VfR Niederfell 1949 e.V.
50 Jahre Festwirt VfR
Lambertus-Kirmes 2015 in Niederfell
Niederfell. Zum 50. Mal richtete der VfR Niederfell als Festwirt die Lambertuskirmes in Niederfell aus. Dazu hatte er ein tolles Programm vorbereitet, das wahrlich reich an Höhepunkten war.
Am Anfang war der Kirmesbaum
Es begann am Samstag mit dem Aufstellen des Kirmesbaumes. Zuvor hatten viele kräftige Männer den Baum aus dem Niederfeller Wald an den Festplatz gebracht. Dort wurde er von den Niederfeller Kindern toll geschmückt, ehe er dann mit Traktor-und Männerkraft aufgerichtet wurde. Danach kam es zum Fassbieranstich durch den Bürgermeister Arnold Hermann, der es mit sensationellen drei Schlägen schaffte. Weiterer wichtiger Punkt war danach die Hl. Messe für die Lebenden und Verstorbenen der Gemeinde. Der schloss sich die Gefallenenehrung am Ehrenmal an. Hier gedachte die Bevölkerung unter der Mitwirkung des Bürgermeisters Arnold Hermann, von Schwester Radigundis, der Freiwillen Feuerwehr Niederfell, der Mosella Oberfell, dem Frauenchor Moselgold und den Ortsvereinen nicht nur den Gefallenen der beiden Weltkriege, sondern auch den von den Nazis ermordeten Mitbewohner der Herz-Jesu-Hauses Kühr. Nach diesen wahrlich besinnlichen und nachdenklichen Momenten ging es dann ins Dorfgemeinschaftshaus.
Der VfR rief, und der Saal war proppenvoll
Was dort anlässlich des Festkommerses abging, war wahrlich großes Kino. Moderator Han Kary hatte Höhepunkt auf Höhepunkt anzusagen. Zu Beginn begeisterten jede Menge Niederfeller Kinder die Gäste mit dem Lied „ein Hoch auf Uns“, auf Niederfell umgedichtet und einstudiert von Miriam Müller. Danach übernahmen die Schdäifleda die musikalische Regie, die den Saal bei ihren diversen Auftritten voll im Griff hatte.
Ein besonderer Moment war der Auftritt von Miriam Müller, die es schaffte, als erster weiblicher Part in die Phalanx der Männertruppe einzudringen. Und nach ihrem „Atemlos“, ursprünglich von Helene Fischer, konnte auch Alex Seidel wieder strahlen, durfte er doch, fast im Original, „an Tagen wie diesen“ fetzen. Übrigens: die Toten Hosen nach Helene Fischer, das hat was! Weiter ging es mit den drei phantastischen Tanzgruppen des VfR, den Leevja unter Andrea Mönch, den Tanzkids (Lisa Mangels) und den Sternchen (Sarah Künster). Wer diese jungen Mädels gesehen hat, der braucht sich um den Nachwuchs in Niederfell keine Gedanken zu machen. Zwischen diesen tollen Tanzvorführungen gab der Ehrenvorsitzende des VfR, Heinz-Jürgen Meidt, eine kurze Zusammenfassung über die Ursprünge, wie der VfR diese Kirmes übernommen hat, wahrlich eine zu damaligen Verhältnissen sehr mutige Entscheidung.
Bei dieser tollen Veranstaltung nahm der VfR die Gelegenheit war, viele verdiente Mitglieder zu ehren. Der Vorsitzende des VfR, Bodo Wild, bedankte sich bei allen für ihre bisherige Tätigkeit, natürlich verbunden mit der Hoffnung, dass sie den VfR weiter unterstützen. Last but noch least erschienen zu später Stunde noch die Lambertussis, ein durch zwei Damen aufgepäppeltes Männerballett, das die vielen Zuschauer richtig begeisterte. Gegen späten Abend übernahm dann Tobi Thillmann als Teil des Disco - Teams Xtreme die musikalische Leitung und heizte dem Saal so richtig ein, sodass als Ende der Veranstaltung wohl 5.00 Uhr stand.
Am Sonntag gab es wieder reichlich Kaffee und Kuchen, wie immer toll gebacken von vielen Niederfeller Frauen. Toll, dass es sich auch die SG Dieblich/Niederfell nach ihrem 6:1-Erfolg gegen Höhr nicht nehmen ließ, im Saal zu erscheinen und auch lange zu bleiben. Der Abend klang dann ruhig aus, denn es wartete ja noch der Montag.
„Ich bin froh, ein Niederfeller Jung zu sein!“
Höhepunkt und Abschluss war dann wie immer der traditionelle Frühschoppen. Hier führte Hans Kary nicht nur gekonnt durch das Programm, sondern er durfte selbst noch - Bubi, Bubi, noch einmal bei uns im Dörfchen - seine stimmlichen Qualitäten zeigen. Hans Kary vertrat den leider erkrankten Adi Reif, der praktisch jeden der letzten Frühschoppen organisiert und moderiert hatte. Alle Anwesenden applaudierten erleichtert und dankbar, als sie sahen, dass Adi beim Frühschoppen anwesend sein konnte. Hans Kary konnte ihm dann ebenfalls einige Anekdoten aus den Ursprungszeiten der Niederfeller Kirmes entlocken. Wie am Samstag, so eröffneten auch hier die Niederfeller Kinder das eigentliche Programm mit ihrem schon am Samstag bejubelten Lied „ein Hoch auf uns“. Das nachfolgende Programm war pickepacke voll, sodass hier nur die Namen der Teilnehmer erwähnt werden soll. Der Frauenchor Moselgold unter der Leitung von Patrick Nikolay, die Niederfeller Tanz- und Gymnastikgruppen Leevja, Tanzkids und Sternchen, Doris Münch, die auf Grund einer Erkältung nicht singen konnte, mit ihrer Tochter Jessica aber einen tollen Tanz zeigte, Petra Arens mit Rene Weiland an der Gitarre und dem Shootingstar der Niederfeller Kirmes, Miriam Müller, die auch noch als Solistin auftrat. Brutal von der Stimme her ihre Version von Trude Herr’s „ich will keine Schokolade“. Sie ist sicherlich mit das Beste, was Niederfell in den letzten Jahren passiert ist. Zwischen den Auftritten gab es noch einige Ehrungen verdienter Mitglieder, die am Samstag verhindert waren. Ein Wahnsinn war auch das diesjährige Holzsägen. Mit 27,66 Sekunden legten die Titelverteidiger Bernd Schmitt und Stefan Münch eine Zeit hin, die es noch niemals zuvor gab. Auch nicht schlecht waren die 41,85 Sekunden der weiblichen Sägemeister Simone Wubbernitz und Miriam Müller. Untermahlt mit einfach klasse Musik wurde der ganze Frühschoppen durch das Duo „Noname“ alias Heike und Tom, zwar aus Oberfell, aber, wie sagte Hans Kary richtig: Wir haben sie schon eingemeindet. Der Abschluss vor dem großen Finale war dann die große Festverlosung. Danach ging es nicht nur im Saal, sondern auch draußen auf dem Festplatz weiter, denn der Himmel war an diesen drei Tagen eindeutig ein Niederfeller. So konnten am Schluss jeder, Männlein oder Weiblein, mit anstimmen: „Ich bin froh, ein Niederfeller Jung zu sein!“
Zu Beginn wurde der Kirmesbaum aufgestellt.
