Allgemeine Berichte | 11.06.2019

Bei der Einweihungsfeier gab es aufgrund von Spenden Essen und Getränke kostenlos

Ein wunderschöner neuer Dorfmittelpunkt

Die Ortsgemeinde muss für die Gestaltung des Bonefelder Zentrums rund 200 000 Euro aufbringen

Zur Dorfplatzeinweihung überreichte VG Bürgermeister Breithausender Ortsbürgermeinsterin ein Geschenk. Fotos: HEP

Bonefeld. Schon mal erlebt, dass es alles kostenlos gibt? Ja, beim Fest zur Einweihung des neuen Dorfplatzes in Bonefeld. Dort gab es Kaffee, Kuchen, Würstchen, Bier und alle anderen Getränke gratis, und ein Entertainer bespaßte die Kinder.

Und wie ist das möglich? Durch Spenden der im Bonefelder Gewerbegebiet ansässigen Unternehmen, einer Brauerei und der Bonefelder Mennonitengemeinschaft, die für Kaffee, Teilchen und selbstgebackenem Kuchen gesorgt hatte.

Etwa 150 Bonefelder nahmen teil an diesem Ereignis, zu dem die alte und neue Ortsbürgermeisterin Claudia Runkel u.a. auch Landrat Achim Hallerbach, Kreisbeigeordneter Michael Mahlert, VG-Bürgermeister Hans-Werner Breithausen sowie Vertreter von Verwaltungen, Baufirmen und Planungsbüro, hier besonders der „Bunnefäller Jong“ Sven Elberskirch, begrüßte.

Claudia Runkel blickte zurück auf die Entstehung dieses tollen Dorfplatzes, als die Gemeinde vor vier Jahren das Anwesen von der Familie Urbaniak gekauft hatte.

Im Jahre 1908 erwarb das Anwesen Karl Reinhard mit seiner Familie. Viele Jahrzehnte war es deren zu Hause, führte Claudia Runkel aus und: „Die Enkel sind hier groß geworden und waren in den Familienbetrieb von Anbeginn an integriert. Es gab einen Lebensmittelladen, die Backstuff vom Bündel, wie Werner Reinhard hier genannt wurde, eine Pension, eine Gaststube und den Saal. Und damals hätte man wohl nie vermutet, dass das alles einmal abgerissen und Geschichte sein wird“, erinnerte die Ortsbürgermeisterin.

Die maroden Gebäude zu erhalten war für die Gemeinde nicht möglich, denn die Renovierung hätte Unsummen verschlungen. „Wir entschieden uns für eine Buswendeschleife mit angrenzendem Dorfplatz, der, wie wir hoffen, ein Ort der Begegnungen wird. Ein Ort, wo man sich einmal ausruhen kann, ein Ort, wo man vielleicht ein Fest feiern kann, wo man Boule spielen kann oder einfach nur Menschen trifft und ein Schwätzchen hält“, erklärte Claudia Runkel die Entscheidung von Rat und Verwaltung.

Vor dem Abriss musste das Gebäude entrümpelt werden, was die Ortsbürgermeisterin als große Herausforderung bezeichnete, weil ja vielleicht das ein oder andere noch brauchbar war.

Schließlich lud der Burschenverein zur Party ein, damit die Bonefelder Abschied von einer Art Kultgebäude nehmen konnten. Apropos Burschenverein: Deren Mitglieder waren auch bei der Dorfplatzeinweihung wieder in Aktion, zapften Bier und gaben andere Getränke aus.

Die Rednerin blickte auch zurück auf die Großübung der Löschzüge Rengsdorf, Kurtscheid und Bonefeld, da die Gemeinde das Anwesen dafür zur Verfügung gestellt hatte.

Im November 2016 verwandelte das Abrissunternehmen innerhalb weniger Tage die Dorfmitte in eine Kraterlandschaft.

Als der Zuschuss zum Neubau der ÖPNV Haltestelle mit Buswendeanlage bewilligt worden war, ging es los und seit gut einem Jahr, ist die Anlage fertig.

„Für die Zukunft ist die Beförderung unserer Bürger und Bürgerinnen sichergestellt und unsere Kinder stehen nicht mehr so gefährdet an der Bushaltestelle, wie es früher der Fall war“, sagte Claudia Runkel und verwies auf das Bushäuschen, das der Bonefelder Steinmetz Ulrich Korth, er starb Anfang des Jahres, mit Basaltsäulen, -tisch und vier -hockern verzierte.

