Eifelverein Remagen war unterwegs auf dem Elfenlay Premiumweg
Zauberhafte Waldtäler und prächtige Ausblicke
Region. Unter den gekennzeichneten Wanderwegen im weiten Umkreis gibt es viele schöne und einige ganz besonders schöne. Zu den letzteren gehört unbestreitbar der 11 km lange Premiumweg „Elfenlay“. Seinen Namen hat er von einem prächtigen Aussichtspunkt hoch über der Stadt Boppard, den man schon nach einer knappen Viertelstunde erreicht. Noch viel weiter blickt das Auge einen Kilometer danach von einem kleinen Felsen über den ganzen, malerischen Rheinbogen. Dann geht es hinab ins Mühltal, bevor der eigentliche Aufstieg auf die Höhe des Hunsrücks beginnt. Die Anstrengungen des Aufstiegs sind kaum zu spüren, so abwechslungsreich ist dieser Weg. Sattgrüne, gewaltige Moospolster über und zwischen schroffen Felsen, der Weg verläuft immer in einem Mischwald, in dem Eichen dominieren. Zwischen den Stämmen fällt der Blick tief hinunter in zauberhafte Waldtäler und plötzlich steht da mitten im Wald zwischen den Bäumen ein Fahrplan mit Ankunfts- und Abfahrtszeiten der Züge. Der sorgfältig gerahmte Aushang ist keineswegs das Werk eines Scherzboldes. Zwar gibt es am Steilhang zwischen den Felsen keine Bahnlinie, wohl aber tief unten die berühmte Trasse der Hunsrückbahn. Die Tafel soll es Fotofreunden erleichtern, den Zug bei Ein- oder Ausfahrt an einem Tunnelportal oder während der Passage des bogenreichen Hubertusviaduktes zu fotografieren. Und tatsächlich, der Zug kam auf die Minute pünktlich. 1906 wurde diese Bahnlinie erbaut. Sie ist noch immer die steilste reguläre Bahnlinie in Deutschland.
Etwa in der Mitte des ganzen Rundweges und fast am höchsten Punkt steht die Liesenfels-Schutzhütte. Einen schöneren Ort für eine ausgiebige Mittagsrast kann man sich kaum vorstellen - Wald, soweit das Auge reicht, hinauf zu den Hunsrückhöhen und tief hinab in eingeschnittene Täler, alles in abgestuftem Grün je nach Entfernung an diesem sonnigen Tag in leichtem Dunst. Der weitere Weg geht erholsam überwiegend bergab, jetzt durch das Burdental mit einem Abstecher zur Sabelskopf-Hütte, der sich lohnt. Denn dort zeigt sich Boppard jetzt malerisch aus einem ganz anderen Blickwinkel. Doch noch ist das Ziel nicht erreicht. Erst geht es erneut hinab ins Burdental und dann hinüber ins Kalmuttal. Leuchtend grün-gelb zeigten sich dort als Frühlingsboten einige reich blühende Nießwurze im Steilhang. Wo der Kalmutbach die Stadt erreicht, ist man wieder am Ausgangspunkt des Rundweges angelangt und dort wartet auch schon so manche Einkehrmöglichkeit.
