Daufenbacher DorfStammtisch „55plus“
Wie Abfälle wieder nutzbar gemacht werden
Daufenbach. Als Alternative zur Müllverbrennung betreibt der Kreis Neuwied eine Mechanisch-Biologische-Abfallbehandlungsanlage (MBA). Der Daufenbacher DorfStammtisch „55plus“ konnte jetzt die erweiterte und modernisierte Anlage in Linkenbach bei laufendem Betrieb besichtigen. Stefan Kraus, der technische Leiter, empfing die Gruppe im neuen außerschulischen Lernort. In seiner Einführung wies Kraus darauf hin, dass die Zeiten, in denen die Restabfälle aus Haushalten zur Entsorgung einfach deponiert wurden, vorbei sind. Er erläuterte den Senioren die heutige Zielsetzung: Mit einer effizienten Anlage, die in den angelieferten Restabfällen aus Haushalten und Gewerbe enthaltenen Rohstoffe weitestgehend zu separieren und in den Wertstoffkreislauf zurückzuführen bzw. die darin enthaltenen Energien zu nutzen. Wie dieser komplexe Prozess im Zusammenspiel zwischen biologischen und mechanischen Verfahren abläuft, konnten die umwelttechnisch interessierten Stammtischfreunde anlässlich des nachfolgenden Rundgangs durch den Betrieb erleben. Von der Anlieferstation, wo jährlich etwa 65000 Tonnen Restabfälle davon 24000 Tonnen aus dem Kreis Neuwied, angeliefert werden, ging es weiter über die Vorzerkleinerung und mechanische Aufbereitung zur Intensivrottehalle. Hier wird der vorher vom Restabfall mechanisch getrennte Stoffstrom mit einem hohen organischen Anteil biologisch behandelt. Die im Abfall vorhandenen Mikroorganismen zersetzen hierbei die organischen Stoffe so weit, dass der Abfall später ohne Gefahr für die Umwelt auf einer Deponie abgelagert werden kann. Das Abfallvolumen verringert sich bei diesem Verfahren auf nur noch 30 Prozent. Beeindruckend für die Besucher war auch, wie in der mechanischen Aufbereitung in einem mehrstufigen Prozess Eisen-Metalle und nicht Eisen-Metalle maschinell getrennt wurden. Diese aussortierten Wertstoffe werden dann wieder in den Wertstoffkreislauf zurückgeführt. Übrig bleibt ein neuer Rohstoff mit hohem Brennwert, die sogenannte heizwertreiche Fraktion. Verdichtet und auf Lkw verladen wird der hochwertige Brennstoff an industrielle Kraftwerke geliefert. Hier ersetzt er, umwelt- und ressourcenschonend, Kohle oder andere fossile Energieträger.
Pressemitteilung
Daufenbacher DorfStammtisch „55plus“
