Katholisches Pfarramt St. Peter und Paul
„Was ist wichtig und führt uns zusammen?“
Gemeinsamer Gottesdienst der Pfarreiengemeinschaft
Remagen.Was ist wichtig, trägt und hält die Menschen und führt sie zusammen? Christus - der Mittelpunkt, der wie die Nabe des Lebensrades ist. Darum feierten die Remagener vor Kurzem den zweiten „Geburtstag“ der Pfarreiengemeinschaft nicht mit einer Party, sondern mit einem Gottesdienst in St. Peter und Paul. Die beiden hinter der Pfarreiengemeinschaft liegenden Jahre sind eine kurze Wegstrecke und eine erste Entwicklung in eine gemeinsame Zukunft angesichts der rapide sinkenden Priesterzahl und dem schleichenden Mitgliederrückgang. Wie die Christen miteinander weiter kommen können, zeigte die Lesung aus dem ersten Brief an Timotheus auf, den Dr. Meyer in seiner Predigt deutete. Wenn die Menschen Gerechtigkeit, Frömmigkeit, Glaube, Liebe und Sanftmut in sich wachsen lassen, kommen sie Christus näher. Und damit auch sich selbst. Eben wie Speichen, die sich zur Nabe strebend fast vereinen. „Für unseren Weg als Pfarreiengemeinschaft kann das heißen: Wir sind aufgefordert, als einzelne Pfarrgemeinde den anderen Pfarrgemeinden gerecht zu werden, darauf zu schauen, was ihnen möglich ist, was sie für ihren Weg brauchen, ohne auf Kosten der anderen zu leben, den Mitchristen in den anderen Gemeinden mit Achtsamkeit zu begegnen, auf ihre Anliegen in Achtsamkeit hinzuhören“, führte Dr. Meyer aus. „Was ist wichtig?“ - diese Frage zog sich durch den gesamten Gottesdienst, der von den Sinziger Turmbläsern unter der Leitung von Stephan Pauly mitgestaltet wurde. Neben Gebeten, Fürbitten und Liedern war die Feier reich an Zeichen und Bildern. Während der Kyrie-Rufe legte die neue Messdienerin Anaïs Klein symbolisch große Steine in ein hohes Glasgefäß. Später im Verlauf des Gottesdienstes gab Gemeindereferentin Anita Schneider Kieselsteine und Sand hinzu und füllte das ganze Gefäß. Damit demonstrierte sie eine Geschichte von einem Professor, der seinen Studenten zeigen wollte, was die großen Steine im Leben eines Menschen sind. Sie stehen für das wirklich Wichtige, Kieselsteine für wenig Bedeutendes und der Sand schließlich für Nebensächliches. Es kommt auf die richtige Reihenfolge an, sonst brauchen die Nebensachen zu viel Zeit, füllen das Leben und lassen wenig Platz für das, was einen weiterbringt. Darum geht es auch in der Arbeit, die vor den Räten liegt. Jetzt gilt es, sich richtig aufzustellen und auf die kommenden Entwicklungen vorbereitet zu sein. Die Zusammenarbeit wird verstärkt. Es muss ja nicht immer jede Gemeinde das Rad neu erfinden. Wie zum Beispiel bei der Firmkatechese. Sie wird bereits seit einigen Wochen auf der Pfarreiengemeinschaftsebene organisiert und läuft bestens. Nach dem Schlusssegen freute sich Pastor Frank Klupsch über die große Zahl der Gottesdienstbesucher, die festliche Gestaltung, das schöne Herbstwetter und lud zu einer Begegnung im Pfarrhof ein. Bei einem Glas Wein klang die kleine Geburtstagsfeier der Remagener Pfarreiengemeinschaft aus.HK
