Naturbeobachtungen am Urbacher Weiher
Leben der Fledermäuse erforscht
Urbach. Eine Gruppe von rund 25 Kindern und Erwachsenen war am ersten Freitag im September unter fachmännischer Betreuung durch den bekannten Naturschutzexperten Manfred Braun und seine Frau Ursula auf Fledermaussuche am Urbacher Weiher. Zuvor hatte Braun in einem außerordentlich lebendigen und kurzweiligen Vortrag im Haus am Hochgericht anhand einiger Demonstrationsobjekte sowie Folien über Vorkommen und Lebensgewohnheiten von Fledermäusen berichtet. So erfuhren die Teilnehmer in spielerischer Atmosphäre beispielsweise, dass Fledermäuse kein Fell haben, in Baum- und Felshöhlen sowie Spalten und Rissen von Gebäuden leben, die Befruchtung vor dem Winterschlaf stattfindet und die Geburt der Jungen erst im darauffolgenden Frühjahr, wie die Flugkünstler sich mittels für das menschliche Gehör nicht wahrnehmbarer Ultraschallwellen und deren Reflektierung orientieren und dass es in Deutschland etwa 22 Fledermausarten gibt, vier davon in Rheinland-Pfalz.
Mit Beginn der Dämmerung begab sich die Gruppe dann an den Weiher, wo jedes Kind mit einem Ultraschalldetektor bzw. -wandler ausgestattet wurde.
Auf diese Weise wurden die Laute der Fledermäuse als „knatternde“ Töne für die Menschen hörbar, und im Schein starker Taschenlampen konnten so auch drei Fledermausarten in jeweils recht großer Zahl geortet werden, nämlich Zwerg-, Fransen- und Wasserfledermäuse. Zum Abschluss der Exkursion an den Weiher verteilte das Ehepaar Braun noch Fledermausstempel und Fledermäuse in Fruchtgummiform an die Kinder, die zuvor bereits verschiedenste Informationsmaterialien in Form von Bastelanleitungen und sonstigen Arbeitsblättern mit nach Hause nehmen konnten.
Ortsbürgermeisterin Anette Wagner bedankte sich schließlich auch im Namen der Dürrholzer Arbeitsgruppe „Naturschutz“ herzlich bei Manfred und Ursula Braun für den spannenden und lehrreichen Abend mit einem Backbuch der Ortsgemeinde Dürrholz, bevor alle Teilnehmer vom Weiher aus den Heimweg antraten.
