Realschule plus Puderbach
Zu Besuch beim Rollitennis
Puderbach. Wie passt das zusammen: Tennisschläger und Rollstuhl? Einige Schüler der Outdoor AG von der Realschule plus aus Puderbach in Begleitung von Marcel Henn und Tatjana Loos waren zu Besuch beim Rollitennis im Sportpark Windhagen. Empfangen und betreut wurden sie von Elke Kugler (Öffentlichkeitsarbeit), Jürgen Kugler (Vorsitzender und Trainer) und Christoph Minkus (Trainer).
Zuerst durften sich die Schüler mit den ihnen zur Verfügung gestellten Rollstühlen vertraut machen. Dabei wurden Stangen und Pylonen aufgestellt, die sie im Slalom umfahren sollten. „Das geht ganz schön in die Arme“, stellten einige erst einmal fest. Daraufhin kam auch schon die nächste Übung: Wettrollen. Dazu wurden jeweils zwei Gruppen gebildet. Die einen meisterten ihre Aufgabe mit Leichtigkeit, während sich die anderen damit schwer taten.
Und das war erst der Anfang, denn: Die Schüler, die (im Gegensatz zu ihren Gegnern vorhin) noch im Vorsprung lagen, erfuhren im Nachhinein recht flott, dass Rollstuhlfahren ohne und später mit einem Schläger doch unterschiedliche Schwierigkeitsgrade aufweist. Nach unzähligem Rollen, Wenden und Vorwärtsbewegen ging es nachfolgend darum, am Ball zu bleiben.
Dabei blieben die Schüler in ihren zugeteilten Gruppen und übten gemeinsam mit Trainer Jürgen Kugler und Trainer Christoph Minkus den Aufschlag. Nach einigen gelungenen Versuchen kam ein bisschen mehr Bewegung mit ins Spiel, in dem die Schüler jeweils zu zweit gegen ein anderes Paar angetreten sind und ihre vorhin eingeübten Schlagtechniken präzisieren konnten - auch hier blieben die Rollstühle nicht aus.
Da die Zeit wie im Flug verging, wurde der Nachmittag mit einem letzten kleinen Mannschaftsspiel beendet.
Zusammengefasst lässt sich sagen: Mit dem Besuch des Rollitennis wurden den Schülern einige abwechslungs- und zugleich lehrreiche Stunden geboten, in denen sie die Möglichkeit hatten, sich in die Situation von Menschen, die aus den unterschiedlichsten Gründen am Gehen behindert sind, hineinzuversetzen. Den zu Beginn skeptischen Schülern wurde schnell bewusst, dass mit einer Gehbehinderung nicht alles gleich vorbei sein muss und dass man Anschluss finden kann bei Menschen sowohl mit als auch ohne körperliche Einschränkungen. Und was verbindet da mehr als der Sport?
