Allgemeine Berichte | 11.01.2013

Klärwerk Hölzchens Mühle wird umgebaut

Werkleiter Eckhardt Gönner (Mitte) erklärt Bürgermeister Volker Mendel (rechts) die Funktion der Pumpen im neuen Maschinenraum. WT

Puderbach. Das Puderbacher Klärwerk Hölzchens Mühle wird umgebaut und auf den neuesten Stand gebracht. Es ist keine leichte Aufgabe für die Werke der Verbandsgemeinde Puderbach ein solch großes Klärwerk bei laufendem Betrieb umzubauen. Startschuss war im Herbst 2010 und die endgültige Fertigstellung ist im Jahr 2017 geplant. Es ist eine gewaltige Baumaßnahme, deren Volumen bei 12 bis 14 Millionen Euro liegt. Davon sind derzeit im ersten Bauabschnitt rund 2,5 Millionen Euro verbaut. Der dickste Brocken wird im zweiten Bauabschnitt kommen. Dort werden die neue Schlammschiene und der Faulturm errichtet. Der Faulturm dient zur Nachbehandlung des anfallenden Klärschlammes.

Im Faulschlamm lösen sich unter anderem Faulgase wie Methan. Das aufgefangene Gas wird künftig energetisch verwertet. Es wird zur Erzeugung elektrischer Energie in einem Blockheizkraftwerk verwendet werden. Diese erzeugte Energie kann zu 80 Prozent selbst genutzt werden. Damit wird die neue Kläranlage energetisch unabhängig. Sie ist bislang der größte Stromverbraucher in der Verbandsgemeinde. „Im Bereich des Abwassers fallen jährlich 336.000 Euro an Stromkosten an“, ist aus dem Rathaus zu hören. Wie Werkleiter Eckardt Gönner erklärte, „sind die neuen Bauwerke des Klärwerks auf die nächsten 50 Jahre ausgelegt und damit auch eine Investition für die kommende Generation“.

Zurzeit werden die Pumpen im neuen Maschinenhaus installiert. Sie sind wesentlich leistungsfähiger und verbrauchen deutlich weniger Strom. Im Umbau befindet sich auch die Gebläsestation. Die Erneuerung war erst im dritten Bauabschnitt vorgesehen. Es zeigte sich jedoch, dass die bisherigen Gebläse nicht mehr die erforderlichen Leistungen erbringen. So war hier eine Planungsänderung erforderlich und der direkte Einbau von zwei neuen Gebläsen. Zwei weitere Gebläse kommen kurzfristig hinzu. Der Umbau im laufenden Betrieb erfordert viel Flexibilität von allen Beteiligten. „Es ist keine leichte Aufgabe“, meinte Verbandsbürgermeister Volker Mendel. Im laufenden Jahr wird der Abwasserpreis noch stabil bleiben. Für 2014 muss er neu kalkuliert werden. Die enormen Investitionen werden voraussichtlich eine Anpassung erforderlich machen. WT

Die ersten beiden neuen Gebläsestationen sind angeliefert.

Die ersten beiden neuen Gebläsestationen sind angeliefert.

Werkleiter Eckhardt Gönner (Mitte) erklärt Bürgermeister Volker Mendel (rechts) die Funktion der Pumpen im neuen Maschinenraum. Fotos: WT

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