Studierenden-Treffpunkt in Remagen schloss seine Pforten
„Zum langen Heinrich“ dankt weltmeisterlich ab
Die letzte Woche war noch mal ein absolutes Highlight
Remagen. Am 6. Juni 2012, also vor über zwei Jahren, wurde der Studierendentreffpunkt in der Remagener Ackermannsgasse zum ersten Mal offiziell geöffnet, und in den frühen Morgenstunden des 26. Juli ging eine Zeit zu Ende, auf die wohl alle Organisatoren des Projekts sowie Hunderte von aktuellen und ehemaligen RAC-Studierenden noch in ferner Zukunft wehmütig zurückblicken werden. Es war die Zeit vom „Langen Heinrich“, wobei es ja eigentlich „Zum langen Heinrich“ heißen müsste, aber in dieser Zeit traf man sich halt abends mal beim langen Heinrich, trank ein paar Bier und bestellte sich zur Krönung vielleicht sogar noch ein paar Shots von seinem Hausschnaps. Immer wieder stellte das ehrenamtlich agierende Team Partys auf die Beine, verteilte Merchandisingartikel von den Getränkepartnern, sorgte dafür, dass das Lager immer voller leckerer Getränke war, neue Kooperationen geschlossen wurden und freiwillige Helfer gefunden wurden, die als Personal hinter der Theke standen.
Doch das Ende war absehbar, da immer mehr der Projekt-Gründerväter ihr Studium in Remagen beendet hatten und sich keine neue Gruppe fand, die mit demselben Engagement den Treffpunkt weiterführen wollte. Deswegen sollte der Juli 2014 als letzter Monat in der Geschichte des Geschäftsbetriebs von „Zum langen Heinrich“ noch einmal ein ganz besonderer Monat werden, mit dem sich alle Gäste und Projektbeteiligten zufrieden und angemessen von ihrer Studentenkneipe verabschieden sollten.
Dafür wurden noch mal alle Programmklassiker aus dem Hut gezogen und zu Monatsbeginn zunächst die letzte Ausgabe von „Schlag den Heinrich“ gespielt, über 100 Menschen werden wohl niemals vergessen, dass sie in Remagens Studierendentreffpunkt waren, als Mario Götze das entscheidende Tor zum WM-Titel 2014 schoss, der letzte „Tatort“ wurde gemeinsam gelöst und dann kam Heinrichs lange Abschieds-Mottowoche mit diversen Mottopartys und dem finalen Höhepunkt am Freitagabend. An dem wurde noch mal aus allen Rohren geschossen, denn die Kneipe war wunderbar geschmückt, es gab Blumenketten und Partybrillen für alle Gäste, Sangria wurde aus Towern getrunken, Partymusik wummerte aus den Boxen, die Hütte war prall gefüllt und die Stimmung war einfach großartig. Außerdem hatten sich viele ehemalige Orga-Team-Mitglieder verabredet, um noch einmal an den Ort zurückzukehren, für den sie lange und selbstlos gearbeitet und damit dafür gesorgt hatten, dass „Zum langen Heinrich“ ein solcher Gewinn für das Remagener Studierendenleben sein durfte.
Gegen fünf Uhr früh am Samstagmorgen war es dann so weit, denn der letzte Gast ging die Stufen zum Ausgang hoch, die letzte Tagesabrechnung wurde gemacht und dann wurde zum letzten Mal nach einer Party beim langen Heinrich die Tür und das Metallgitter vom Personal-Team abgeschlossen. Das war es dann also ... es war einfach eine wahnsinnig gute Zeit. Ein richtig langes Dankeschön gilt deswegen noch mal allen, die an diesem Projekt mitgewirkt haben, in welcher Rolle auch immer. Besonders auch den Vermietern Gabi und Klaus Nitsch, ohne die diese Kneipe niemals hätte bestehen können. Sie alle waren live bei etwas ganz Besonderem dabei, was es vorher noch nie in Remagen gegeben hatte. Etwas, das diese Stadt mit Leben gefüllt und vor allem viel Spaß bereitet hat.
