Lehmer Razejungen - Traubenlese
Auch der Nachwuchs war aktiv
Lehmen. Die Lehmer Razejunge zogen ihre geplante Traubenlese auf Grund des Traubenzustandes, bedingt durch die Witterungssituation, kurz entschlossen auf den 30. September vor.
Es zeigte sich, das war die richtige Entscheidung. 27 Teilnehmer fanden sich am Tag der Lese in der Lehmener Würzlay ein. Zuerst wurde zusammen mit dem ehemaligen Lehrerkollegium des Bonner Beethovengymnasiums die Traubenernte im Schulwingert des Gymnasiums eingebracht. Danach ging es im Razejungewingert weiter. Es machte Spaß zu sehen, wie die Jüngsten in der Lesetruppe sich engagierten. Die älteren Razejungen unterstützten ihre jüngsten Akteure Drystin und Julian, denn der Umgang mit der Traubenschere ist für Fünfjährige nicht so leicht. Die teilnehmenden Grundschulkinder gingen in kleinen Gruppen von Stock zu Stock und füllten im Nu ihre Lesebütten. Besonders die Mädchen waren mit großem Elan bei der Sache. Sie wussten noch genau, welche Stöcke sie zusammen mit den Razejungen im Frühjahr geschnitten hatten und freuten sich nun die Ernte einzubringen. Bei angenehmen Temperaturen ging die Lese gut voran. Johannes Schmitt als Träger könnte nicht schnell genug die Lesebütten einsammeln und im Traubenwagen entleeren. Die ehemaligen Lehrer des Beethovengymnasiums fühlten sich in der Runde der Razejungen ausgesprochen wohl. Beide, Razejungen und Lehrer, kennen sich schon seit Jahren und sind zu Freunden geworden. Razejung Klaus Schmitt, Weinbauingenieur und Betreuer der Lesegruppe, zeigte sich mit Qualität und Ertrag der diesjährigen Traubenernte zufrieden.
Die Razejungen freuen sich schon auf einen guten Rieslingwein 2014 aus ihrem Steillagenweinberg.
Nach getaner Arbeit gab es ein deftiges Wingertsessen. Die Lesehelfer stärkten sich mit Erbsensuppe und Würstchen. Razejungekoch Fritz Knaudt wusste, was den Akteuren an solch einem Tag am besten schmeckt. Während die Kinder ihren Durst mit Saft und Limo löschten, probierten die Erwachsenen den guten Rieslingtropfen aus dem Razejungewingert des letzten Jahres. In geselliger Runde wurde sich angeregt unterhalten und es kursierten auch so manche Geschichten und Geschichtchen, die die Zuhören zum Schmunzeln brachten.
