mit DJ André und DJ Mirco. Mit ihrer Mischung trafen die beiden DJs den Musikgeschmack der zahlreichen jungen und jung gebliebenen Gäste, die aus Oberwinter und den umliegenden Orten kamen. „Die Disco kam super an, war sehr gut besucht, und wir konnten uns über ein sehr angenehmes Publikum freuen“, freuten sich die Junggesellen um Heinz Holthoff noch am Sonntag. Allerdings lief die Veranstaltung erst spät an, denn scheinbar geht vor 22 Uhr niemand zur Disco. So war es für die Helfer schon vier Uhr am Morgen, als der erste Kirmesabend endete. Der besondere Dank der veranstaltenden Junggesellen galt vor allem den Anwohnern für ihr Verständnis den Kirmesveranstaltungen.
Der Kirmessamstag wurde mit dem Fassanstich durch Ortsvorsteher Norbert Matthias begonnen. Viel Spaß gab es im Anschluss bei den 15. Vereinsmeisterschaften, an denen sieben Ortsvereine teilnahmen. Spiele wie die „Reise nach Jerusalem“ oder das Erraten von Detailbildern aus dem Wölle-Ortsbereich mussten absolviert werden. Am Ende siegte die Hafengarde. Zur Freude der Akteure und Gäste gab es dann 30 Liter Freibier. Nach einem Festzug am Abend luden die Junggesellen zu einem 70er-Jahre-Tanzabend mit der Kapelle Little Jukebox ein. 70er-Jahre-Kleidung war erwünscht, und das ließen sich die Junggesellen nicht zweimal sagen. „Auch mit dem Kirmessamstag waren wird rundum zufrieden“, betonte Holthoff.
Traditionelles Programm am Kirmessonntag
Der Kirmessonntag wurde anlässlich der Pfarrkirmes mit einer Festmesse zu Ehren der Verstorbenen des Vereins eröffnet. Musikalisch begleitet wurde die Festmesse, die von Pastor Frank Klupsch zelebriert wurde, von den Rhein-Ahr-Spatzen. In einem anschließenden Festzug ging es dann zu Präses Pastor Frank Klupsch, wo zu Ehren des Präses Dieter Drodten für den erkrankten René Simon Elbern das Fähndel schwenkte. Dank eines zufälligen Kontakts schwenkten ebenfalls drei Dottendorfer Jungs das Fähndel, mal traditionell, mal zu moderner Musik. Zudem wurde am Ehrenmal ein Kranz niedergelegt. Den musikalischen Part beim Festzug übernahmen das Tambourcorps Oberwinter und die Rhein-Ahr-Spatzen, die auch im Festzelt beim Frühschoppen für Stimmung sorgten. Auch der Frühschoppen, der gemeinsam von dem rund 170 Mitglieder zählenden Junggesellenverein und dem Tambourcorps ausgerichtet wurde, war gut besucht.
Sehr zur Freude der Festgäste bot das Tambourcorps Oberwinter um Vorsitzende Katja Pertz unter der Stabführung von Ausbildungsleiter Karl-Horst Betzing ein tolles Platzkonzert mit schmissigen Märschen und Volksliedern. Zwischen den Darbietungen konnten sich vier aktive Tambourcorpsmitglieder über Ehrungen freuen. Für 40-jährige aktive Spielzeit wurden Gabriele Holthoff und Jacqueline Drodten mit der Ehrennadel des Kreismusikverbands Ahrweiler ausgezeichnet. Ferdinand Jonen und Stefan Hausen wurden für zehn Jahre aktives Spielen geehrt. Superstimmung herrschte im Festzelt, als Hans Schmitz und Hans Kessel, musikalisch unterstützt von den Rhein-Ahr-Spatzen, alte Oberwinterer Liedchen zum Besten gaben. Da brüllte das ganze Zelt laut „Sesselbahn, Sesselbahn“, bis die beiden auch das Wölle-Leedsche gesungen hatten. Natürlich stimmte die Wölle-Kirmesgemeinschaft lautstark mit ein. Am Abend ging die Stimmung weiter mit „Ebi’s Musikexpress“. Kulinarisch wurden die Gäste rund um die Uhr verwöhnt. Ob reicht gedecktes Kuchenbuffet oder Imbiss und Crêpe-Bude auf dem Festplatz, für jeden war etwas dabei. Die Kinder hat es vor allem auf die Fahrgeschäfte mit Hüpfburg und an die Ballonwurf-Bude, Spielzeug-, Süßigkeiten- und Schießbude gelockt.
Mit dem Fassanstich durch Ortsvorsteher Norbert Matthias wurde die Oberwinterer Kirmes am Samstagmorgen offiziell eröffnet.
Hans Schmitz und Hans Kessel sangen am Sonntagnachmittag im Festzelt alte Oberwinterer Liedchen mit Unterstützung des bestens gelaunten Publikums.
