Fußball-Bezirksliga Ost
SC Berod-Wahlrod kann nur noch hoffen
Berod. Es gab keine Schützenhilfe aus Windhagen: Der Aufsteiger, der bei einem Sieg über den Spitzenreiter aus Neitersen selbst noch Titelchancen gehabt hätte, musste am Ende anerkennen, dass die Gäste das kompakteste Team der Liga in dieser Saison sind. So siegte der Tabellenführer zwar nur mit 1:0, hat aber sechs Punkte Vorsprung bei zwei noch ausstehenden Spielen in der Bezirksliga Ost. Einen Durchhänger hat die SG Puderbach. Das 0:3 gegen die SG Weitefeld war die dritte Niederlage in Folge. Trotz der Niederlage bleiben die Kombinierten auf dem sechsten Tabellenplatz.
SC Berod-Wahlrod - SG Ellingen/Bonefeld 2:1 (2:1). Der Beroder Angreifer René Nagel hatte bereits nach sechs Minuten seine Arbeit erledigt und zwei Treffer erzielt. Die sollten am Ende auch reichen, um die SG Ellingen im Derby zu besiegen.
Bereits in Minute vier hatten die Gastgeber das erste Mal gejubelt. Mario Pavelic hatte Nagel herrlich in Szene gesetzt. Zwei Minuten später zeigte sich die Abwehr der Gäste nicht konsequent genug, als Nagel zum zweiten Mal traf. Die Gäste wirkten nun geschockt und hätten in der Folgezeit höher in Rückstand geraten können, denn nochmals Nagel und Spielertrainer Thomas Schäfer hatten durchaus den dritten Treffer auf dem Fuß. Erst Mitte der ersten Hälfte fanden auch die Gäste ins Spiel. Aber bis zur Pause war es nur Stefan Zent (31.), der etwas Zählbares erreichen konnte. Er nutzte die Vorarbeit von Christian Weißenfels zum 2:1-Pausenstand. Nach der Pause wirkten die Gäste optisch überlegen, so dass sich die Schäfer-Schützlinge auf das Kontern verlegten.
Aber der Tabellenzweite überstand auch diese Drangphase und hatte somit am Ende die Nase vorn. Somit konnte sich am Schluss auch Schäfer freuen: „Jetzt ist uns Platz drei kaum noch zu nehmen, aber vielleicht springt ja auch noch etwas mehr heraus.“
SC Berod-Wahlrod: Redel, Neumann (82. Cousin), Weller, Heer, Henzel, Land, Brandenburger, Nagel (68. Velten), Pavelic, Pfeifer, Schäfer (81. Müller).
SG Puderbach - SG Weitefeld 0:3 (0:0). Bereits die dritte Niederlage in Folge kassierte die SG Puderbach bei ihrem Heimspiel gegen die SG Weitefeld. Gegen den Tabellenfünften konnte die Mannschaft von Maik Rumpel nur eine Halbzeit lang mithalten. Mit dem Führungstreffer drei Minuten nach der Pause war der Widerstand jedoch gebrochen.
Am Ende hatten Fabian Lohmar (56.) und Kevin Lopata (89.) das Ergebnis ausgebaut. Verdient, wie beide Trainer am Ende auch zusammenfassten. „Insgesamt war das heute nichts Besonderes, aber aufgrund der zweiten Halbzeit sicherlich doch verdient“, freute sich Weitefelds Übungsleiter Jörg Mockenhaupt. Und auch Puderbachs Trainer Rumpel musste eingestehen: „Wir haben uns nach dem schnellen Rückstand einfach nicht gewehrt. So kannst du in dieser Liga nicht viel holen.“
SG Puderbach: Krokowski, Arndt, Grunewald, Moosakhani, C. Neitzert, Walkenbach, A. Neitzert (61. Heinen), Keller (57. Bayer), Mestiri (78. Kaul), Sawadsky, Seuser.
Vorschau
In der Bezirksliga scheint fast alles entschieden. Außer der wichtigsten Frage: Wer wird Meister? Alles deutet auf die SG Neitersen hin, die mit sechs Punkten Vorsprung die Liga anführt. Bei noch zwei ausstehenden Spielen sollte dieses Polster reichen, um nach nur einer Saison wieder in die Rheinlandliga zurückzukehren. Bremsen kann die Kombinierten nur noch der SC Berod-Wahlrod, der den Tabellenführer am letzten Spieltag noch zu Gast hat. Zuvor allerdings muss der SCB am Sonntag dafür noch auswärts in Weitefeld genauso gewinnen wie gleichzeitig Puderbach in Neitersen. Am Liga-Ende dagegen ist alles entspannt. Durch die Tatsache, dass kein Team aus der Rheinlandliga in die Bezirksliga Ost absteigt, gibt es in diesem Jahr nur zwei Absteiger. Und die heißen FSV Osterspai und TuS Gückingen.
