Allgemeine Berichte | 22.11.2012, 12:38 Uhr

RWE Klimaschutzpreis 2012 zum zweiten Mal in Kobern-Gondorf überreicht

Bürgermeister Bruno Seibeld und RWE Deutschland übergeben Klimaschutzpreise

1.250 Preisgeld für drei Preisträger

Die Lehmer Razejungen wurden für spürbare Umweltverbesserungen und bürgerliches Engagement im Sinne des Umweltgedankens und Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für Umweltthemen ausgezeichnet. Privat
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Kobern-Gondorf. Drei Projekte in der Verbandsgemeinde Untermosel wurden in Kobern-Gondorf mit dem Klimaschutzpreis 2012 ausgezeichnet. Gemeinsam mit Bürgermeister Bruno Seibeld überreichte Michael Dötsch, Leiter der Region Rauschermühle bei RWE, die Urkunden und gratulierte den drei Gewinnern. Das Preisgeld in Höhe von insgesamt 1.250 Euro stellt RWE Deutschland zur Verfügung. Beim ersten Preisträger handelt es sich um den Heimatverein Macken. Der Verein wurde für sein langjähriges und wirksames Engagement zur Verhinderung der Ausbreitung der Herkulesstaude geehrt. Bei der Herkulesstaude, auch Riesenbärenklau genannt, handelt es sich um eine nichtheimische Neupflanze, die sich im Bereich des Baybachs in Macken in den letzten Jahren stark vermehrt hat. Eine Gefahr geht von dem in allen Pflanzenteilen enthaltenen Gift Furocumarin aus, das unter Einwirkung von Sonnenlicht zu schweren Hautreaktionen führt. Für eine spürbare Umweltverbesserung und bürgerliches Engagement im Sinne des Umweltgedankens und Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für Umweltthemen sorgte die Interessengemeinschaft Lehmer Razejungen. Sie haben einen Erholungs- und Rastplatz in der Lehmener Würzlay geschaffen. Der Rastplatz am Radweg Lehmen-Kattenes wird nicht nur von den Lehmener Bürgern, sondern auch von Radfahrern und Wanderern gerne genutzt. In den Wintermonaten wurden Weinbergsmauern und -treppen freigelegt und ein Stück moseltypische Kulturlandschaft für die Bürger und Erholungs Suchenden wieder sichtbar gemacht. Bei der Anlegung des Themenweges „Würzlaysteig“ arbeiteten überwiegend Mitglieder der Lehmer Razejungen mit. Durch den Themenweg kann Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen eine intakte Terrassenmosellandschaft mit einmaliger Natur in einer typischen Moselumwelt präsentiert werden. Auch die Grundschüler der Sankt-Georg-Schule in Lehmen werden von der Seniorengruppe der Razejungen seit Jahren im praktischen Unterricht „rund ums Jahr im Weinberg“ begleitet. Warum die Ortsgemeinde Kobern-Gondorf den Anglerclub Kobern 1912 e.V. zur Verleihung des RWE-Klimaschutzpreises vorgeschlagen hat, erläuterte Jürgen Georg, erster Beigeordneter: „In den vergangenen Jahren wurden durch die Mitglieder des Anglerclubs am Teichgelände und in dessen unmittelbarem Umfeld unterschiedliche Maßnahmen zur Verhinderung vorhandener Umweltbeeinträchtigungen sowie Gewässer-Renaturierungen durchgeführt. Der Uferbereich wurde mit Gabbionen geschützt, um Erosionen durch Erdabbrüche zu vermeiden, die Hangfläche wurde von Büschen befreit und mit Douglasien neu aufgeforstet.“ Darüber hinaus rodeten die Vereinsmitglieder mit Borkenkäfern befallene Fichten auf einem Grundstück oberhalb der Teichanlage. Jetzt haben hier die dort befindlichen heimischen Baumarten, wie Eberesche und Erle, mehr Freiraum zum Wachsen. In Zusammenarbeit mit der Verbandsgemeinde Untermosel werden die Vereinsmitglieder demnächst die Bachböschung am „Euliger Bach“ mit Wasserbausteinen befestigen, um den dort lebenden Frosch- und Lurcharten Rückzugsmöglichkeiten im natürlichen Lebensraum zu schaffen. „Die Energiewende ist beschlossene Sache in Deutschland. Wir sind Vorreiter in Sachen erneuerbare Energien und Klimaschutz. Allein aus Sicht der Erzeugung sollen bis 2050 80 Prozent des Stroms aus regenerativen Quellen stammen. Wenn wir die bundes- und landespolitische Zielsetzung ernst nehmen, besteht keine Wahl darüber, ob zu handeln ist. Es macht aber auch notwendig, dass wir alle gemeinsam Überlegungen in den verschiedensten Bereichen anstellen. Dabei sind es nicht immer die riesengroßen Projekte, die zum Erfolg beitragen. Oft sind es viele kleinere Maßnahmen, die die Energiewende auch hier in den Ortsgemeinden vorantreiben. Mit dem RWE-Klimaschutzpreis wollen wir Initiativen würdigen, die in besonderem Maß Energie effizient einsetzen oder die Umweltbedingungen in den Kommunen erhalten oder verbessern und damit auch andere zur Nachahmung anregen“, betonte Michael Dötsch.

Der Heimatverein Macken wurde für sein Engagement zur Bekämpfung der Herkulesstaude ausgezeichnet. Von links: Michael Dötsch, Leiter der Region Rauschermühle bei RWE, Thomas Schmitt, Heimatverein Macken, Ortsbürgermeister Peter Scheidweiler und Bruno Seibeld, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Untermosel.

Der Heimatverein Macken wurde für sein Engagement zur Bekämpfung der Herkulesstaude ausgezeichnet. Von links: Michael Dötsch, Leiter der Region Rauschermühle bei RWE, Thomas Schmitt, Heimatverein Macken, Ortsbürgermeister Peter Scheidweiler und Bruno Seibeld, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Untermosel.

Einen Preis erhielt auch der Anglerclub Kobern 1912 e.V.: Der Verein wurde für verschiedene Maßnahmen zur Verhinderung vorhandener Umweltbeeinträchtigungen sowie Gewässer-Renaturierungen ausgezeichnet.

Einen Preis erhielt auch der Anglerclub Kobern 1912 e.V.: Der Verein wurde für verschiedene Maßnahmen zur Verhinderung vorhandener Umweltbeeinträchtigungen sowie Gewässer-Renaturierungen ausgezeichnet.

Die Lehmer Razejungen wurden für spürbare Umweltverbesserungen und bürgerliches Engagement im Sinne des Umweltgedankens und Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für Umweltthemen ausgezeichnet.Fotos: Privat

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