Das Saxophon von „Cleanhead Kiki“ unterstrich den Sound der „Bluesbreakers“ in der Remagener „Kulturwerkstatt“
Vollblut-Blues aus den Niederlanden
Remagen. Sie sind eine junge Mischung aus Jüngern des Blues. Obwohl sie schon seit 15 Jahren durch die Welt tingeln, bringen sie Frische in die Säle. Säle wie die Remagener „Kulturwerkstatt“ (KW), in denen durch das Ambiente Jazz und Blues ein Zuhause hat. Deshalb kamen die „Bluesbreakers“ auch bereits zum vierten Mal in die Römerstadt, um ihren speziellen Sound des Blues an ein dankbares Publikum zu bringen.
Überraschung für das Publikum
Und sie hatten eine riesige Überraschung im niederländischen Handgepäck. Spontan beim Soundcheck kam diese zustande. „Cleanhead Kiki“, Saxophonist und Frontman der „Metropolitans“, ist in der KW als Musikexperte für den guten Ton verantwortlich. Dirk Korving, Mitbegründer der „Bluesbreakers“, animierte ihn mit seinem Saxophon mitzuspielen. Kiki ging und eine erste und einzige gemeinsame Probe stand an.
Die Vollblutmusiker spielen sie alle die Songs von BB King, Albert Collins, Eric Clapton, Stevie Ray Vaughan und James Harman. Klassiker eben. Doch das „Wie“ brachte am Abend das Publikum zum Toben. Voller Herzblut und mit Musikerfreude kamen die Songs von der Bühne. Ein absoluter Bluesgenuss mit rhythmusstarken Kostproben ihres Könnens, da kamen die Zuhörer voll auf ihre Kosten. Die „Bluesbreakers“ lieferten ein heißes swingendes Blues Erlebnis ab, mit einer Mischung aus bekannten Klassikern und Kompositionen aus der eigenen musikalischen Feder. Da agiert ein Team, keiner spielt sich in den Vordergrund - das Werk ist das Ziel, merkt das Publikum.
Die Bluesmusiker
Wenn auch Dik „Mr. Brown“ Korvingan der E-Gitarre immer irgendwie den Ton angibt. Dik ist ein Meisterspieler des Slow-Blues. Seine Gitarre schneidet mitten ins Herz und seine gewürzte Stimme berührt die Seele. Dies macht ihn zu einem der bekanntesten Bluesmusiker in der niederländischen Geschichte. Dik Korving ist der Veteran der niederländischen Blues-Szene. Reinhard Sämisch ist der zweite Mann, der die Bluesbreakers gemeinsam mit einigen erfahrenen Musikern aus den östlichen Gebieten der Niederlande im Jahr 2011 wieder zum Leben erweckte. Ferdi Bisselink brillierte an dem Ur-Instrument des Blues aus dem mittleren Westen der USA. Hans „Manolito“ Deegens ist schon seit 40 Jahren einer der bekanntesten Schlagzeuger in Arnheim und Umgebung. Er spielte alles von Salsa bis Blues. Doch der Blues ist eine Musik, bei der sein Herz und seine Seele verloren gehen. Das spürt der Bluesfan, wenn „Manoliti“ seine Drums streichelt oder bearbeitet. Hans Deegens und Rino Geerdinck sind der Motor der Bluesbreakers. Rino ist Bassist seit 1981. In diesem Jahr tauschte er seine Gitarre und Burns Firefly Grundig Röhrenradio, die er als Verstärker für seine Bass-Gitarre verwendet, ein und hat es nie bereut. Und dann ist da noch Francesco Frentrop, Keyboards und Vocals. Francesco „The Kid“ Frentrop ist geboren und aufgewachsen in den Haag. Sein musikalischer Ursprung liegt im Funk, Blues, Rock Soul, Country und Jazz. Er ist die klassische Röhre des Blues, bringt den Saal zum Swingen. Obwohl Francesco von sich behauptet, durch Bill Payne, Billy Powell, Dr. John und Paul Schaffer beeinflusst zu werden, lässt sich dennoch sein einzigartiger Stil mit nichts und niemandem vergleichen. Und das ist gut so. Die „Bluesbreakers“ lieferten eine gekonnte Mischung von Slow-Blues, Bluesrock, hundert Jahre alte Traditionals und Hits aus Chicago, Texas und Memphis ab und schafften so das perfekte Blues-Erlebnis. Dafür wurden sie natürlich ohne Zugaben nicht von der Bühne gelassen.
