Eifelverein Remagen
Wo Bismarck fernblieb
Abwechslungsreiche Wanderung am Rheinstieg hatte viel zu bieten
Assmannshausen. Abwechslungsreicher kann eine Wanderung kaum sein als der Rheinsteig zwischen Assmannshausen und Oestrich-Winkel. Der lange Aufstieg auf Zickzack-Wegen durch den Wald war noch weitestgehend unberührt. Aber oben auf der Höhe wimmelte es plötzlich von Tagesgästen, die der Sessellift dorthin befördert hatte. Die grandiosen Ausblicke von im 18. Jahrhundert gemauerten Plattformen sind für alle Besucher dieselben. Aber es gibt dem Wanderer noch etwas mehr, wenn der Aufstieg auf den eigenen Füßen bewältigt wurde.
Tief unten drohte die finstere Ruine Ehrenfels, mitten im Rhein leuchtete der beigefarbene, neogotische Mäuseturm und gegenüber ergoss sich die Nahe in Bingen breit in den Rhein.
Der weitere Weg wurde bald wieder einsam, führte wunderschön auf und ab durch die gepflegten Weinberge, dann durch Hochwald und plötzlich stand der Eifelverein vor dem ungeheuer mächtigen Niederwalddenkmal, riesengroß wie eine Kathedrale.
Während seiner Entstehung nach dem deutsch-französischen Krieg von 1870/71 wurde aus dem ursprünglich angedachten Friedensdenkmal mehr und mehr ein Siegesdenkmal. Bismarck gefiel die ganze Ausgestaltung nicht und so blieb er 1883 der Einweihungsfeier fern mit der fadenscheinigen Ausrede, er müsse zur Kur. Der greise Kaiser Wilhelm I nahm ihm den Affront nicht übel, sondern schenkte ihm zum folgenden Weihnachtsfest sogar ein meterhohes Modell des Denkmals in feinstem Zinkguss. Unter der Tribüne lag am Platz des Kaisers bei der Einweihung eine gewaltige Bombe, die nur deswegen nicht explodierte, weil im strömenden Regen die Zündschnur erlosch.
Die anarchistischen Täter wurden gefasst, verurteilt und geköpft. Für diese historischen Begebenheiten und den Sinn der feinen, gegossenen Allegorien auf dem Monument hatte das auch dort dank Seilbahn ankommende Millionenheer von Touristen wenig übrig.
Allenfalls sorgt die Zeile auf dem Sockel des Siegesdenkmals „Den künftigen Geschlechtern zur Nacheiferung“ heute im Zeichen der deutsch-französischen Freundschaft für Kopfschütteln. Vorbei an der neoromanischen Abtei St. Hildegard konnten die Wanderer von einer Anhöhe auf dem Rheinsteig schon ganz in der Ferne Mainz und Wiesbaden wahrnehmen und auch die höchste Erhebung von Rheinland-Pfalz, den Donnersberg.
Zum krönenden Abschluß lud das berühmte Weingut Schloss Vollrads zu einem Besuch seines gastronomischen Angebotes und seiner Vinothek im stilvollen, ausgedehnten Innenhof ein. Nach dieser Stärkung liefen sich die letzten Kilometer wie von selbst.
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