Feuerwehr Puderbach blickte auf 2012 zurück
Floriansjünger zogen Resümee
Puderbach. Am Ende des Jahres treffen sich die Feuerwehrkameraden des Löschzuges Puderbach immer, blicken gemeinsam zurück auf das ablaufende Jahr und ziehen ein Resümee. Der neue Verbandsbürgermeister Volker Mendel war gekommen und meinte bei seiner Begrüßung: „Ich habe große Hochachtung vor eurer Tätigkeit. Bei der Nachwuchssuche müssen wir auch neue Wege gehen. Gemeinsam müssen wir überlegen, wo wollen wir in fünf Jahren stehen, wo müssen wir in drei Jahren stehen.“
Zu Gast war auch Landrat Rainer Kaul. Er fand, dass die „Wertschätzung der Freiwilligen Feuerwehr in der Bevölkerung sehr hoch sei“. In Punkto Nachwuchs vertrat er die Meinung: „Der Frauenanteil in der Freiwilligen Feuerwehr muss erheblich höher werden.“ In diesem Punkt hat sich die Stärke der Puderbacher Feuerwehr zum Jahresende halbiert. Die Feuerwehrfrau Anna Biegel schied zum 31. 12. 2012 aus persönlichen Gründen aus der Wehr aus.
Im Rahmen der Zusammenkunft standen ein Reihe von Beförderungen an. Zum Feuerwehrmann wurde Kai Schwarz ernannt, zur Oberfeuerwehrfrau Daniela Packmohr, zum Oberfeuerwehrmann Dennis Schäfer. Nach Ableistung von diversen Ausbildungen wurden Michael Führer und Marc Weissgerber Brandmeister. Oberbrandmeister ist jetzt Arnd Kuhl und Hauptbrandmeister darf sich ab sofort Stefan Wirth nennen. Seit 25 Jahren sind Volker Wirth und Marc Weisgerber in der Wehr erfolgreich aktiv. Dafür bekamen sie die silberne Ehrennadel. Die goldene Ehrennadel bekam vom Landrat Rainer Kaul Gerhard Hottgenroth ans Revier geheftet.
Der Wehrleiter der Verbandsgemeinde Puderbach, Dirk Kuhl, gab aus seiner Sicht einen Überblick über aktuelle Dinge. So wird ab dem ersten Januar der Digitalfunk als Standardfunk im Puderbacher Land genutzt. Nicht nur ihm macht die aktuelle Mannschaftsstärke der Puderbacher Wehr von 28 Mann Sorgen, insbesondere in der Tagesbereitschaft. „Idealer Weise wäre die doppelte Stärke gut, dann könnten die Arbeiten auf mehr Schultern verteilt werden“, ist die Meinung von Dirk Kuhl.
Dass die Puderbacher Wehr gut beschäftigt ist, zeigte der Rückblick. Insgesamt 76 Alarmierungen gingen in 2012 ein. Es waren 44 Hilfeleistungen, 25 Brandeinsätze und 7 Brandmeldealarme zu verzeichnen. Der tragischste Einsatz war in der Nacht vom 21. auf den 22. August 2012. Hier wurden zwei Personen von einem herabstürzenden Ast zwischen Steimel und Niederwambach in ihrem Fahrzeug erschlagen. Die Bergung der Toten war aufgrund des total zerstörten Fahrzeuges langwierig.
Die gefahrenen Einsätze erforderte ein Aufwand von rund 1.000 Stunden. Für Aus- und Weiterbildung wurden 1.900 Stunden investiert. Der höchste Anteil an Stunden, nämlich etwa 2.700 Stunden mussten für Pflege und Wartung der Fahrzeuge und der Gerätschaften, sowie für Bau- und Reparaturarbeiten aufgewandt werden. Daneben zeigen die Aufzeichnungen noch 800 Stunden für sonstige Arbeiten.
Stefan Klein berichtete von den Aktivitäten der Jugendfeuerwehr. Sie nahm erfolgreich an einer Großübung der Jugendwehren auf der Deponie Linkenbach teil. 27 Kinder und Jugendliche sind in der Jugendwehr aktiv. Für sie gab es neben diversen Einsätzen an Tagen der offenen Tür bei benachbarten Wehren auch in großes Zeltlager in Puderbach. Die Puderbacher Wehr investierte in ihren Nachwuchs 2.000 Stunden in 2012. In den Unterricht mit Schulen und Kindergärten wurde ebenfalls Zeit und Energie investiert. Geplant ist in Puderbach die Einführung einer Bambiniwehr, in der Kinder von 6 bis 10 Jahren aufgenommen werden.
Die Puderbacher Wehr hat auch einen Förderverein, der sich mit den unterschiedlichsten Aktivitäten für die Wehr engagiert. Im ablaufenden Jahr konnte der Verein seine Wehr mit 5.500 Euro für verschiedene Anschaffungen unterstützen. WT