„Auf einer Parzelle der Buswendeschleife haben wir ein Baumloch einbringen lassen. Dort wird in jedem Jahr nun der Kirmesbaum aufgestellt oder zur Adventszeit der Weihnachtsbaum“, kündigte die Ortsbürgermeisterin an, die schließlich auf die Finanzierung einging: „Die Zuwendungsanträge an die ADD Trier für den Ankauf und Abriss des Objektes wurden ebenso mit 50 Prozent der Gesamtkosten gefördert, wie auch der Antrag über die Dorferneuerung zur Umgestaltung des Platzes. Die uns zugewiesenen Beträge beliefen sich auf 84 000 Euro für die Dorfplatzgestaltung und 58 000 Euro für Ankauf und Abriss des Gebäudes. Unvorhergesehene Arbeiten kosteten weitere 57 000 Euro, für die es ebenfalls 50 Prozent gab. Ohne die Förderung hätten wir die Kosten für dieses Projekt nur schwer stemmen können.“

Hans-Werner Breithausen, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach, die das Projekt mit Ausschreibungen, Baubetreuung und Abrechnungen förderte, sprach über die Finanzen: „Das Gesamtprojekt beläuft sich auf rund eine halbe Million Euro, für die es etwa 60 Prozent Zuschuss gibt, was für die Ortsgemeinde rund 200 000 Euro bedeutet.“

Aber wie kann eine Gemeinde mit knapp 1000 Einwohnern eine solche Summe aufbringen? „Wir sind finanziell gut aufgestellt, denn wir haben ein super Gewerbegebiet und können das stemmen“, versicherte die Ortsbürgermeisterin.

Der neue Bonefelder Dorfplatz am Hang ist wirklich ein Prachtstück mit vielen großen Bänken, einer Boulebahn, zwei Liegen sowie zwei Bänken mit einem Tisch und an einer Hausfassade ein Bild des Anwesens Reinhard: „Der Anblick des Wandbildes erinnert an die alten Zeiten. „Unsere Künstlerin Karina Kocherscheidt, sie ist auch aktiv im Akkordeonclub, hat sich eigens für die Wandmalerei eine Woche Urlaub genommen“, lobte die Ortsbürgermeisterin und überreichte als Dank ein Geschenk.

Apropos Bonefelder Akkordeonclub: Der hat insgesamt 15 aktive Mitglieder und sorgte unter Dirigent Volker Kocherscheidt für das passende musikalische Ambiente.

Landrat Achim Hallerbach gratulierte den Bonefeldern für diesen schönen Dorfplatz und meinte: „Eine Gebäudestruktur wurde weggenommen und damit neuer Raum geschaffen für künftige Generation, um in eine neue Zukunft zu gehen.“

Als einen historischen Tag mit Rückblick auf Erinnerungen an einen Veranstaltungsort, der jetzt aber auch Zukunft hat, bezeichnete VG-Bürgermeister Breithausen diese Einweihung: „Das Neue ist ein tolles Ergebnis, hier kann man sich treffen, Bier trinken, Veranstaltungen und Konzerte machen und es ein Standortvorteil, dass man vor der Haustür in den Bus einsteigen kann.“

Als der offizielle Teil beendet war, spielte das Akkordeon-Orchester und auf dem Rasen neben an der Boulebahn unterhielt Stephan Prekär, Artist und Comedian aus Bonefeld, u.a. mit Zaubertricks und Jonglage die Kinder.

HEP

Der Bonefelder Artist und ComedianStephan Prekär bespaßte die Kinder.

Der Bonefelder Artist und Comedian Stephan Prekär bespaßte die Kinder.

Für das passende musikalische Ambiente sorgte der Bonefelder Akkordeonclub unter Dirigent Volker Kocherscheidt.

Für das passende musikalische Ambiente sorgte der Bonefelder Akkordeonclub unter Dirigent Volker Kocherscheidt.

Die Kommunalpolitiker weihtenauf dem Dorfplatz auch die neue Boulebahn ein.

Die Kommunalpolitiker weihten auf dem Dorfplatz auch die neue Boulebahn ein.

Zur Dorfplatzeinweihung überreichte VG Bürgermeister Breithausen der Ortsbürgermeinsterin ein Geschenk. Fotos: HEP

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