Gewissenlos misshandelt
Umgang mit Straßentieren
Es ist entsetzlich, dass Tiere - in Ländern wie Italien und Rumänien sogar noch mit staatlicher Förderung - völlig gewissenlos misshandelt und unter großen Schmerzen langsam und qualvoll getötet werden. So ist die Vorgehensweise spanischer Jäger bei der Entsorgung ihrer Hunde in meinen Augen an Gemeinheit kaum noch zu übertreffen und hat ihre Ursache ja wohl nur in sadistischer Freude am Quälen. Die Bosheit, die Menschen gegenüber Tieren an den Tag legen, ist erschreckend und sagt viel über das menschliche Wertesystem aus.
Ich kann die Forderung der „Ärzte für Tiere“ nach der Bereitstellung von Geldern für Kastrationen nur befürworten; die Kastrationsaktionen sind in meinen Augen die geeignetste Maßnahme, der Masse der Tiere wirklich zu helfen.
Wir haben zwischenzeitlich 3 spanische Terrier adoptiert und haben mit allen Dreien sehr viel Freude; die Aufnahme der Straßenhunde greift aber nicht an der Wurzel und kann die Probleme der Tiere nicht dauerhaft lösen.
Anzumerken ist an dieser Stelle, dass es auch in Deutschland immer noch zahlreiche Menschen gibt, die ohne die Beachtung von Zuchtgrundsätzen ihre Hunde zu ihrem eigenen wirtschaftlichen Vorteil vermehren oder aus finanziellen Gründen auf die Kastration ihrer Freigängerkatzen verzichten. Also wird auch hier bei uns zur Überpopulation und damit zur nicht artgerechten Haltung von Hunden und Katzen bzw. zur Überfüllung der Tierheime beigetragen.
Zu meinem großen Bedauern hat sich die Bundesregierung bei der Reform des Tierschutzgesetzes dafür stark gemacht, dass Tiere in Deutschland weiterhin als „Sache“ angesehen werden. Der Tierquälerei bleibt somit mit geringen juristischen Folgen nach wie vor Tür und Tor geöffnet.
Gudrun Winkler
Hanroth
