Allgemeine Berichte | 16.12.2015

Verbandsgemeinde Puderbach legt Wirtschaftspläne Wasser und Abwasser 2016 vor

Hauptaugenmerk liegt bei der Trinkwasseroptimierung

Puderbach. Für das Wasserwerk plant die VG Puderbach 2016 mit einem Jahresverlust von 31.000 Euro. Die Veränderungen zum Vorjahr sind geringfügig. Auf der Ausgabenseite erhöhen sich tarifbedingt die Personalkosten. Diese Mehrkosten können jedoch durch vertretbare Einsparungen bei den Unterhaltungsmaßnahmen und sinkenden Zinsaufwendungen mehr als kompensiert werden. Insgesamt ist eine Ergebnisverbesserung um 21.000 Euro gegenüber dem Jahr 2015 vorgesehen.

Versorgungssicherheit soll gesteigert werden

Auch im Jahr 2016 liegt das Hauptaugenmerk der Wasserversorgung noch bei der Trinkwasseroptimierung. Über das neu zu errichtende Zwischenpumpwerk im Bereich der Kläranlage Hölzches Mühle werden die beiden zentralen Hochbehälter „Dernbacher Kopf“ und „Keltenhügel“ in Oberdreis-Lautzert unmittelbar miteinander verbunden. Damit wird die Versorgungssicherheit gesteigert. Im Bedarfsfall kann dann ein Hochbehälter den anderen unterstützen beziehungsweise die Notversorgung sicherstellen. Die noch fehlende Verbindung zwischen dem Zwischenpumpwerk und dem Verteilerbauwerk Harschbach wird in 2016 fertiggestellt. Investieren müssen die Werke auch in neue Fernüberwachungs- und Steuerungsanlagen. Die bestehenden Anlagen sind veraltet, reparaturbedürftig und teilweise nicht mehr miteinander kompatibel. Zudem müssen die einzelnen Anlagen mit der neuen Prozessleitstelle im Zwischenpumpwerk im Bereich der Kläranlage Hölzches Mühle verbunden werden. Das gleiche gilt auch für das Abwasserwerk. Auch dort sind diese Anlagen veraltet und müssen sukzessive in die neue Prozessleitstelle der Kläranlage Hölzches Mühle eingebunden werden. Zur Sicherstellung der eigenständigen Trinkwasserversorgung ist die Neufassung der Quelle Oelsbach in Oberdreis-Dendert vorgesehen. Mit der Planung wurde bereits 2015 begonnen. Im Einvernehmen mit der Wasserwirtschaftsverwaltung werden die Bauarbeiten 2016 und 2017 umgesetzt. Mit der Fassung der Quelle soll die Trinkwasserversorgung im Verteilungsbereich des Hochbehälters Keltenhügel unterstützt werden. Im Ortsnetz ist lediglich die Neuverlegung der Hauptwasserleitung in der Hauptstraße in Puderbach im Zuge des Neubaus des Kanalstauraumes vorgesehen.

Jahresverlust von 46.000 Euro beim Abwasserwerk

Beim Abwasserwerk ist im Erfolgsplan 2016 ein Jahresverlust von 46.000 Euro geplant. Die Erhöhung des wiederkehrenden Beitrages Schmutzwasser wird vor allem durch steigende Abschreibungen und Zinsen, verursacht durch die Erweiterung und Erneuerung der Kläranlage Hölzches Mühle, benötigt.

Der Investitionsplan wird von mehreren Faktoren beeinflusst. Wie in den vergangenen Jahren bilden die Maßnahmen der Erweiterung und Erneuerung der Kläranlage Hölzches Mühle die Hauptpositionen. Mit dem zweiten und insgesamt kostenintensivsten Bauabschnitt wurde, wie bekannt, in 2014 begonnen. Neben der Fortführung der 2015 begonnenen Errichtung des Faulbehälters und der dazu gehörigen Elektro- und Maschinentechnik sind für 2016 der Umbau des bestehenden Prozesswasserbeckens, der Bau von drei Voreindickern sowie die Errichtung des Treppenturmes, des Gasbehälters und der Gasfackel für den Faulbehälter vorgesehen.

