SV Hatzenport-Löf
Begegnung Saarbrücken gegen die AH Hatzenport-Löf
Hatzenport-Löf. Das verantwortliche Kompetenzteam rund um Cheftrainer Udo Bulger hatte sich im Vorfeld akribisch auf diese Begegnung vorbereitet. Udo Bulger musste zwar auf einige Stammkräfte verzichten, aber so bekam der Nachwuchs aus den eigenen Reihen die Möglichkeit sich auf dem Platz des Gegners zu beweisen. Am Samstag, 18. Mai, um 10 Uhr machte sich der Tross aus Spielern, Betreuern und auch mit den Spielerfrauen auf den Weg nach Saarbrücken. Die Mannschaft reiste mit Stil. Der Mannschaftsbus war bestens ausgestattet.
Bis hin zu zwei Pagen, die einem beim aussteigen die Tür aufhielten. Im Profisport ist eine ausgewogene Sportlerdiät selbstverständlich Pflicht. Essen nach einem genauen Plan und nicht zuletzt ausreichend Flüssigkeit in Form von isotonischen Getränken.
So war es nachvollziehbar, dass man bei dem in Sportlerkreisen bekannten Leinenhof in Schweich, Station machte um dieser Diät gerecht zu werden. Man traf am frühen Nachmittag, bei hervorragenden äußeren Bedingungen, in Saarbrücken ein.
Cheftrainer Bulger schickte seine Männer sofort zum Abschlusstraining, eine Kraft und Ausdauer Einheit auf dem Bierbike. Der alte ausgefuchste Stratege integrierte sogar die Spielerfrauen in die Analyse des Gegners. Sie sollten in der Stadt Informationen zur Taktik des Gegners sammeln und gnadenlos all seine Schwächen aufdecken.
Vor dem Anpfiff
Vor dem Anpfiff sammelte sich das Team noch einmal im Sporthotel Victors. Langsam stieg die Nervosität. Jeder versuchte auf seine Weise sich zu konzentrieren. Einige zogen sich deswegen sogar in den Aufzug zurück um wenigsten für einen kleine Weile Ruhe zu haben. Jetzt war es soweit, der Anpfiff. Im Brauhaus Stiefel, eine Sportstätte von internationalem Format, bot sich den begeisterten Zuschauern dann eine Partie auf Augenhöhe. Die von beiden Seiten sehr intensiv geführte Begegnung fesselte das Publikum. Der Gegner zeigte sich taktisch hervorragend eingestellt. Helle und dunkle Biere sowie auch ein eigen gebrautes Weizenbier, ließen unserer Mannschaft nur schwer ins Spiel kommen. Doch im weiteren Verlauf bekam sie es immer besser in den Griff. Beide Seiten versuchten nach vorne zu spielen. Mit Lyoner, Hoorische Gefilde und Schnitzel verfügt Saarbrücken über ein sehr gutes Mittelfeld, das es der AH nie leicht machte. Doch die größere Zweikampfstärke und das aggressivere arbeiten gegen das Spielgerät zeigten die Moselaner. Gegen Ende der ersten Halbzeit hatten diese aber leichte konditionelle Schwächen. So kam der Halbzeitpfiff zur rechten Zeit. Etwas Erholung würde der Mannschaft gut tun. Nun war Udo Bulger gefordert. Er musste in der Pause die richtigen Worte finden um seine Mannen wieder aufzubauen und fit für die zweite Hälfte zu machen.
Zweite Halbzeit
Die zweite Hälfte begann wiederum sehr dynamisch. Die Mannschaft schenkte sich nichts, es war ein ständiges auf und ab. Durch die Einwechslung von Quitten und Birnenschnaps zur Mitte der zweiten Hälfte, konnte sich das Heimteam kurzzeitig eine kleine Überlegenheit herausspielen. Die AH aber, nahm den Kampf an. Mit verstärkten Bemühungen konnte das Team das Spiel wieder ausgeglichen gestalten. Kurz vor Schluss schienen abermals die Kräfte unserer Jungs zu schwinden. War das Abschlusstraining auf dem Bierbike doch zu hart? Zu guter Letzt konnten sie das Spiel dann doch noch für sich entscheiden. Mit etwas Glück, aber insgesamt dennoch verdient, ging die Mannschaft nach einer sehr fairen Partie als Sieger vom Platz. Hochachtung gilt aber auch dem Gegner, der seiner gegnerischen Mannschaft alles abverlangte. Sonntags stand Regeneration auf dem Trainingsplan. Beginnend mit Ermüdungsbad, oder Dusche, entspannende Massagen und allem was sonst noch dem strapazierten Körper gut tut. Auch die medizinische Abteilung erfuhr wieder eine enorme Unterstützung durch die Spielerfrauen. Ein ausgiebiges Frühstück, füllte die Kraftreserven der Mannschaft wieder auf. Der extreme Flüssigkeitsverlust durch das Spiel am Vortag musste auch schnell wieder mit Isotonischen Durstlöscher ausgeglichen werden. Im Ablauf war nun die Heimfahrt vorgesehen. Aber nicht auf direktem Wege, denn einige Fanclubs hatten eine Überraschung für die siegreiche Mannschaft vorbereitet. Selbst der Busfahrer war in diese Überraschung mit eingebunden. Er simulierte noch in Saarbrücken eine technische Panne. Wegen der „Panne“ müsse die Route geändert werden.
Die treuen Fans
So ging die Fahrt zum Teil entlang der Mosel. In dem schönen Ort Kinheim warteten auf „Die Helden von Saarbrücken“ die treuen Fans. In einer logistischen Meisterleistung hatten sie zu Ehren der Elf einen Oldtimer-Autokorso organisiert. Anschließend feierten alle zusammen in dem eigens hierfür aufgestellten Festzelt. Die bekannte Blaskapelle aus Rommerz (in der Nähe von Fulda) spielte auf und sorgte für ausgelassene Stimmung. Weil die Mannschaft aber gegen 18 Uhr wieder zurück in Löf sein musste, (nach dem Spiel ist vor dem Spiel) konnte sie nicht bis zum Ende der Feier bleiben. In Löf angekommen präsentierte sich das Team auch hier noch einmal kurz den daheim gebliebenen Fans. Nach einem kurzen Abendessen war die „Länderspielreise“ zu Ende.
