Allgemeine Berichte | 29.04.2015

Massive Ausbreitung am Holzbach und in der Region

Schön und gefährlich, das „Indische Springkraut“

Besonders für heimische Pflanzen, junge Bäume und Sträucher

Das Springkraut. privat

VG Puderbach. Das Indische Springkraut habe sich in Mitteleuropa als „absolute Pestpflanze“ herausgestellt, sagt Thomas Behrens, der als Biologe für die Nabu in Schleswig-Holstein arbeitet. Wer das nicht giftige Indische Springkraut entdeckt, sollte es direkt an der Wurzel ausreißen. Gewächse wie der Blutweiderich und das Mädesüß werden vom Indischen Springkraut überwuchert. Damit ist die Nahrung für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und Schwebfliegen gefährdet. „Das Indische Springkraut zieht Bienen und Hummeln zwar an, es hat aber wenig Pollen. Davon können die Insekten nicht leben“, erklärt Biologe Behrens.

Durch die Ausbreitung des Krauts ist laut Naturschutzbund die Nahrungskette in Gefahr. „Einheimische Pflanzen ernähren die Insekten, die wiederum sind Nahrung für Vögel und Fledermäuse“, so Angelika Schmidt vom Nabu Ammersbek. Außerdem brüten normalerweise Vögel in den flachen Gebüschen. Wenn diese vom Springkraut verdrängt werden, gelangen die Tiere nicht mehr an ihre gewohnten Nistplätze und verschwinden aus den Naturschutzgebieten. Angelika Schmidt sagt: „Die Ausbreitung des Indischen Springkrauts ist ein Angriff auf die Biodiversität.“ Nicht nur in Norddeutschland verursacht das Indische Springkraut große Probleme. Auch bei uns in der Holzbach-Region, in unserer Verbandsgemeinde, hat sich das Indische Springkraut massiv ausgebreitet und das nicht nur am Holzbach und seinen Nebenbächen, sondern auch an Waldrändern und immer häufiger auch in unserem Wald. Tatenloses zusehen, wie sich das Indische Springkraut weiter ausbreitet, werden wir auch in diesem Jahr in unserer Verbandsgemeinde nicht. Gemeinsam wollen wir den im vergangenen Jahr begonnen Kampf gegen das Indische Springkraut fortsetzen. Nur mit vereinten Kräften wird es uns gelingen, dem „Indischen Springkraut“ Paroli zu bieten. Deshalb schon jetzt meine dringende Bitte an Sie: „Machen Sie mit bei der Springkrautbekämpfung in diesem Jahr am Holzbach, an den Nebenbächen und in unseren Wäldern. Weitere Informationen folgen.

Pressemitteilung des

Bürgermeisters Volker Mendel

Das Springkraut. Foto: privat

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