Klasse 6a der Realschule plus und Fachoberschule an der Untermosel auf Spurensuche
Besuch im Heimatmuseum
„Ich werde mit meinen Eltern wiederkommen!“ war die Meinung vieler Schüler
Kobern-Gondorf. Was zeigt uns das Heimatmuseum in Gondorf? Auf diese und weitere Fragen erhielten die Schüler/innen der Klasse 6a Antworten. In Begleitung ihrer Klassenlehrerin Isabella Steffes, der Förderlehrerin Diana Breitbach sowie der Fachlehrerin Elisabeth Russell-Klein nutzte die Klasse einen Wandertag zu einem Ausflug in das Heimatmuseum nach Gondorf. Dort wurden sie von Werner Kremer, einem Mitglied des Kultur- und Heimatvereins e.V. erwartet, der sich mit ihnen auf die Suche nach Spuren aus vergangenen Zeiten machte. In dem Weinmuseum konnte er den neugierigen Besuchern anhand von Gerätschaften und Techniken erklären, wie Trauben wachsen, welche Pflege sie brauchen und wie aus ihnen auch schon in der „guten alten Zeit“ Wein wurde. Was uns heute selbstverständliche Dinge sind, wie der Einsatz von Hubschraubern zum Schutz der Trauben, gab es früher noch nicht.
Von dem Weinmuseum ging es in einen Klassenraum, wie es ihn damals gab. Mit großem Erstaunen nahmen die Schüler in den engen Schulbänken Platz und stellten fest, was früher alles anders war als heute in ihrem Klassenraum. Doch nicht nur ein alter Klassenraum konnte auf dieser Etage besichtigt werden, sondern auch ein altes Musikzimmer und eine alte Nähstube. Weiter ging die Spurensuche dann in einer Schusterwerkstatt und in einem Friseursalon. Beide Räume sind mit Originalgegenständen aus der Region ausgestattet. Mit großen Augen bestaunten die Sechstklässler die einzelnen Gebrauchsgegenstände und hörten, dass jedes Teil seine eigene Geschichte hat. Einige Gegenstände hatten die Schüler schon bei ihren Urgroßeltern und Großeltern gesehen.
Alte elektrische Geräte wurden genau betrachtet
Eine Welt ohne elektrisches Licht und ohne die vielen elektrischen Geräte können sich die Schüler/innen heute nicht mehr vorstellen. Umso mehr interessierte sie zu hören, dass der erste Strom an der Untermosel zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Gondorf erzeugt wurde. Die alten elektrischen Geräte, besonders der Fernseher, der die Weltmeisterschaft im Fußball 1954 ausstrahlte, wurden genau betrachtet. Die Neugierde war groß, als die Schüler auf dem Speicher nachschauen durften, welche Schätze dort noch lagern. Dies empfanden die Schüler als besonders abenteuerlich. Eine kleine Zeitreise konnten die jungen Museumsbesucher auch in dem Trauzimmer machen und sich als Brautpaar niederlassen. Die Schüler fühlten sich offensichtlich wohl, auch auf den blank geputzten Dielen des Rittersaales, umgeben von der Ahnengalerie der Adelsfamilie von der Leyen. Dieser Vormittag war für alle ein Erlebnis und das war auch der Verdienst von Werner Kremer, der mit seinem Wissen und seinen Erzählungen die „gute alte Zeit“ aufleben ließ. Die Besuchszeit war weit überschritten und noch immer hatten die Schüler Fragen, auf die sie fachkundige Antworten erhielten.
„Ich werde mit meinen Eltern wiederkommen!“, war die Meinung vieler Schüler, die Werner Kremer ganz herzlich für die gelungene Spurensuche lobten und versprachen: „Bis bald!“