Dieser Faulbehälter bildet die zentrale Anlage der neuen Schlammschiene. Damit verbunden ist die Umstellung von der bisherigen Stabilisierung zur Faulung des anfallenden Klärschlammes. Das bei diesem Prozess entstehende Faulgas dient zur Strom- und Wärmegewinnung, die rein für den Eigenverbrauch der Anlagen der Kläranlage selbst bestimmt sind. An dem aktuell im Bau befindlichen zweiten Bauabschnitt ist die Papierfabrik Metsä Tissue GmbH mit einem Anteil von nahezu 50 Prozent beteiligt. Weiterhin erhält die Verbandsgemeinde eine Förderung der Wasserwirtschaftsverwaltung in Höhe von aktuell 40 Prozent für die Maßnahmen der Erweiterung und Erneuerung der Kläranlage Hölzches Mühle. Dennoch verbleibt ein nicht unerheblicher Anteil, der über Kapitalmarktdarlehen zu finanzieren ist.

Bei der Flächenkanalisation besteht Handlungsbedarf

Neben der Erweiterung und Optimierung der Kläranlage Hölzches Mühle besteht auch in der Flächenkanalisation akuter Handlungsbedarf. Die auf Forderung der SGD-Nord durchgeführte Schmutzfrachtberechnung aus dem Jahre 2010 hat die Notwendigkeit zum Bau von sogenannten Kanalstauräumen in verschiedenen Bereichen ergeben. Einige Maßnahmen, zum Beispiel die Stauräume in Steimel-Sensenbach und Oberdreis wurden bereits umgesetzt. Die Stauräume in der Ortslage Puderbach, Hauptstraße und in Raubach, Harschbacher Straße stehen noch für 2016 und 2017 an. Alle Kanalstauräume werden durch das Land umgerechnet mit rund 65 Prozent der Investitionskosten gefördert. „Weiterhin stehen wir sowohl technisch als auch wirtschaftlich vor großen Herausforderungen. Die Erweiterung und Verbesserung der Leistungsfähigkeit der Kläranlage Hölzches Mühle, mit den Problematiken eines Umbaues im laufenden Betrieb, wird uns die nächsten Jahre weiter begleiten. Trotz Förderung durch das Land Rheinland-Pfalz und die weiterhin günstigen Kreditkonditionen, steigen die Zinsaufwendungen durch die notwendigen Neuaufnahmen deutlich“, sagte Volker Mendel und ergänzt: „Für 2016 mussten wir daher mit einer Anpassung des wiederkehrenden Beitrages Schmutzwasser darauf reagieren. Zukünftig sind weitere notwendige Erhöhungen abzusehen.“ Der wiederkehrende Beitrag Schmutzwasser soll daher von bisher drei Cent auf nunmehr fünf Cent erhöht werden. Für ein Mustergrundstück von 700 Quadratmeter und einem Vollgeschosszuschlag von bis zu zwei Vollgeschossen ergeben sich damit jährliche Mehrkosten in Höhe von 21 Euro.

Rat stimmt Preiserhöhung zu

Die Entgelterhöhung für das Jahr 2016 umfasst lediglich den benötigten notwendigen Bedarf für das Jahr 2016. Trotz dieser Mehreinnahmen wird für das Wirtschaftsjahr 2016 des Abwasserwerkes mit einem vertretbar leichten Jahresverlust gerechnet. „Bedenken Sie jedoch, dass alle getätigten und die noch anstehenden Investitionen vor allem dem Schutz unseres eigenen Trinkwassers und der Umwelt, und damit vor allem unserer Lebensqualität hier im Puderbacher Land dienen“, fasste Volker Mendel die Wirtschaftspläne zusammen. Der Rat stimmte der Erhöhung des Preises zu.

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