Theatergruppe Urbach feiert Zehnjähriges
„Ein Krimi für das Schloßgespenst“
Das neueste Premierenstück verspricht viel Zweideutiges
Urbach. Mit ihrem neuesten Stück „Ein Krimi für das Schloßgespenst“ feiert die Theatergruppe Urbach ihr zehnjähriges Bestehen. Anke Marmé begrüßte das Premierenpublikum am vergangenen Wochenende und meinte: „Wir wollen noch lange weitermachen.“ In der ausverkauften Premierenvorstellung in der Urbacher Turnhalle öffnete sich der Vorhang für eine Kriminalkomödie in drei Akten von Werner Lachmann. Jedes Jahr veranstaltet Onkel August mit seiner großen Familie ein Treffen auf seinem Schloss. Der Wunsch des Onkels ist, dass jedes Jahr eine andere Familie ein selbst geschriebenes Theaterstück aufführt. Der Autor dieses Stückes ist der Onkel selbst. Für das kommende Treffen sollen die „Vogelfamilien“ das Stück aufführen. So gelangen die Manuskripte zu den Familien Sperling und Fink. Sie sind neben der Überbringerin der Manuskripte, Amanda Katz, und Hausfreund Bruno, die Akteure des Stücks.
Die Zuschauer erleben im Wohnzimmer der Familie Sperling live die Proben für das Stück. Bis die Proben wirklich so richtig beginnen können, gibt es allerlei Turbulenzen. So ist Jutta Fink, verkörpert von Anke Marmé, mit ihrer zugewiesenen Rolle überhaupt nicht einverstanden und zickt während der ganzen Proben zur Erheiterung der Zuschauer herum. Der selbst ernannte Regisseur, Ulrich Sperling (Hans Nußbaum) hat seine liebe Mühe die ans Laufen zu bekommen. Ist doch die Sperlingstochter auch nicht ganz einfach. In diesen Dialogen kommen Sprüche an den Tag, die dem Premierenpublikum immer wieder helle Freude bereiten. Hinzu kommt noch, dass sowohl Jutta Fink als auch die Tochter Birgit Sperling davon ausgehen, jeweils die Haupterbin des Onkels und damit des Schlosses zu sein. Nichts zu lachen hat der Ehemann von Jutta, Waldemar Fink (Joachim Urban), der ständig von seiner Ehefrau zurechtgewiesen wird. Hausfreund Bruno (Nico Deneu) hat nichts Besseres zu tun, als jedem lautstark zu verkünden, dass er Vater wird.
Amanda Katz, gespielt von Kerstin Knop, ist unverheiratet und macht alle Männer an. So verursacht eine heiße, vermeindliche Kussszene auf dem Boden des Wohnzimmers der Familie Sperling das Misstrauen der Hausherrin Rosi (Heike Dilthey), die ständig eifersüchtig reagiert.
Diese Mischung und die Sprüche, die teils eindeutig zweideutig sind, begeisterten das Premierenpublikum. Dieses durfte auch den Schlossherren kennenlernen, der an diesem Abend von Heiko Marmé verkörpert wurde. Viermal wird das lustige, unterhaltende Stück in Urbach an dem Premierenwochenende aufgeführt. Wer das Stück verpasst hat, der hat in Oberhonnefeld im Kultur- und Jugendzentrum noch die Chance das Stück zu sehen.
Die Theatergruppe Urbach tritt dort am Samstag, 21. März, 20 Uhr, Sonntag, 22. März, 14 Uhr, Freitag, 27. März, 20 Uhr, Samstag, 28. März, 20 Uhr und am Sonntag, 29. März, um 19 Uhr, auf.
Der Onkel und Schlossbesitzer (rechts) bei seinem Auftritt vor versammelter Mannschaft.
