Waldquiz des Forstamtes in Kleinmaischeid
Nachhaltigkeit unterhaltsam vermittelt
Grundschüler lernten auf einem Rundparcours Flora und Fauna kennen und mussten knifflige Aufgaben lösen
Kleinmaischeid. Was Förster tun, war den Schülern beim Waldquiz ganz offensichtlich: Sie bringen lustige Tiere mit in den Wald, informieren, stellen Fragen und vergeben Punkte. Zehn Aufgabenstationen hatte die für die Umweltbildung zuständige Försterin Andrea Bauer für die Kinder der zehn teilnehmenden Klassen beim Waldquiz ausgearbeitet. Mit Herz, Hand und Verstand wurde das Biotop Wald erfasst. Mit strahlenden Augen eilten die Jungen und Mädchen von Station zu Station. Sie hatten auch in Wartezeiten viel Spaß beim Spielen im Wald.
Welche Früchte tragen Birken? Wer hat die abgebildeten Fährten verursacht? Welchen Nutzen bringt der Wald? Was tun eigentlich die Förster? Viele Antworten mussten die Drittklässler aus den Verbandsgemeinden Dierdorf, Puderbach und Rengsdorf finden beim diesjährigen Waldquiz des Forstamtes Dierdorf im Gemeindewald Kleinmaischeid.
Ganz schön knifflig war die Aufgabe, die Förster Frank Krause stellte: Er gab Begriffe vor, die schnell gezeichnet und erraten werden mussten. Sein Kollege Rainer Kuhl ernannte die Schülerinnen und Schüler zu Setzlingen, die heranwuchsen und zu alten großen Bäumen wurden, die im hohen Alter geerntet wurden. So erlebten die Kinder im Rollenspiel den Lebenskreislauf des Waldes. Bei Tobias Kämpf musste Wissen mit Staffellauf vereint werden, damit die Zuordnung von Blättern, Früchten und Samen die Höchstpunktzahl einbrachte. Kämpfs Jagdterrier durfte nicht mitrennen, und die Waldtiere, die Erhard Rüdig ins Laub gesetzt hatte, konnten es nicht, weil sie Präparate waren.
Vom Wald in den Supermarkt
Anschaulich demonstrierte Förster Friedhelm Kurz, dass viele alltägliche Produkte, die im Supermarktregal stehen, aus dem Wald stammen. Waren, Pflanzen und deren Namen galt es zuzuordnen.
Großer Eifer schlug Märker-Förster Harald Schmidt entgegen, denn seine Station war mit Holzböcken, Stämmchen und Bügelsägen bestückt. Bevor die drei Teams lossägen konnten, mussten viele Fragen zu den Arbeiten im Wald beantwortet werden. Die abgesägten Holzscheiben wurden als Trophäen stolz mitgenommen.
Um die Vermehrung der Bäume ging es an der Station von Michael Nass, aber die Kinder fanden die zutrauliche indische Laufente des Försters interessanter. Das Fichtenzapfen-Zielwerfen erforderte dann ihre ganze Konzentration.
Dann war man auf dem Holzweg bei Revierförster Bernd Frorath, der über den Weg von der jungen Pflanze bis zum fertigen Produkt informierte. Die vielen Fotos in die richtige Reihenfolge zu bringen, erforderte wieder Teamarbeit.
Franziska Hoquart war für die verschiedenen Eichenarten und ihren vielfältigen Nutzen zuständig. Dann war der Rundparcours durch den wunderschönen Wald, der den Zielbegriff Nachhaltigkeit den Kindern unterhaltsam nahe brachte, beendet. Während Andrea Bauer die Auswertung vornehm, waren die fleißigen Schüler der teilnehmenden Schulen aus Großmaischeid, Anhausen, Urbach, Straßenhaus, Melsbach, Raubach, Puderbach und Dierdorf eingeladen, sich an der frisch renovierten Isertalhütte mit Würstchen und Getränken zu stärken.
Feierliche Siegerehrung
Die Jagdhornbläser eröffneten die Siegerehrung, die von Forstamtsleiter Uwe Hoffmann im Beisein aller Förster, der Verbandsbürgermeister von Dierdorf und Puderbach, Horst Rasbach und Volker Mendel, Dietmar Neitzert als Vertreter des Sponsors Sparkasse sowie der Geschäftsführerin des Naturparks Rhein-Westerwald, Dr. Friedericke Weber, vorgenommen wurde. Hoffmann betonte, dass die deutsche Forstwirtschaft Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit sei. „Ihr seid die Generation, die die Zukunft weiter bauen soll“, appellierte er an die kleinen „Waldmeister“.
Jede teilnehmende Gruppe erhielt eine Urkunde und einen Geldpreis sowie ein Sachgeschenk der Sparkasse. Gewinner des Waldquiz war die Klasse drei der Grundschule Melsbach vor den Klassen 3 a/3 b der Braunsburgschule Anhausen und der Klasse 3 a/3 c der Gutenbergschule Dierdorf.
Friedhelm Kurz erklärte, dass viele alltägliche Produkte im Supermarktregal aus dem Wald stammen.
Frank Krause stellte knifflige Aufgaben.
