Royal-Rangers-Stammposten 450 Dernbach / Urbacher Land
Deutschlands größtes Pfadfindercamp war ein voller Erfolg
Dernbach/Urbach. Als sich am Sonntag, 3. August, eine Vorhut von 3.000 Royal Rangers, darunter drei Pfadfinder aus Urbach, auf den Weg nach Neufrankenroda in Thüringen machte, begann der Aufbau des größten Pfadfinderlager Deutschlands. In vier Tagen bauten Leiter und Jugendliche ab 15 Jahren die nötige Infrastruktur des Großcamps auf. Flankiert wurden sie dabei von etlichen Dienstleistern, die Großbereiche wie Verpflegung, Straßenbau, Wasserversorgung oder die Gerüstkonstruktion für die große Burg stellten.
Bis zum Freitag stießen immer mehr Rangers dazu und am Nachmittag füllten fast 15.000 Teilnehmer den Campplatz. Unter ihnen waren auch 48 Teilnehmer vom Royal-Rangers-Stammposten 450 Dernbach / Urbacher Land. Kleine Teams von meist sechs bis zehn Teilnehmern begannen überall auf dem 63 Hektar großen Areal, ihre Schlafzelte, Kochstellen und einen Essplatz aufzubauen. So entstanden auf dem Gelände über 2.000 Teamplätze, die für die Kinder und Jugendlichen eine Art Zuhause innerhalb des Camps darstellten. Die Dernbacher gehörten zur Campstadt „Fürstentum Wied“.
Erstes großes Highlight des Camps unter dem Motto „Aufbruch“ wurde die fulminante Eröffnungsveranstaltung in der Burg. Nachdem unter anderen Thüringens Staatssekretärin Hildigund Neubert ein Grußwort an die Teilnehmer richtete, begann der Abend mit dem Ersten von vier Akten eines Theaters, was den Aufbruch innerhalb der Kirche durch den Mönch Martin Luther sowie eine begleitende Romanze erzählte. Auf das Schauspiel folgte eine rasante Show aus Musik, live präsentierten Royal-Rangers-Abenteurer und ein großes Feuerwerk.
Bevor die Rangers diesen begeisternden Abend beschlossen, hatte die Campleitung zur Überraschung aller, für jeden Teilnehmer noch ein Geschenk. 20.000 Bibeln wurden extra für das Bundescamp gedruckt und vor dem Verlassen der Burg an jeden Teilnehmer überreicht.
Die kommenden Camptage waren gefüllt mit zahlreichen Programm- und Aktivitätsangeboten. Es wurden Wettbewerbe in den Pfadfinderdisziplinen wie Bauen, Kochen und Singen veranstaltet. Auf etwa drei Kilometern Marktstraße konnten sich die Kinder in mittelalterlichen Handwerkskünsten üben und dabei zum Beispiel eine eigene Buchseite auf einer Gutenbergpresse drucken oder eine Pfeilspitze im Feuer schmieden.
Es war ein unvergessliches Erlebnis, dass sie dabei sein konnten, werden die Urbacher und Dernbacher sicher noch lange davon sprechen. Ein herzlicher Dank galt allen privaten Spendern und Firmen in der Region, die den Stamm finanziell unterstütz haben. Es war für alle eine sehr beeindruckende und spannende Zeit auf dem Camp.
