Energietipp der Verbraucherzentrale
Luftwärmepumpen nur in Bestandsgebäuden sinnvoll
Nächste Energieberatung am Donnerstag, 11. September
Wärmepumpen erfreuen sich steigender Beliebtheit. Der Umwelt Wärme zu entziehen und mittels Druck auf Heiztemperatur zu bringen, scheint eine elegante Lösung, um mit wenig Strom viel heraus zu holen. Da Tiefenbohrungen größere Teile eines Grundstücks verwüsten können, werden solche Bohrungen selten bei Bestandsgebäuden durchgeführt, wo Gärten und Höfe bereits angelegt sind.
Eine Alternative zu einer Erdwärmepumpe ist die Luft-Wärmepumpe.
Sie erbringt jedoch viel weniger Wärme, denn im Winter ist die Luft viel kälter als das Erdreich. Deshalb kann ein kalter Winter die eine oder andere Luft-Wärmepumpe in die Knie zwingen und statt ökologischer Wärme eine hohe Stromrechnung produzieren. Eine Luftwärmepumpe sollte also nur bei Bestandsgebäuden in Erwägung gezogen werden, die bereits komplett energetisch saniert wurden und die Heizlast eines Niedrigenergiehauses aufweisen. Auch sollten die Heizkörper so dimensioniert sein, dass sich das Haus mit einer niedrigen Vorlauftemperatur beheizen lässt – ideal sind Flächenheizungen, etwa im Fußboden. Schließlich muss auch berücksichtigt werden, dass Luft-Wärmepumpen erheblichen Lärm produzieren können.
Ob sich eine Wärmepumpe für das Haus eignet und zu allen anderen Fragen des Energiesparens berät der unabhängige Energieberater der Verbraucherzentrale nach Terminvereinbarung. Die Energieberatungen finden in der Raiffeisen-Region im Wechsel jeweils donnerstags von 15 bis 18 Uhr statt. Die nächste Energieberatung in Puderbach findet am Donnerstag, 11. September in der Verbandsgemeindeverwaltung, Hauptstraße 13, Sitzungssaal eins statt.
Die Beratungsgespräche sind kostenlos. Voranmeldung unter Tel. (0 26 89) 2 91 42. Für weitere Informationen und einen kostenlosen Beratungstermin: Energietelefon Rheinland-Pfalz, Tel. (08 00) 6 07 56 00, montags von 9 bis 13 und 14 bis 17 Uhr, dienstags von 10 bis 13 und 14 bis 18 Uhr, donnerstags von 10 bis 13 und 14 bis 17 Uhr.
Pressemitteilung
Verbraucherzentrale
Rheinland-Pfalz
