Allgemeine Berichte | 26.08.2013

Eifelverein Remagen

Wanderer trafen eine Zaunkönigin

Die Wanderer des Eifelvereins Remagen vor der Matthiaskapelle in Kobern. privat

Remagen/Kobern. Traumhafte Passagen durch urwüchsigen Wald verspricht ein Prospekt für den Koberner Burgpfad und dies trifft auch wirklich zu - so empfanden die Wanderer des Eifelvereins Remagen.

Vom ersten Anstieg an boten sich bei der Wanderung Panoramablicke ins Moseltal, es folgte ein Abstieg ins dunkelgrüne, schattige Keverbachtal, dann führte der Weg hinauf auf die Höhen mit weitem Blick ins Land. Angepriesen wird der Goloring, eine keltische Kultstätte von höchster Bedeutung.

Die Wanderer des Eifelvereins wollten es gerne glauben, aber vor lauter Brennnesseln und Dornengestrüpp war dort im Sommer nicht viel zu erkennen und der Zaun des ehemaligen Bundeswehrgeländes verwehrte neugierigen Wanderern ein näheres Kennenlernen der prähistorischen Anlage.

Nach einem prächtigen Hochwald aus riesigen Buchen werden Wanderer am verführerisch hübsch gefassten Margarethenbrünnchen eindringlich gewarnt. Dieses Oberflächenwasser sei alles andere als keimfrei, heißt es dort auf einer Tafel. Ein Eremit lebte dort im 17. Jahrhundert und scheint das Wasser trotz aller Keime vertragen zu haben. Trinkbar war dagegen das spärlich fließende Wasser des folgenden Sauerbrunnens. Es mag ja ganz interessant sein, wie erstaunlich viele Kationen, Anionen und Spurenelemente diese Quelle im Hohesteinbachtal laut Infotafel aufweist. Die Remagener Wanderfreunde faszinierte etwas ganz Anderes. Ein winziger Zaunkönig wollte mit großem Wurm im Schnabel zu seinen hungrigen Jungen im Efeugestrüpp über der Quelle, hatte aber Angst, der Gruppe dadurch das versteckte Nest zu verraten. Mit seinen schwarzen Knopfaugen sah er diese lange misstrauisch an, doch schließlich siegte der Fütterungstrieb. Ornithologen wissen es: Fütternde Zaunkönige sind stets alleinerziehende Mütter. Die Väter bauen derweil andernorts zusätzliche kunstvolle Nester in der Hoffnung auf weitere Weibchen.

Romanische Bauwerke sind keineswegs immer wuchtig und düster. Die Matthiaskapelle hoch über den Weinbergen von Kobern ist ein architektonisches Juwel, farbenfroh, zierlich und hell mit filigranen Basaltsäulchen.

Auf dem Koberner Kreuzweg ging es hinab zur Niederburg, dann zum Besuch der sehenswerten Dreikönigen-Kapelle mit ihren mittelalterlichen Fresken. Es gibt auf diesem Rundweg wirklich viel zu sehen und am Koberner Marktplatz auch eine gute Gelegenheit zur Einkehr.

Die Wanderer des Eifelvereins Remagen vor der Matthiaskapelle in Kobern. Foto: privat

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